30 Jahre im Dienst der Dermatologie

Das ärztliche Team der skin+more Hautarztpraxis Biberach, Dres. Steinert und Kollegen besteht aus folgenden Menschen (v. l.): Dr. Simone Steinert, Dr. Carolin Zschoche, Andriani Charalambous, Dr. Ursula Steinert, Dr. Joachim Lehmann und Prof. Dr. Markus Steinert. FOTO: CHRISTOPH SCHNEIDER
Vor 30 Jahren, am 13. März 1989, eröffnete Dr. Ursula Steinert im Dinglingerhaus am Biberacher Holzmarkt ihre Hautarztpraxis. Aber schon zwei Wochen später musste die Medizinerin erkennen, dass es nicht immer so läuft, wie man es geplant hat. Dennoch ging die Geschichte mehr als gut aus und inzwischen ist aus der Hausarztpraxis das Medizinische Versorgungszentrum skin+more geworden. Im MVZ und der angeschlossenen Laserklinik arbeiten sechs Ärztinnen und Ärzte sowie 15 medizinische Fachangestellte und Kosmetikerinnen.

Schwierige Situation

Ursula Steinert erinnert sich an diese Tage vor 30 Jahren: „Das ist ein halbes Menschenleben, so kommt’s mir gar nicht vor. Nur zwei Wochen nach der Eröffnung musste ich schwangerschaftsbedingt längere Zeit liegen. Das ist eine schwierige Situation, wenn man gerade eine Praxis mit Angestellten eröffnet hat.“ Zum Glück bot sich eine familieninterne Lösung geradezu an: Mein Mann Markus beendete seine wissenschaftliche Karriere an der Uni Tübingen zugunsten der entstehenden Familie und sprang in Biberach für mich ein. Die Praxis lief weiter und im Dezember kam unsere Tochter Simone zur Welt.“

Wachstum und Umzug

Die junge Familie wächst, Simone bekommt einen Bruder namens Jörg, und auch die Hausarztpraxis wächst. 1998 zieht sie vom Dinglingerhaus in den Neubau gegenüber am Holzmarkt. Dort wird sie um eine Privatklinik mit Laserzentrum erweitert. 2017 wurde die Praxis in die skin + more Medizinisches Versorgungszentrum GmbH umgewandelt. Im selben Jahr tut man sich mit dem Biberacher Hautarzt Dr. Joachim Lehmann unter dem Dach des MVZ zusammen.

Darum ein MVZ

Professor Dr. Markus Steiner terklärt: „Wir sind in Baden-Württemberg das erste von Ärzten in GmbH-Form gegründete MVZ. Denn inzwischen sind die Auflagen und Bestimmungen für Ärzte derart umfangreich geworden, dass sie für einzeln arbeitende Kollegen neben der Behandlung der Patienten nur sehr schwer zu bewältigen sind.“ Innerhalb des MVZ werden Verwaltung, EDV und Organisation gebündelt, damit die Ärztinnen und Ärzte mehr Zeit für die Patienten und für die Weiterbildung in ihren jeweiligen Spezialgebieten haben.

Raum für neue Methoden

Professor Steinert, der wegen seiner Lehrtätigkeit viele Kontakte auch zur medizinischen Forschung hat, sagt: „Wir wollen am Puls der Innovation bleiben und neue Methoden, die auch funktionieren, bei uns einführen.“ Seine Frau ergänzt: „Wir sind permanent gewachsen und es wird langsam eng in den Praxen. Deswegen haben wir die Verwaltung und die Telefonzentrale nach Mittelbiberach ausgegliedert. Bald zieht unsere Kosmetikabteilung in das ehemalige Reisebüro am Biberacher Kappenzipfel um.“ Dann sei mehr Raum für Patienten, Behandler und Geräte, sagt sie. Für das Telefonteam werden noch Mitarbieter gesucht.

Technisch Erste Liga

Technisch spiele das Biberacher MVZ in der Ersten Liga mit, sagt Professor Steinert stolz. „Wir sind in unseren Fachbereichen mindestens so gut ausgestattet wie eine Uniklinik – teilweise sogar besser. Zumindest kenne ich keine Uniklinik, die beispielsweise 19 Laser zur Verfügung hätte.“

Tochter verstärkt das Team

Das Ärzteteam besteht derzeit aus dem Ehepaar Steinert, Dr. Joachim Lehmann, Dr. Carolin Zschoche, Andriani Charalambous, Miriam Murrmann (in Elternzeit) und auch Dr. Simone Steinert, die ihr drittes Facharztjahr in Biberach absolviert. Mutter Ursula Steinert sagt: ,,Simone hat die Dermatologie mit der Muttermilch aufgenommen. Wir sind sehr stolz darauf, dass sie in unserer Praxis mitwirkt.“ (cs)