Eine Messe rund ums Bauen

Das Eigenheim steht bei vielen, besonders auch jungen Familien, ganz oben auf der Wunschliste. Inspiration und Information bietet die „laupheimer immotionale“. FOTO: SEBASTIAN KORINTH
Die „laupheimer immotionale“ hat ihren festen Platz im Veranstaltungskalender. Am 9. und 10. März füllt sie das Schloss Großlaupheim wieder mit Ausstellern rund um den Hausbau, das Sanieren und den Immobilienkauf.

LAUPHEIM – Die 13. Ausgabe der Laupheimer Immobilien- und Hausbaumesse versammelt am kommenden Wochenende Fachleute aus der Baubranche, die Häuslebauern und Hausbesitzern viele Tipps für das Sanieren und Bauen geben. In informativen Vorträgen kann man sein Wissen zu speziellen Themen wie Energie, ökologische Baustoffe, Finanzierung oder Sicherheit erweitern.

„Die Laupheimer Immotionale ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 13 Jahren bekommen die Besucher wertvolle Impulse und den Rat von Experten, damit die eigenen Wohn- und Bauträume ohne Probleme in Erfüllung gehen können“, lobt Dieter Müller das Messeformat im „Immojournal“. Er ist Geschäftsführer der Schwäbischen Messegesellschaft (SMG), die die „laupheimer immotionale“ seit 2006 veranstaltet.

Mehr als 80 Aussteller bieten im Kulturhaus ihre Beratung an und können Interessierten zum Wohnungskauf, der Sanierung von Bestandsgebäuden und zum Neubau hilfreiche Informationen mit auf den Weg geben. Bauherren und Sanierer finden zahlreiche Anregungen und können sich über die Dienstleistungen der Aussteller erkundigen.

Im und vor dem Kulturhaus werden die Messestände aufgebaut sein. Im Foyer im Untergeschoss lädt eine neue Lounge zum Verweilen ein. Die Firma BioZell Raumdesign aus Untersulmetingen stellt in Kooperation mit Slotcar Racing aus Laupheim eine gemütliche Sitzecke und eine kleine Version der bald kommenden längsten Carrera Digital Rennbahn in Süddeutschland mit 80 Metern zur Schau, an der sich die Messebesucher als Rennfahrer versuchen dürfen. soru

Fachkundige Aussteller

Ein großer Reigen kompetenter Fachleute findet sich am Samstag und Sonntag im Kulturhaus Laupheim ein. FOTO: JANIS ICKENROTH
Ein großer Reigen kompetenter Fachleute findet sich am Samstag und Sonntag im Kulturhaus Laupheim ein. FOTO: JANIS ICKENROTH
Die „laupheimer immotionale“ kann auf ein gesundes Wachstum blicken. Die Ausstellungsfläche hat sich seit den Anfängen nahezu verdoppelt. Denn Aussteller und Besucher folgen jedes Jahr zahlreich der Einladung in das Kulturhaus in Laupheim.

LAUPHEIM - Im Kulturhaus und im Messezelt reihen sich am kommenden Wochenende über 80 Aussteller ein, die mit kompetenten Fachleuten zu allen Themenfeldern des Bauens beraten. Fertig- oder Holzständerbauweise, Immobilienkauf oder altersgerechtes Wohnen, Bodenbeläge oder Fenster: Die Bandbreite der Aussteller auf der dreizehnten „laupheimer immotionale“ ist wirklich groß. Es dürfte kaum ein Thema geben, für das kein Fachbetrieb vor Ort wäre. Wer ein Eigenheim besitzt und renovieren möchte, vielleicht baulich fürs Alter vorsorgen oder ein neues Haus bauen möchte, sieht sich einer Vielzahl von Möglichkeiten gegenüber. Dazu gilt es, sich mit zahlreichen Vorschriften und vielen technischen Details auseinanderzusetzen. Die Fragen, was kann, und was muss ich tun, lassen sich oftmals nur gemeinsam mit einem kompetenten Fachmann oder einer Fachfrau klären.

Die „immotionale“ ist eine gute Gelegenheit, sich einen Eindruck über die Gestaltungsspielräume zu verschaffen oder ins Detail zu gehen. Die Fachleute vor Ort beraten gerne. soru

Bauen und Wohnen in Laupheim

Am Stand der Stadt Laupheim kann man sich auch über geplante Neubaugebiete informieren. FOTO: ROLAND RAY
Am Stand der Stadt Laupheim kann man sich auch über geplante Neubaugebiete informieren.
FOTO: ROLAND RAY
Baugrund ist in Laupheim sehr gefragt, und der Bauboom hält ungebrochen an. Die Stadt zieht dank ihrer guten Infrastruktur und Arbeitsplatzsituation viele Menschen an. Durch neue Baugebiete steht bald wieder Platz für die ersehnten Eigenheime zur Verfügung.

LAUPHEIM – Nachdem in den vergangenen Jahren bereits 300 Baugrundstücke erschlossen und verkauft wurden, plant die Stadt, weitere Eigenheime zu ermöglichen, indem unter anderem in Untersulmetingen und in der Laupheimer Innenstadt neue Bauplätze bereitgestellt werden. Die Gesamtfläche innerhalb der Stadtgemarkung mit 6.180 Hektar ist bisher zu 17 Prozent bebaut. Der Großteil der Fläche dient der landwirtschaftlichen Nutzung (55,6 Prozent).

Im und ums Kulturhaus kann man sich rund ums Thema Bauen informieren. FOTO: SONJA RUPRECHT 
Im und ums Kulturhaus kann man sich rund ums Thema Bauen informieren. FOTO: SONJA RUPRECHT 
Die Einwohnerzahl von 22 391 (Stand Dezember 2018) wird in Zukunft nicht sinken, denn die Anziehungskraft der Stadt und ihrer Teilorte ist hoch. Für Oberbürgermeister Gerold Rechle ist dies „wenig verwunderlich“. In seinem Grußwort zur „laupheimer immotionale“ bezeichnet er seinen Wirkungsort als „wirtschaftlichen Motor der Region“: „Im Jahr 2012 haben wir erstmals die 10 000er-Marke an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen übersprungen, inzwischen sind fast 3000 neue dazugekommen.“ Die Wirtschaftskraft im Stadtgebiet ist weiter auf Wachstumskurs.

Dieses Jahr werden die Gewerbegebiete Ost und Nord erweitert. So finden ortsansässige Unternehmen den nötigen Platz, um ihre Kapazitäten zu vergrößern und weitere Firmen können sich neu ansiedeln. Die Perspektive für das Arbeitsplatzangebot ist also sehr gut und zusätzliche Fachkräfte werden eine Beschäftigung finden.

Familien, die nach Laupheim ziehen, finden eine gute Infrastruktur mit allen Schularten einschließlich Ganztagsbetreuung sowie ganztägiger Betreuung für Kinder bis 6 Jahre vor. Ein großes Freizeitangebot und zahlreiche kulturelle Angebote machen die Stadt zudem attraktiv. soru

Unabhängiger von Strompreiserhöhungen

Peter Pioch ist Experte in Energiefragen vom WBZU. FOTO: PRIVAT
Peter Pioch ist Experte in Energiefragen vom WBZU. FOTO: PRIVAT
Eine Photovoltaikanlage bringt mehr Unabhängigkeit von der Entwicklung der Strompreise, wenn sie mit einem Batteriespeicher verbunden ist. Was Bauherren und Sanierer bei dieser Investition in die private Energiewende wissen und beachten sollten, erklärt Peter Pioch vom Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm (WBZU) in seinem Vortrag auf der Laupheimer Immotionale.

LAUPHEIM – Als Ingenieur und Experte für Photovoltaik (PV) und andere alternative Energiequellen ist es Peter Pioch ein Anliegen, Interessierte neutral zu beraten. Auf der Immotionale informiert der Fachmann über Batteriespeicher für Privathaushalte am Samstag, 9. März, um 16 Uhr und hat vorab einige Fragen für uns beantwortet.

Warum sind Batteriespeicher für Bauherren und Sanierer interessant, Herr Pioch?

Energiewende für Zuhause - Batteriespeicher können eine sinnvolle Ergänzung zur Photovoltaikanlage sein. FOTO: JENS KALAENE
Energiewende für Zuhause - Batteriespeicher können eine sinnvolle Ergänzung zur Photovoltaikanlage sein. FOTO: JENS KALAENE
Wenn man mit der PV-Anlage Strom erntet und in das Netz einspeist, bekommt man weniger vergütet als man beim Bezug aus dem Netz bezahlen muss. Es bringt also einen finanziellen Nutzen, den selbst erzeugten Strom selbst zu nutzen. Die Investition soll wieder herauskommen. Wir können den Strompreis in zehn Jahren nicht abschätzen. Bei der Nutzung des eigenen Stroms sind wir davon weniger abhängig.

Was sollten Bauherren und Hausbesitzer wissen, wenn sie einen Batteriespeicher an schaffen wollen?

Wichtig ist zu wissen, wie hoch ist mein Stromverbrauch, wie groß ist meine PV. Wie sind meine Dachflächen ausgerichtet? Ist ein Teil mit Solarthermie für warmes Wasser belegt? Solarthermie sollte nach Südosten, Photovoltaik kann auch nach Südwesten ausgerichtet sein. So passt die Energieerzeugung zum Bedarf im Haus.

Welche Speicherkapazitäten haben Batteriespeicher?

Eine individuelle Berechnung durch den Energieberater ist nötig. Denn es hängt vom Verbrauch der Bewohner ab. Ganz grob kann man sagen: Bei einem Einfamilienhaus kommt ein Speicher ab 3 kWh infrage. Will ich jedoch mein Elektroauto in der Garage nachts laden, dann brauche ich 10 bis 20 kWh Speicher. Habe ich vier Kinder, die immer Computer spielen und Musik hören, brauche ich mehr als ein älteres Ehepaar, die weniger technische Geräte nutzen. Auch die Leistung der PV-Anlage ist relevant. Bei 1 kWp braucht man keinen Speicher, bei 5 kWp könnte ein Speicher Sinn machen.

Wie viel Platz braucht ein Speicher?

In etwa wie ein kleiner Kühlschrank. Hinzu kommt ein Kasten für die Elektrik. soru