Gesundheitsbewusstes Bauen mit Holz

Klassisch oder modern – ein Holzhaus bietet ein optimales Raumklima und kann in jeden Stil gestaltet werden. FOTO: HOLZ100
Der Mensch umgibt sich in seinem Haus mit einer wohnlichen Hülle. Die verwendeten Baustoffe wirken auf den menschlichen Organismus und wollen sorgfältig ausgewählt sein. Über die Vorteile von Holz als Baustoff spricht der Zimmerermeister Max Steigitzer auf der Laupheimer Immotionale am Sonntag, 10. März, um 12 Uhr.

LAUPHEIM – Die Wirkung der Baumaterialien auf den menschlichen Organismus bekommt nicht jeder direkt zu spüren. Für manche jedoch zeigen Allergien deutlich, dass der Körper auf Ausdünstungen aus Kunststoffen und anderem reagiert. Die industriellen Baustoffe haben in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Vorteile, Vereinfachungen und Einsparungen für den Hausbau bewirkt. Die traditionellen Bauweisen aus Naturmaterialien sind dadurch verdrängt worden und in Vergessenheit geraten.

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Als Max Steigitzer vor zwölf Jahren auf den Bau von Holzhäusern umstieg, fühlte sich der Inhaber der gleichnamigen Zimmerei in Maselheim nicht selten als „Öko-Spinner“ abgetan. Doch für ihn sind die Kenntnisse der Urgroßväter und ihre Bauweisen ein hohes Gut. Ein wachsender Kundenkreis gehe sehr gesundheits bewusst an das Bauen heran und fragt beispielsweise ein „Holz 100“- Haus bei der Zimmerei Steigitzer nach: „Der Kunde will ein hervorragendes Raumklima und keinerlei Ausgasungen. Bei manchen gibt es einen Allergiker in der Familien, da ist es unter Umständen die einzige Möglichkeit.“ Der Vorteil für den Kunden beim Bau eines Holzhauses liegt für Max Steigitzer neben der Vorteile im Wohnkomfort auch in der schnellen Rücktrocknung des Gebäudes.

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„Die Ableitung der Feuchtigkeit ist das A und O“, erklärt der Zimmerermeister. Bei der ökologischen Bauweise seien alle Bauteile so konstruiert, dass die Austrocknung nach beiden Seiten hin möglich ist. Darüber hinaus besteht der große Vorteil in der Entsorgung der Baustoffe, die deutlich einfacher und kostengünstiger ausfällt als bei Verbundstoffen und chemischen Bestandteilen.

„Glücklicherweise wirkt die Gesetzgebung heute in die Richtung ein“, findet Max Steigitzer. „Vor einigen Jahren wurde im Grunde noch Sondermüll verbaut“. Häufig sind die Kosten ein Argument gegen ökologische Baustoffe. Würde man jedoch die Entsorgung mit einkalkulieren, sähe die Sache bereits anders aus. Als Vorbild sieht Steigitzer das in den Benelux-Ländern angewandte „Cradle-to-Cradle“- Prinzip, das die Recyclingfähigkeit eines Werkstoffes von vorneherein berücksichtigt und einpreist.

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Dem Mythos „Holz macht Arbeit“ stellt der erfahrene Zimmerermeister die geeigneten Verfahrensweisen für Holzfassaden oder andere Holzbauteile entgegen. „Ein Anstrich mit Schwedenrot hält 15 Jahre. Wenn eine Verschalung richtig ausgeführt ist, funktioniert sie solange wie ein Putz“, ist der Holzexperte überzeugt. Häufig lässt man Holz im Außenbereich vergrauen. Um eine gleichmäßige Holzalterung zu erreichen, kann man spezielle Vergrauungslasuren anwenden. soru

Bauforum-Laupheim GmbH

Viele fachkundige Aussteller

Ein großer Reigen kompetenter Fachleute findet sich am Samstag und Sonntag im Kulturhaus Laupheim ein. FOTO: JANIS ICKENROTH
Ein großer Reigen kompetenter Fachleute findet sich am Samstag und Sonntag im Kulturhaus Laupheim ein. FOTO: JANIS ICKENROTH
Die „laupheimer immotionale“ kann auf ein gesundes Wachstum blicken. Die Ausstellungsfläche hat sich seit den Anfängen nahezu verdoppelt. Denn Aussteller und Besucher folgen jedes Jahr zahlreich der Einladung in das Schloss Großlaupheim.

LAUPHEIM - Im Kulturhaus und im Messezelt reihen sich am kommenden Wochenende über 80 Aussteller ein, die mit kompetenten Fachleuten zu allen Themenfeldern des Bauens beraten. Fertig- oder Holzständerbauweise, Immobilienkauf oder altersgerechtes Wohnen, Bodenbeläge oder Fenster: Die Bandbreite der Aussteller auf der 13. „laupheimer immotionale“ ist wirklich groß. Es dürfte kaum ein Thema geben, für das kein Fachbetrieb vor Ort wäre. Wer ein Eigenheim besitzt und renovieren möchte, vielleicht baulich fürs Alter vorsorgen oder ein neues Haus bauen möchte, sieht sich einer Vielzahl von Möglichkeiten gegenüber. Dazu gilt es, sich mit zahlreichen Vorschriften und vielen technischen Details auseinanderzusetzen. Die Fragen, was kann, und was muss ich tun, lassen sich oftmals nur gemeinsam mit einem kompetenten Fachmann oder einer Fachfrau klären.

Die „immotionale“ ist eine gute Gelegenheit, sich einen Eindruck über die Gestaltunsspielräume zu verschaffen oder ins Detail zu gehen. Die Fachleute vor Ort beraten gerne. soru

Wertbau Laupheim GmbH

Komfort im Eigenheim

Bevor man den Wohnkomfort im Eigenheim genießen kann, gibt es vieles zu beachten und zu entscheiden. FOTO: MELISSA MAIER
Bevor man den Wohnkomfort im Eigenheim genießen kann, gibt es vieles zu beachten und zu entscheiden.
FOTO: MELISSA MAIER
Rund um das Wohnen im Eigenheim präsentieren die Fachleute auf der „laupheimer immotionale“ wichtige Informationen und innovative Gestaltungsmöglichkeiten.

LAUPHEIM - Von energetisch sinnvollen Maßnahmen bis zu innovativer Technik wie das Smart Home finden Häuslebauer passende Ansprechpartner. Über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen beim digital gesteuerten, komfortablen Wohnen sollte man sich informieren. Ein wichtiger Tipp ist hierbei: Steuerung über das Internet nur wenn nötig, da die Gefahr von Sicherheitslücken groß ist. Wer Zuschüsse für erneuerbare Energien erhalten möchte, muss diese vor der Umsetzung beantragen. Der neue Energieausweis weist die Energieklasse, ähnlich wie bei Kühlschränken, aus. soru

Finanzierung planen mit Puffer

Beim Hausbau muss man genau auf die Finanzierung schauen. FOTO: DPA
Beim Hausbau muss man genau auf die Finanzierung schauen. FOTO: DPA
Der Weg ins eigene Haus führt meist über einen Termin bei der Bank. Die Baufinanzierung ist ein grundlegender Schritt, der viel Information und Beratung braucht.

LAUPHEIM – Das Vortragsprogramm sowie die Informationsstände auf der „laupheimer immotionale“ lassen das Thema Finanzierung natürlich nicht aus. Die Überlegung, wie viel Eigenkapital und wie viel monatlicher Spielraum vorhanden sind, ist sehr wichtig bei der Vorbereitung eines Immobilienkaufs oder Neubaus.

Nachdem das monatliche Einkommen und die regulären Ausgaben detailliert ermittelt wurde und das verfügbare Eigenkapital bekannt ist, kann die Finanzierung geplant werden. Sie gibt Aufschluss darüber, welche Wohnträume sich verwirklichen lassen ohne Zins und Tilgung zur allzu schweren Bürde für die nächsten 40 Jahre zu machen.

Der Kreditrahmen sollte so gesteckt sein, dass auch Veränderungen im Leben keine schlaflosen Nächte bescheren. Schließlich kann es durchaus sein, dass eine Phase zwischen zwei Arbeitsstellen zu überbrücken ist, gleichzeitig beide Autos kaputt gehen oder sich doch noch ein drittes Kind ankündigt und ein Einkommen vorübergehend geringer ausfällt. Lieber bewohnt man ein kleineres Haus, als durch Überraschungen im Leben finanziell ins Trudeln und unter Druck zu geraten. Auch für die Instandhaltung des Hauses braucht es Rücklagen und die monatlichen Unterhaltskosten des Eigenheims dürfen nicht übersehen werden.

Bei der veranschlagten Bausumme sollte generell ein Puffer eingeplant sein, um im Verlauf der Bauphase auftretende Mehrkosten abzudecken. Nicht selten zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass die Standardvariante nicht den eigenen Vorstellungen entspricht und man sich für eine höherwertige Ausstattung entscheiden möchte. soru