AOK-Studie: Baden-Württemberger treiben zu wenig Sport

FOTO: MATTHIAS BECKER
Gut jeder dritte Baden-Württemberger (36 Prozent) treibt seltener als einmal pro Woche oder nie aktiv Sport.

Zu diesem Ergebnis kommt eine von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage. 43 Prozent der Befragten halten sich für weniger sportlich und 12 Prozent sagen, dass sie unsportlich sind.

„Regelmäßiges sportliches Training stärkt unter anderem das Immunsystem, hält das Herz-Kreislauf-System fit und kann einer Vielzahl von Krankheiten vorbeugen“, sagt Eva Ortlieb, Sportwissenschaftlerin bei der AOK Baden-Württemberg.

Drei- bis viermal in der Woche rund 30 Minuten Walken, Rad fahren oder Joggen sei schon ausreichend, um sportlich aktiv zu sein und etwas für seine Gesundheit zu tun.

Laut der Forsa-Befragung treiben knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Baden-Württemberger mindestens einmal pro Woche in ihrer Freizeit aktiv Sport. Für diesen Teil der Menschen im Südwesten steht der Wunsch, körperlich fit zu sein, an erster Stelle: 67 Prozent der „Sporttreibenden“ veranlasst dies dazu, in ihrer Freizeit sportlich aktiv zu sein.

Mehr als die Hälfte der Befragten treibt Sport, um den Körper bzw. die Figur in Form zu bringen: 53 Prozent wollen durch das Training ihr Gewicht halten oder abnehmen und 28 Prozent zielen darauf ab, Muskeln aufzubauen. Jeder Zweite (50 Prozent) sagt, dass er mit Sport etwas gegen gesundheitliche Beschwerden tun will (z. B. gegen Rückenschmerzen oder Bluthochdruck).

Bei 47 Prozent der „Sporttreibenden“ trägt sportliche Betätigung zur Entspannung bzw. zum Stressabbau bei und 39 Prozent lockt der Spaß am Sport. Jeder Fünfte (20 Prozent) nutzt die Trainingseinheit, um Zeit mit Freunden oder Bekannten zu verbringen.

Problematisch ist jedoch, dass laut Forsa-Befragung jeder dritte Baden-Württemberger seltener als einmal pro Woche (22 Prozent) oder nie (14 Prozent) sportlich aktiv ist. Als weniger sportlich (43 Prozent) oder unsportlich (12 Prozent) sieht sich sogar mehr als die Hälfte der Befragten.

Die Folgen von zu wenig regelmäßiger Bewegung könnten gesundheitliche Probleme und Übergewicht sein. Umso wichtiger sei es, mit dem Sport anzufangen, weiß Luisa Brune, Psychologin bei der AOK Baden-Württemberg.

„Gerade im Frühling, wenn die Temperaturen steigen, ist für Sportmuffel der richtige Zeitpunkt, um sich an der frischen Luft zu bewegen“, sagt Brune. Denn, so die Expertin, der innere Schweinehund sei meist der größte Gegner auf dem Weg zu einem aktiveren Lebensstil.

Um ihn zu überwinden, sei es wichtig, dass man sich nicht direkt zu Beginn mit zu hohen Vorsätzen überfordere. „Wenn man es gemächlich angeht, fällt der Einstieg umso leichter“, so Brune.

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt ihre Versicherten mit verschiedenen Präventionsangeboten dabei, sich regelmäßig zu bewegen und dadurch ihre Gesundheit aktiv zu verbessern. Weitere Informationen dazu finden sich unter anderem bei den Kursangeboten im Internet unter www.aok.de. FORSA-UMFRAGE VON 2018

Sekundäre Pflanzenstoffe sind für Sportler wichtig

Ein gesunder Salat nach dem Training. FOTO: MACNIAK
Ein gesunder Salat nach dem Training. FOTO: MACNIAK
Ob Freizeitsportler oder Profi - beim Trainieren achten Aktive auf viele Dinge: eine gute Sportausrüstung, die richtige Bewegungsausführung, Aufwärmen vor dem Training auf, reichliches Trinken und eine sportlergerechte Ernährung. Was oft vernachlässigt wird: Wer langfristig sportlich fit und erfolgreich sein will, sollte seinem Körper eine Vielfalt an natürlichen sekundären Pflanzenstoffen aus Obst und Gemüse zuführen.

Diese färben nicht nur die Tomate rot und machen den Knoblauch scharf - beim Menschen helfen sekundäre Pflanzenstoffe, das Herz zu schützen und das Immunsystem zu stärken. Zudem wirken sie als Radikalfänger und halten den Organismus in Balance. Das Ergebnis: Der Körper kann sich schneller regenerieren und somit bessere sportliche Leistungen erzielen.

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Isolierte Vitamine genügen nicht Unsere Vorfahren wussten um die heilende Kraft bestimmter Kräuter und Gemüsesorten und verzehrten sie reichlich. Heutzutage liegen mehr als 80 Prozent der Deutschen unter der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. geforderten Anzahl an Gemüseportionen pro Tag, so eine in Abstimmung mit dem Deutschen Institut für Sporternährung e.V. (DISE) durchgeführte repräsentative TNF-Infratest Umfrage.

Der Griff zu einem Nahrungsergänzungsprodukt liegt nahe. Dem Ernährungswissenschaftler Günter Wagner vom DISE zufolge seien jedoch herkömmliche Vitaminund Mineralstofftabletten in vielen Fällen nicht ausreichend.

Diese Präparate enthalten keine Sekundären Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse wie Phenolsäuren, Flavonoide oder Anthozyanen. "Wir empfehlen den 'Vitalkomplex Dr. Wolz', weil mit ihm die standardisierte Aufnahme von Obst- und Gemüseinhaltsstoffen gut möglich ist", so Wagner.

Warum Sekundäre Pflanzenstoffe den Körper schützen

In physiologischen Dosierungen sind Sauerstoffradikale lebenswichtig. Allerdings kann sich dieser „oxidative Stress“ durch sportliche Aktivität summieren. Etwa bei hoher Trainingsintensität oder bei Sportarten mit einem hohen Anteil einer anaeroben Energiegewinnung.

Eine langfristig zu hohe Radikalbelastung kann das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und zu Zellschädigungen führen. Erhöhte Creatinkinase- und Laktatwerte sind bekannte Warnsignale hierfür. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe können, ähnlich wie Vitamin C aus der Zitrone einen aufgeschnittenen Apfel am Braunwerden hindert, im menschlichen Körper als Antioxidans wirken und Sauerstoffradikale abfangen und neutralisieren. (djd)