Mit dem Handwerk in eine sichere Zukunft

Betriebe im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik freuen sich über Bewerbungen von jungen, motivierten Schulabgängern.
Wer aktuell die Dienste eines Handwerkers benötigt, weiß um die langen Wartezeiten. Warum das so ist? Es gibt einfach zu wenige von ihnen. Dabei bietet gerade das Handwerk vielfältige Karrieremöglichkeiten und eine sichere Zukunft für junge Menschen.


Viele Möglichkeiten

REGION - Die regionalen Ausbildungszahlen im Handwerk steigen wieder. So freute sich die Handwerkskammer Ulm zum Ende des vergangenen Jahres über das fünfte Azubiplus in Folge. Auch im Landkreis Ravensburg geht der Trend wieder in Richtung einer dualen Ausbildung. So haben sich im Jahr 2018 755 junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. Auch für Abiturienten wird das Handwerk immer interessanter. Immerhin bereits 14,2 Prozent der Auszubildenden haben den höchsten deutschen Bildungsabschluss in der Tasche.

Im Landkreis Ravensburg sind immer sind 290 Lehrstellen unbesetzt. FOTO: HANDWERKSKAMMER ULM/COLORBOX
Im Landkreis Ravensburg sind immer sind 290 Lehrstellen unbesetzt.
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Und sie haben erkannt, dass eine Ausbildung als Handwerkerin oder Handwerker in eine sichere Zukunft führt. Denn wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) in einer Studie feststellte, ist die Arbeitslosenquote unter Meisterinnen und Meistern im Handwerk bereits heute geringer als unter Akademikern. Und auch finanziell steht ein Arbeitsleben als Handwerker dem in nichts nach. „Eine Ausbildung im Handwerk ist und bleibt attraktiv. Wer sich für das Handwerk entscheidet, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft mit unterschiedlichsten Karrieremöglichkeiten. Von der Gründung des eigenen Betriebes, bis hin zum Studium stehen alle Türen offen“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Wer im Landkreis Ravensburg noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, hat auch jetzt noch gute Chancen. Denn noch immer sind 290 Lehrstellen unbesetzt. Den größten Bedarf an künftigen Fachkräften gibt es in den zeitgleich beliebtesten Gewerken unter Azubis. So freuen sich aktuell vor allem Betriebe im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik und Anlagenmechanik über Bewerbungen von jungen, motivierten Schulabgängern.

Kontakt

Wer Interesse an einer Ausbildung im Handwerk hat, informiert sich am Besten direkt bei den Ausbildungsberatern der Handwerkskammer Ulm oder wirft einen Blick in die App „Lehrstellenradar“.

Erfolgsschlüssel

Fort- und Weiterbildungen können der Schlüssel zum Erfolg sein. FOTO: COLORBOX 
Fort- und Weiterbildungen können der Schlüssel zum Erfolg sein.
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Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten moderne und technisch aktuelle Produkte und Dienstleistungen. Daher zählen Fort- und Weiterbildungen, wie in jedem Berufsfeld auch, zum zentralen Bestandteil des Handwerks. Und erfahren auch eine spezielle Förderung.

REGION - Wer in Baden-Württemberg wohnt oder arbeitet, darf bei bestimmten Kursen im Handwerk mit einem Zuschuss zwischen 30 und 50 Prozent rechnen. Nun wurde die allgemeine Fachkursförderung um eine Förderung für Teilnehmer/innen ohne Berufsabschluss mit einem Zuschusssatz von 70 Prozent durch den Europäischen Sozialfond erweitert. Neben diesem Angebot sorgt die Handwerkskammer auch dafür, dass der Zuschuss tatsächlich fließt und der Teilnehmer keinen bürokratischen Aufwand mit dieser Kostenentlastung hat. „Fort- und Weiterbildung sind in jedem Alter und jedem Ausbildungsstadium wichtig“, sagt Mehlich. „Häufig nutzt der Handwerker oder Betrieb die erzielten Förderungen nicht, weil die Bürokratie und der Aufwand zu hoch sind. Das machen wir für den Fortbildungsinteressierten. Das Tor für Fortbildungen steht also weit offen und der Eigenanteil wird sehr gering angesichts dieser Bezuschussung“, so Mehlich weiter.

Aktuell

Interessierte melden sich bei Sabrina Witte, Beratung und Information. Telefon: 07 31 / 14 25 71 32 oder E-Mail: s.witte@hwkulm.de