Marbach im Zeichen der Fasnet

Die Vorstandschaft der Fell-Lädsche-Zunft mit ihrem Zunftmeister Fabian Brick (Mitte) und den Fasnetsfiguren. FOTO: GEORG STEINHAUSER
Ein ganzes Dorf ist „närrisch“. Von Freitag, 1. Februar, bis Sonntag, 3. Februar 2019, steht der Ort Marbach ganz im Zeichen der Fasnet. Der Anlaß dazu ist das 40-jährige Bestehen, das die Narrenzunft „Fell-Lädsche“ feiern kann.

MARBACH - Für dieses Jubiläum haben die Zunft und das ganze Ort alles getan, damit drei Tage ein fried- und stimmungsvolles Narrenfeuerwerk im Ort und und im Festzelt an der Kanzacher Straße abgebrannt werden kann. Höhepunkt dabei natürlich der große Narrensprung am Sonntag, der ab 13.30 Uhr aus Richtung Herbertingen durch den Ort über die Kanzacher Straße zum Zelt führt. 76 Zünfte und verschiedene Gruppen, darunter auch Narren aus dem Schwarzwald, der OHA, anderen Narrenbruderschaften und vor allem vom Verband Alb-Bodensee - oberschwäbischer Narrenzünfte, dem die Marbacher „Fell-Lädsche“ angehören, werden dabei durch den närrischen Ort ziehen.

Gründung der Zunft

Die Gründung der Marbacher Narrenzunft geht auf das Jahr 1979 zurück. Wie in kleineren Orten üblich, war die Landjugend oftmals einziger Treffpunkt für die Jugendlichen,wo sie unter sich waren und dabei aber auch zu anderen Gruppen in der Umgebung Kontakt pflegten. Was aber im Ort fehlte, war eine eigenständige Fasnetsgruppe, die sich im Dorf und der fünften Jahreszeit präsentieren und auftreten kann. Das war dann auch die Zelle der Vereinsgründung und die damalige Gruppenleiterin Christa Harsch war „Motor und Antrieb" zugleich, um hier was ins Leben zu rufen. Am 1. Mai 1979 war es dann soweit. Eine Gruppe von 14 Jugendlichen bildete den Stamm der Marbacher Narrenzunft und als erster Narrenchef wurde Christa Harsch gewählt. Josef Baur folgte als Zunftmeister ein Jahr später. Mit so einer kleinen Truppe waren bei Auswärtsumzügen keine Sprünge zu machen und so entschloß man sich einen Hexenwagen zu bauen, was zur damaligen Zeit in den Ortschaften ganz modern war. Der Wagen diente dazu, Umzüge in Herbertingen, Hohentengen und Saulgau zu besuchen.

„Fell-Lädsche - Fell-Lädsche!“ FOTO: NICOLE FRICK
„Fell-Lädsche - Fell-Lädsche!“ 
FOTO: NICOLE FRICK
Als Maske stand damals nur die Figur des „Fell-Lädsche“ zur Verfügung. Die Masken wurden aus Pappmache geformt und auch die Häser wurden selbst herstellt. Nach und Nach stieg die Mitgliederanzahl an und im Jahr 1992 gesellte sich zum „Lädsche" als weitere Fasnetsfigur der „Zibere" mit seiner Frau „Angelina" hinzu. Die Aktivitäten stiegen und seit dem Jahr 1982 wird die Narrenzunft als ein eingetragener Verein geführt. Im Jahr 2005 wurde der Verein als Vollmitglied in den Verband Alb-Bodensee - oberschwäbischer Narrenvereine aufgenommen. 2012 war die Zunft dann komplett. Mit der Narrenmusik „Push itz" verfügt die Zunft nun über eine junge Truppe von Burschen, die in der fünften Jahreszeit richtig „einheizen“.

Wichtig ist der Marbacher Narrenzunft aber vor allem die Hausfasnet. Hier kommen Jung und Alt auf ihre Kosten . Ob Schülerbefreiung, Kinderball, Schnettermarkt, Zunftball - das sind alles feste Bestandteile des Marbacher Narrenvereins, der inzwischen auf 180 Mitglieder angewachsen ist und der von Zunftmeister Fabian Brick angeführt wird. Mit einem dreifachen „Fell - Lädsche“ heißt Marbach, die Narren von Freitag bis Sonntag im Ort zum Feiern und Festen willkommen. Wolfgang Lutz

Gründungsmitglieder

Josef Baur, Elisabeth Obert, Luzia Groß, Bärbel Höberle, Sylvia Häberle, Bernhard Obert junior, Margret Harsch, Christa Hund, Gabi Hund, Gertrud Hund und Marianne Hund, Franz Keck, Maria Obert und Herbert Schobloch.

Grußwort des Zunftmeisters Fabian Brick

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Liebe Narren und Närrinnen, liebe Marbacher!

Anno 1979 wurde unser „Fell-Lädsche“, dank der damaligen Landjugend ins Leben gerufen. In vielen Stunden kreativer Arbeit wurde eine kuriose Gestalt unserer Dorfgeschichte zum Leben erweckt. Basierend auf dem 17.Jahrhundert wurde der „Fell-Lädsche“ zur närrischen Leitfigur unseres Dorfes. Heute in 2019 dürfen wir unser 40-jähriges Jubiläum dieser Narrengeburt feiern. Unzählige Male wurde unser Narrenruf „Fell-Lädsche“ in den Städten und Dörfern im In-und Ausland verbreitet. Unzählige Umzüge bereicherten wir mit unserer düsteren Gestalt aus dem „Buchauer Hau.“

Im Jahre 1992 wurde unsere Zunft dann um zwei weitere Figuren bereichert. Dem „Zibere“ und seiner Frau „Angelina“. Beide Figuren wurden an reelle Marbacher Bürger angelehnt, die durch Ihre kuriosen Lebensweisen in die Marbacher Dorfgeschichte eingeführt wurden. Dieses Paar bereichert seither in 10facher Ausführung ebenfalls unsere Zunft.

Was ist nicht alles geschehen in den vergangenen 40 Jahren. 1999 wurde unsere Zunftstube im Rathaus gebaut. Ein „Elferrats-Häs“ wurde angeschafft. Ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Fasnet, war für uns sicher der Eintritt in den VAN. Anno 2005 wurden wir zum Vollmitglied dieser Vereinigung ernannt. Ein Verband in dem wir ab und versichert sind. Ein Verband in dem man auf befreundete Zünfte trifft, ein Verband unter deren Mantel wir nun unser 2. Narrentreffen feiern und ausrichten. Unsere „Hausfasnet“ entwickelte sich zu einem wahren Publikumsmagnet. Zunftball, Hennaball und Schnettermarkt sind aus unserer Vereinsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Natürlich haben wir 40zig Jahre lang unsere Schüler befreit. Auch der Kindergarten wurde seit 40 Jahren für die „närrische Zeit“ erlöst. Was wäre eine Fasnet, das Leben ohne Musik? Seit Anbeginn werden wir von unserem Musikverein auf Umzügen und in der Hausfasnet begleitet. Seit 2013durften wir offiziell unsere eigene Guggenmusik die „Push Itz“ als Unterabteilung der Narrenzunft zusätzlich begrüßen.

Was wurde in 40 Jahren „Fell-Lädsche-Zunft Marbach e.V.“ nicht alles bewegt. Ein Dorf voller kreativer Köpfe, die in jedem Jahr unsere Zunft bereichern. Denken wir nur an all die vielen Programmpunkte bei unseren Zunftbällen. Natürlich auch an alle fleißigen Helfer, die unsere Veranstaltungen erst durch Ihre vielen Arbeitseinsätze ermöglichen. Ein besonderes Highlight waren „die Ziebere“ für uns und unser Dorf. Mit dem Gewinn des „närrischen Ohrwurms 2015“ wurden unsere Jungs und unsere Zunft quasi zur „Ländleberühmtheit“. Durch ihre vielen Fernsehauftritte brachten Sie unser Dorf und unsere Zunft zu deutschlandweiter Bekanntheit. Mit ihren Liedern eroberten Sie unzählig viele Narren und brachten unsere Narrenzunft in alle Münder. Fast genau zum gleichen Zeitpunkt wurden die „Push Itz“ gegründet. Aus der „Marbacher Fasnetsmusik“ schlossen sich einige junge Musiker zusammen und erobern seither in professioneller Art, die närrischen Bühnen Oberschwabens. Unzählige Anfragen müssen die „Push Itz“ derzeit in jeder Saison bewältigen. Auch in dieser Abteilung der Narrenzunft können wir ein stetes Wachstum vermerken.

Eine besondere Auszeichnung für unsere „Push Itz“ war definitiv die Einladung unseres Ministerpräsidenten Kretschmann, zum „närrischen Staatsempfang“, anno 2017. Nicht zu vergessen ist unsere Musikkapelle. Unter der Leitung von Musikdirektor Anton Merkle ist unser MV Marbach aus der Fasnet nicht wegzudenken. Mit unseren Narrenmärschen bei jeglichem Winterwetter, werden wir seit Anbeginn auf Umzügen begleitet. Auch unser Kinderball wurde jahrzehntelang von unserer Musikkapelle musikalisch umrahmt. Ein großes „närrisches“ Dankeschön!!!

Ja liebe Narren und Närrinnen, liebe Marbacher,
es erfüllt mich mit Stolz, einem solch kreativen Verein vorzustehen. Ein Dorf, das sich in jedem Jahr zur Fasnetszeit wieder neu erfindet. Eine Zunft die nicht stehen bleibt, sondern in der, in jedem Jahr eine Neuerung an-und eingebracht wird. Ein Dorf das durch die vielen kreativen Köpfe pulsiert. Ganz besonders freut es mich zu diesem Jubiläum, dass alle Narrenlieder und Narrenmärsche unseres Dorfes auf CD gepresst werden. Ein ganz altes Narrenlied unseres verstorbenen Mitglieds Eugen Wiedergrün, konnte nach unzähligen Stunden der Suche, endlich gefunden und bearbeitet werden. Ebenfalls ein Kulturgut unserer Zunft, das nicht verloren gehen darf.

Was wünscht sich ein Zunftmeister für seine Zunft? Weiterhin kreative Köpfe und weiterhin viele „Lädsche“. Was wäre eine Narrenzunft ohne Narren? Gerade in diesem Jahr möchte ich Euch wieder auffordern: „Kommat raus auf d´Gass, so macht dia Fasnet richtig Spass!“ Tragt unsere Narrenfigur weiterhin die nächsten 40 Jahre durch Welt, lasst unseren Narrenruf weiterhin erklingen!

Unser Jubiläumstreffen steht vor der Tür. Unzählige Zünfte werden durch unsere Straßen und Gassen springen. Ein buntes Programm wartet auf uns an diesem 1. Wochenende im Februar. Für die große Zahl an Helfern möchte ich mich bereits jetzt schon im Voraus bedanken. Ohne den Einsatz jedes Einzelnen könnten wir kein solches Event auf die Beine stellen. Bei allen Anwohnern möchte ich mich im Vorfeld schon für die Lärmbelästigung entschuldigen. Wer am 1.-3.Februar nicht schlafen kann, der soll einfach direkt ins Zelt kommen und unseren Geburtstag mit uns feiern. Die Sicherheit steht an einem solchen Treffen natürlich immer im Vordergrund. Wir werden alle Sicherheitsbestimmungen natürlich befolgen und hoffen auf ein unfallfreies Treffen 2019.

Auf ein friedliches Jubiläumstreffen, auf die schöne närrische Zeit!
Ein dreifaches: „Fell-Lädsche“
Euer Zunftmeister Fabian Brick

Narrenmesse

Am Sonntag, 3. Februar, um 8.44 Uhr, ergeht herzliche Einladung zur „Messe mit den Narren" in der St. Nikolauskirche Marbach.

Die Feier wird musikalisch mitgestaltet durch die Gruppe „Sunrise" aus Ertingen.

Grußwort des Schirmherren Bürgermeister Magnus Hoppe

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Hochverehrte Narrenschar,
liebe Freunde der Marbacher Fasnet und des VAN,

40 Jahre Narrenzunft „Fell-Lädsche“ Marbach – dies ist wahrlich ein Grund zum Feiern! Da trifft es sich gut, dass aus diesem Anlass das große Freundschaftstreffen des VAN ebenfalls zu diesem Anlass in Marbach stattfindet.

Die ganze Ortschaft wird auf den Beinen sein, um ein für alle Seiten unvergessliches Fest zu gestalten. In einem bekannten Marbacher Fasnetsschlager heißt es: „Do duat ma schonkla, senga, lacha“ – sicherlich bietet sich hierzu am Festwochenende sowohl beim „Guggaflash“ oder der großen Party am Samstagabend und vor allem am Festumzug am Sonntag ausreichend Gelegenheit.

Gleichzeitig pflegen die tausenden von Hästrägern ein Brauchtum, welches tief in unserer Region verwurzelt ist und den Menschen, die hier leben, Heimat und Identität gibt. In einer immer weiter globalisierten Welt ist dies ein unschätzbar wertvolles Gut!

Daher darf ich an dieser Stelle allen Helferinnen und Helfern, die in irgendeiner Weise zum Gelingen des Festes beitragen, bereits heute meinen herzlichsten Dank als Bürgermeister der Gemeinde Herbertingen und Schirmherr des diesjährigen VAN-Freundschaftstreffens aussprechen. Ich wünsche der Veranstaltung einen guten und unfallfreien Verlauf, und danke den Organisatoren für die professionelle Vorbereitung.

Abschließend darf ich der Narrenzunft Marbach zu ihrem 40-jährigen Bestehen, auch im Namen des Gemeinderates und der Ortschaft, herzlichst gratulieren! Mögen wir noch viele Stunden gemeinsam in der Fasnet verbringen und uns noch lange an das VAN-Freundschaftstreffen 2019 in Marbach erinnern!

Eine glückselige Fasnet mit einem dreifachen „Fell-Lädsche!“ wünscht Ihnen

Ihr Magnus Hoppe, Bürgermeister

Die Zunftmeister

Christa Hund, 1980 - 1981; Josef Baur, 1981 - 1990; Georg Hund, 1990 - 1992; Rolf Neuburger, 1992 - 1994; Georg Hund, 1994 - 1998; Ute Neuburger, 1998 - 2004; Melanie Sinz, 2004 - 2014; Gerd Heinzelmann, 2014 - 2018 und Fabian Brick, ab 2018.

Grußwort des VAN-Präsidenten Siegfried Burgermeister

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40 Jahre Narrenzunft Marbach

Liebe Närrinnen und Narren der Narrenzunft Marbach,
liebe Ehrengäste, Besucher und Freunde unserer Fasnet,

das Präsidium des Verbandes Alb-Bodensee-oberschwäbischer Narrenvereine e.V. und ihre Mitgliedszünfte gratulieren der Narrenzunft Marbach ganz herzlich zu ihrem 40-jährigen Jubiläum mit einem kräftigen „Fell-Lädsche“.

Mit dem Fell-Lädsche, dem Zibere und seiner Angelina sind hier Narrenfiguren zu Hause, die niemand in unserem Verband mehr missen möchte. Ich will aber auch die Marbacher Musik Push-Its nicht vergessen, die immer für die nötige Stimmung sorgt. Auch die Auftritte beim „Närrischen Ohrwurm“ sind legendär.

Ihr Jubiläum wollen die „Marbener“ gebührend feiern und den Besuchern unser schönes Brauchtum nahebringen. 40 Jahre sind zwar noch keine all zu lange Zeit, aber dennoch reicht sie aus um Traditionen aufzubauen. Dies hat die Narrenzunft Marbach zu unserer Zufriedenheit in die Tat umgesetzt und bis heute gepflegt.

Werner Metzger hat es einmal treffend formuliert.

Vom Kommen der Einen und vom Gehen der Anderen lebt die Geschichte, und aus dem, was die Gehenden an die Kommenden weitergeben, entsteht Tradition. Hier gilt ein besonderer Dank allen Familienkreisen, die Ihren Kindern bis heute unser heimatliches Brauchtum nahegebracht haben.

Hoffen wir, dass sich in dieser Richtung auch in Zukunft alles positiv entwickeln wird. Ich habe mit Freude festgestellt, dass die Marbacher Närrinnen und Narren ihr Jubiläum bestens organisiert haben, und alles tun werden, um ihre Besucher zufrieden zu stellen. Das Präsidium des VAN und ich wünschen der Narrenzunft Marbach ein gelungenes Narrenfest mit gutem Wetter, und für die Zukunft alles Gute zum Wohle ihrer Zunft und unserer schönen Fasnet.

Ich grüße sie mit dem Narrenruf des VAN

NARRI - NARRO

Siegfried Burgermeister
Präsident des Verbandes Alb-Bodensee - oberschwäbischer Narrenvereine e. V.


Grußwort des Ortsvorstehers Dr. Bernhard Obert

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„Es liegt etwas Besonderes in der Marbacher Luft“

Die Narren sind schon das ganze Jahr über so ungewöhnlich umtriebig. Unsere Narrenzunft hat etwas Großes vor. Die Vorbereitungen auf das VAN Freundschaftstreffen, das unsere Narrenzunft anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums ausrichtet, sind in vollem Gange. Das Programm steht, das große Festzelt ist bestellt, Trinken und Essen sind gesichert, die Narrenzünfteeingeladen und die Genehmigungen beantragt. Der Rest der fehlt wird einfach improvisiert. Es ist nicht mehr lange und der Startschuss kann abgefeuert werden. Das junge Team um den Vorstand Fabian Brick legt ein enormes Engagement an den Tag um eine solche Fülle verschiedener Veranstaltungen zu bewältigen. Allen Respekt vor dem Mut ein solches Mammutprogramm in Angriff zu nehmen.

Marbach wird mit seinen „Fell-Lädsche“, den „Zibere und Angelina“ und der Stimmungstruppe „Push Itz“ vom 1. bis 3. Februar 2019 einen mehrtägigen Ausnahmezustand im Dorf erleben. Die Narren werden unser Dorf regieren. Aber davor ist uns nicht bange, es gibt schlechtere Regierungen. Die ganze Dorfgemeinschaft mit seinen Vereinen ist in das Spektakel mit eingebunden und wird Marbach von seiner besten Seite präsentieren. Den vielen Mitwirkenden dafür meinen herzlichen Dank.

Alle Gäste heiße ich herzlich willkommen und wünsche ihnen schöne und vergnügliche Tage und Nächte bei den Jubiläumsveranstaltungen in Marbach. Nutzen Sie die Möglichkeit unser Dorf von seiner närrischen Seite kennenzulernen.

Als Ortsvorsteher und Gründungsmitglied der Narrenzunft freue ich mich auf das Jubiläum und wünsche den Narren mit einem dreifachen „Fell-Lädsche“ ein erfolgreiches und unfallfreies Närrisches Treiben mit vielen Gästen und tollen Begegnungen.

Dr. Bernhard Obert, Ortsvorsteher

Push itz

Die Marbacher Fasnetsmusik „Push itz
Die Marbacher Fasnetsmusik „Push itz" in Aktion. FOTO: STEINHAUSER
Nicht mehr wegzudenken aus der Marbacher Fasnet sind die „Push itz“, die für die richtige Musik im Ort und in der ganzen Umgebung sorgen. Machte man sich schon in früheren Jahren Gedanken, wie und wo man mit der „Marbacher Fasnetsmusik“ auftreten kann, wurde das im Jahr 2011 in die Tat umgesetzt und seit 2012 ist die Truppe als weitere Fasnetsfigur in die Narrenzunft integriert. Ihre Overalls in Air Force Optik, dazu die „Hundemarke“ am Hals, das weiße Unterhemd und die Sonnenbrille wurden gleich zu ihrem unvergleichlichen Häs. Dazu kam dann der Name „Push itz“, wobei niemand so richtig weiß, wovon er sich ableitet. Das Ziel der heute 30 jungen Burschen war von Anfang an zusammen Party machen, was sie Jahr für Jahr eindrucksvoll demonstrieren. Inzwischen werden pro Saison 20 bis 25 Auftritte absolviert, bei welchen die Musiker auch durch Freunde aus Herbertingen, Ertingen, Binzwangen und Braunenweiler verstärkt werden. Ihr Genre schwankt zwischen Lumpen- und Guggenmusik. „Fasnetsmusik" trifft die Beschreibung am Besten.

An musikalischer Front steht Andreas Harsch und gemanagt wird die Truppe von Steffen Heinzelmann. Für ihr großes Repertoire ist Marc Lutz verantwortlich. Dabei stehen bei den Jungs vor allem Party und Spaß im Vordergrund, ganz nach ihrem Motto: „Anders - aber geil". Sie sind natürlich mit dabei, wenn am morgigen Freitag Abend der Guggaflash im Zelt steigt. (wl)

Guggäflash

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Los geht die Fasnets-Party am morgigen Freitag Abend, wo vor allem das Guggaflash - Monsterkonzert im Zelt die Wände zum Wackeln bringt. Doch zuerst formieren sich die zehn Gugga-Musiken im Ortskern beim Narrenbaum, der um 20 Uhr gestellt wird. Danach zieht ein riesiger Guggenmusik-Fackelzug durch Marbach Richtung Zelt an der Kanzacher Straße. Über 400 Musiker aus zehn verschiedenen Gruppen und dem ganzen Oberland sorgen anschließend dafür, dass die „Wände wackeln“. Alle Gruppen werden sich auf der in der Zeltmitte aufgebauten Bühne präsentieren und mit einem Monsterkonzert auf die Pauke hauen. Ein Spektakel der Extraklasse.

Mit dabei an diesem Abend: Push itz - Marbach, Spots - Otterswang; Xälzbära - Dürnau; Fanfarenzug - Hundersingen; Moskitos - Heudorf; O-town Gugge - Otterswang/ Pfd; Rambassler - Unterwaldhausen; Prässsäck - Fronhofen; Konde - Reichenbach; Schnättermusik - Illmensee. Danach ist Fasnetsparty mit DJ Beats angesagt.

Marbach rockt am Samstag
Heiß - heißer, so wird es dann im Fasnetsempel am Samstag angesagt, wenn es heißt: „Coyote Ugly - the most famous bar on the planet - Live on tour". Ja die Mädels aus Kölle werden auf der 120 Meter langen Theke nicht nur für „scharfe Getränke" sorgen, vielmehr sind sie allein schon ein Hingucker, und die Coyote Girls werden die Theke zum Glühen bringen.

Doch damit nicht genug. „Rock meets Fasnet" geht Schlag auf Schlag weiter. Frisch vom Ballermann eingeflogen, sorgt Stargast „tobee" mit seinen aktuellen Hits für Party pur. Ob „Der Bass muß f***", "Helikopter 117" oder auch „Can you english please", sind unter anderem Ohrwürmer, die er im „Oberbayern" auf Malorca schmettert.

Erfolg

Die „Zibere" schreiben Fasnets-Erfolgsgeschichte. Ein besonderes Highlight bildete jahrelang das Gesangsduo „Zibere" von der Marbacher Narrenzunft. Hermann Madlener und Marc Lutz sorgten nicht nur im Dorf mit ihren Auftritten für Furore. Mit ihrem überragenden Sieg beim „Närrischen Ohrwurm" im Jahr 2015 waren die zwei Jungs über Nacht in aller Munde, denn nicht zuletzt durch ihre Auftritte in Funk und Fernsehen, errangen das Dorf und die Narrenzunft Marbach „Länderberühmtheit", wie es Zunftmeister Fabian Brick nennt. Viele Lieder und Auftritte von ihnen sind und bleiben unvergessen.

Zibere und Angelina

Zibere und Angelina
Zibere und Angelina
Zur Marbacher Hauptfigur in der Fasnet, dem "Fell-Lädsche", gesellte sich im Jahr 1992 der "Zibere" mit seiner Frau "Angelina" hinzu. Dieses typisch kleinhäuslerische Paar schlug sich mehr recht als schlecht durch das Leben, wobei der Zibere, der eigentlich auf den Namen Tiber Baur getauft war, den Lebensunterhalt als Tagelöhner bestritt. Er war ein gutmütiger aber dennoch etwas arbeitsscheuer Zeitgenosse, aber den leiblichen Genüssen sehr wohl angetan. Dabei war es ihm anscheinend egal, was auf dem Speisezettel der Frau stand. Er war kein Kostverächter und da landeten bei ihm schon mal Hunde, Katzen und verendete Schweine auf dem Teller. Reichlich essen und seinen Ruhesitz auf dem Sofa nur selten verlassen, war eher sein Motto. Als ihn seine Frau Angelina aber zum Kartoffelsetzen aufs Feld schickte, kam wieder einmal seine Faulheit um Vorschein. Er grub ein Loch und verbuddelte alle Kartoffeln darin, um dann wieder flugs am heimischen Herd und auf dem Sofa zu landen. Die Masken der beiden zeigen einen verschmitzten Zibere mit langen zotteligen Haaren, einer grünen Filzjuppe und braunen, weiten Hosen mit Gamaschen. Angelina hat ein Kopftuch auf, darunter eine rotgestreifte Bluse und einen Leinenschurz mit dörflichen Szenen umgebunden. Dazu ein Weidenkorb, für die Arbeit im Garten und auf dem Feld.

Auf CD

Das 40-jährige Vereinsbestehen hat die Fell-Lädsche-Zunft Marbach auch zum Anlass genommen, alles, was an Liedern und Musik für die Narren geschrieben und komponiert wurde, auf CD zu brennen. Dabei ist die Zunft nun in der glücklichen Lage, zum einen einen Narrenmarsch zu haben, der einen großen Wiedererkennungswert besitzt und für alle Marbacher Narrenfiguren weitere Kompositionen zur Verfügung stehen. So unter anderem mit dem Zibere- Marsch und auch mit dem Lädsche-Walzer. Zudem wurden noch ein Fell-Lädsche- und ein Narrenlied auf der CD verewigt, damit ist die gesamte Marbacher Narrenmusik auf einem Tonträger gesichert. Zusammen mit einem profesionellen Tonstudio wurden alle Kompositionen durch die Musikkapelle Marbach eingespielt und von ein paar Marbachern auch der Gesangspart dazu geliefert. Am Jubiläums- und Brauchtumsball am 16. Februar wird die CD vorgestellt und kann ab diesem Tag käuflich erworben werden.

Der Fell-Lädsche

Der Fell-Lädsche FOTOS (2): STEINHAUSER
Der Fell-Lädsche 
FOTOS (2): STEINHAUSER
Der Legende nach herrschte im 17. Jahrhundert großer Mangel an Holz, was die Herrschaftsbauern dazu bewog, ihre Grundherren dazu zu bewegen, ihnen welches zu gaben. Dabei gab es immer wieder Streitereien zwischen der Grafschaft Scheer und dem Stift Buchau über den Marbacher Waldbesitz.

Auf jeden Fall wurde zu damaliger Zeit Holz gestohlen, „wie die Raben", auch von Auswärtigen. So sollen sich auch drei wackere Burschen nach deftiger Einkehr Richtung Buchauer Hau gemacht haben, um sich mit Brennholz einzudecken, natürlich umsonst. Dabei haben sie eine seltsame Gestalt beobachtet, die eigenartig gekleidet und überdies mit viel Fell bedeckt war. Dies war auch eine Beobachtung des Dorfbürgermeisters, der ebenfalls beim Holzstehlen erwischt wurde, aber von der seltsamen Gestalt berichten konnte.

Dies wurde dann von der Narrenzuft zum Anlass genommen, eine solche Fasnetsfigur daraus zu kreieren, den "Fell-Lädsche". So umhüllt ein rotes Tuch seine Maske, die beide mit Fellen bedeckt sind und eine rot-braune Jacke und braune Hose passen typisch für diesen Waldschratt als Tarnung.

Haus-Fasnet wird groß geschrieben

Die Lumpenkapelle Ingerkingen zeigte letztes Jahr beim Baumstamm-Werfen,
Die Lumpenkapelle Ingerkingen zeigte letztes Jahr beim Baumstamm-Werfen, "Wo d'r Bartel den Most holt". FOTO:LUTZ
Nicht nur im Jubiläumsjahr ist es der Marbacher Narrenzunft ein großes Anliegen, sich um die Hausfasnet im Ort zu kümmern. Hier soll von ganz Klein bis Groß allen bedacht werden, um eine schöne Fasnet zu erleben.

MARBACH - Dabei ragen zwei Veranstaltungen besonders heraus, die fester Bestandteil der Marbacher Fasnet sind und von der Fell-Lädsche-Zunft bestritten werden. Als Auftakt steht immer der Zunftball in der Schulturnhalle, der in diesem Jahr am Samstag, 16. Februar, stattfindet und ganz auf die 40 Jahre Narrenzunft zugeschnitten ist. 40 Jahre Narrenzunft - das muß gefeiert werden und zwar unter dem Motto: „Jubiläumsund Brauchtumsball“.

„Hochsaison“ haben die Narren natürlich ab dem „Gompiga Donnschtig". Los geht es dabei mit der Schülerbefreiung - leider zum letzten Mal an der Grundschule. Aber auch die Kindergartenkinder freuen sich, wenn die Narren zu Besuch kommen und mit ihnen zusammen den Kinder-Narrenbaum stellen und danach die Kinder-Olympiade starten. Ab 12 Uhr ist die ganze Bevölkerung zum Mittagessen in die Schulturnhalle eingeladen. Dann wird die im Dorf die Fasnet offiziell verkündet und ab 13.30 Uhr steigt in der Schulturnhalle der Kinderball. Ab 19 Uhr lädt die Zunft dann zum „Hanna-Ball" in die Zunftstube ein.

Auch heuer findet am Fasnets-Samstag der traditionelle Schnettermarkt im Hof Heinzelmann statt..
Auch heuer findet am Fasnets-Samstag der traditionelle Schnettermarkt im Hof Heinzelmann statt..
Schnettermarkt dieses Jahr mit Gugga flash

Am Fasnets-Freitag lassen es sich die Narren etwas ruhiger angehen. Hier ziehen sie durchs Dorf zur Getreide-, Münzen- und Scheinesammlung. Ganz nach dem Motto: „Wir freuen uns über jeden Schein, sagen aber zu einem Schnäpsle oder Fasnetsküchle auch nicht nein“. Schon traditionell bei den Fell-Lädsche dann der „Großkampf-Tag“ am Fasnets-Samstag: Ab 11.11 Uhr geht es wie jedes Jahr im Hof Heinzelmann rund, denn der Schnettermarkt ist fester Bestandteil der Ortsfasnet. Alle Marbacher Vereine sind dabei, sorgen sich mit verschiedenen Spezialitäten um das Wohl der Gäste. Ob Dinnete, Spare Rips, Rote, Kartoffeln oder Currywurst, dazu natürlich wieder die allseits beliebte Wurstsuppe, es mangelt an nichts.

Traditionell bildet das Zunftballett mit ihrer Leiterin Hedwig Kugler jedes Jahr den Schluß beim Zunftball. FOTOS:WOLFGANG LUTZ
Traditionell bildet das Zunftballett mit ihrer Leiterin Hedwig Kugler jedes Jahr den Schluß beim Zunftball. FOTOS:WOLFGANG LUTZ
Ab 12 Uhr ziehen dann die „Push Itz" durch den Markt und um 13 Uhr darf man wieder gespannt sein, wer zum Obernarr für ein Jahr gekürt wird. Danach legen die „Konde" aus Reichenbach wieder los und man darf sich jetzt schon über den anschließenden Überraschungs-Guggen-Act freuen, den die Narren angekündigt haben. Natürlich gibst es wieder tolle Spiele für Groß und Klein, dazu das Kinderschminken und wer noch was gewinnen will, was er vielleicht gar nicht braucht, der zieht einfach bei der Tombola ein Los. Waren letztes Jahr das „Wurtsuppen-Schlecken" und das „Baumstamm-Werfen“ der Renner, darf man gespannt sein, was die Verantwortlichen der Zunft bei den Spielen wieder vorbereitet haben. Wenn die letzte Wurstbude abgeräumt ist und „Klausi" wieder einen sauberen Hof hat, geht's munter weiter, denn in der Kuhstallbar nebenan ist Party angesagt. Ist am Fasnets-Dienstag die Hex verbrennt und der Baum gefällt sind, geht es zum Kehraus in die Zunftstube. Wer Glück hat, kann den Narrenbaum ersteigern und ein paar Meter Anfeuerholz mit nach Hause nehmen. Wolfgang Lutz

Umzugsfolge

1 MV Marbach
2 Fell – Lädsche Zunft Marbach e.V.
3 Kindergarten „Sternschnuppe“ Marbach
4 NV „Zenka-Rälle“ Moosheim e.V.
5 MV Moosheim
6 NV „Rote Nähre“ Braunenweiler e.V.
7 NV Oggelshausen „Seeschrättala“ e.V.
8 NZ Stafflangen e.V.
9 LK Bruddler
10 Talbachhexen VS-Marbach e.V.
11 Nz „Ried- Graddla“ Ummendorf e.V.
12 NZ Ingerkingen e.V. mit Lombakabell
13 NV Ebersbach – Musbach e.V.
14 NV Hochberg e.V.
15 NZ Friedberg Burgstallknechte e.V.
16 Blechrebellen
17 Heimat- u. Narrenverein Völlkofen e.V.
18 NV Hosskirch e.V.
19 Krähbach-Narren Fulgenstadt e.V.
20 Heimat,-Freizeit-u. Narrenverein Ölkofen e.V. mit Musikverein
21 NZ Deiflsweiber-Alleshausen e.V.
22 NZ Waldhex Osterhofen – Hittelkofen e.V.
23 Berittener Fanfarenzug Saulgau e.V.
24 NV Olzreute e.V.
25 Burgzunft Hammereisenbach e.V.
26 NV Reichenbach e.V.
27 Konde Reichenbach
28 FHN Eichen e.V.
29 HNV Bolstern e.V.
30 NV Hohentengen – Beizkofen e.V.
31 NV Königseggwald e.V.
32 NV Schloßberg – Hexa Oberstadion e.V.
33 NV Stoinabacher Bobbele e.V.
34 NV Reute – Rindenmoos e.V.
35 NZ Herbertingen e.V. mit Spielmannszug
36 Bräutelzunft Scheer e.V. mit Stadtkapelle und Fanfarenzug Scheer
37 NZ Altshausen e.V. mit Sulgemer Löchligugger e.V.
38 Narrenvereinigung Bergnarren Hundersingen-Beuren e.V.
39 FZ Hundersingen e.V.
40 Narren- u. Brauchtumsgruppe Ritter-Schreck Mieterkingen e.V.
41 NZ Gloggasäger Ertingen e.V.
42 Matt´s Rössle
43 Biberzunft Andelfingen e.V. mit Musikverein
44 Plätzlerzunft Altdorf-Weingarten 1348 e.V. LK Urbach´l
45 NV „Bachbahner“ Zwiefaltendorf e.V.
46 NZ „Schäf“ Pfronstetten e.V. mit Schalmeien-Kapelle
47 NV „Heckaschlupfer“ Waldhausen e.V.
48 NV Wilsingen e.V. mit Lumpenkapelle
49 NV Gomba – Deifl e.V. Indel-/Anhausen
50 NV Oberstetten e.V. mit Lombakapell
51 NZ „Gai-Hexen“ Binzwangen e.V.
52 NZ Moorochs e.V. Bad Buchau Xälzbära
53 Freizeit- u. Narrenverein Haid-Bogenweiler-Siessen e.V.
54 NZ Stoischweizer e.V. mit Guggenmusik
55 NZ Bad Schussenried e.V. 1949
56 Spots Otterswang
57 Heimat-Narrenverein und Spielmannszug Bremen e.V.
58 NV Wasenstecher Riedhausen e.V.
59 Rambassler
60 Freizeit-Heimat u. Brauchtumsverein Ursendorf e.V.
61 NV „Burgwichtel“ Schwandorf e.V.
62 Mengener Narrenzunft e.V. mit Mengener Hexenmusik
63 Burghexen Schwandorf e.V.
64 NV Mühlhofen 1924 e.V. mit Musikverein
65 BNV Bierstetten e.V.
66 Betzinger Krautskräga 1980 e.V.
67 Fasnetsverein Lauterach e.V.
68 NV Bavendorf e.V.
69 Dorauszunft Saulgau e.V. 1355 mit Jugendspielmannszug
70 NZ „Rälle“ Zwiefalten e.V. mit Musikverein und Fanfarenzug Zwiefalten
71 NZ Sattelbach City e.V.
72 Zaunhölzlezunft Krauchenwies e.V. mit Fanfarenzug
73 NZ Pfärrenbach e.V.
74 NZ Blockstrecker Daugendorf e.V.
75 NV Hasenweiler e.V.
76 NZ Feuerhexen Bad Buchau e.V. mit Schalmeien-Kapelle