Fasnetseröffnung - Narrenzunft Obermarchtal

Am Nachmittag lassen die Obermarchtaler Narren ihren Narrenbaum aufstellen und am Abend führt der Schlossgeist den Umzug an.
Wenn am Samstag, 2. Februar, laute „Narri-Narro“-Rufe durch Obermarchtal schallen, dann ist es wieder soweit: Der Obermarchtaler Schlossgeist und in seinem Gefolge Narrenräte, Turmfratzen, Fledermäuse, Klosterklemmer und Hexen vom Stoi rüsten sich für die Fasnetsaison. Narrenmesse, Narrenbaumstellen, Schloßgeistsuche, Henkersmahlzeit und Umzug stehen auf dem närrischen Programm.

OBERMARCHTAL – Am Beginn des närrischen Spektakels steht in Obermarchtal traditionell um 15 Uhr die „Messe von Narren und für Narren“ im Münster, die Pfarrer Gianfranco Loi zelebrieren wird. Gute Tradition ist auch der Narrenchor, in dem überwiegend Mitglieder der Obermarchtaler Zunft singen und der in diesem Jahr eine Überraschung, insbesondere für Pfarrer Loi , vorbereitet hat.

Nach der Messe wird gegen 16.30 Uhr der Narrenbaum auf dem Marktplatz aufgestellt.

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Wie gewohnt werden sich die Obermarchtaler Narren und Obernarren dabei die Finger nicht schmutzig machen. In diesem Jahr wird die „Königlich württembergische Lomba Kapell Großengstingen“ die schweißtreibende Arbeit übernehmen und den Narrenbaum, musikalisch unterstützt von der heimischen Musikkapelle, in die Senkrechte bringen. Wenn der große Baum steht, wird wieder der Kinder-Narrenbaum am Kindergarten aufgestellt.

Während sich Obermarchtals Zunftmeister Florian Siegle danach mit den Obernarren der Gastzünfte des späteren Umzugs zum Zunftmeisterempfang im „Saal über dem Museum“ trifft, gibt’s für „normale Narren“ die traditionelle Obermarchtaler Henkersmahlzeit in der Turn- und Festhalle.

Beim Empfang der Zunftmeister halte Bürgermeister Martin Krämer seine erste Narren-Ansprache, sagt Florian Siegle. Und der Zunftmeister gibt sich gnädig: „Da er noch in der Einarbeitungsphase ist, ist Schwäbisch für ihn heuer noch keine Pflicht“. Bereits im Vorfeld haben die beiden „Zunftköche“ Lothar Gaupp und Dieter Löffler wieder mehrere hundert Portionen „Gröschts“ gekocht, die zur Henkersmahlzeit in der Turn- und Festhalle kostenlos an die Besucher ausgegeben werden.

So gestärkt können sich Obernarren, Narren und Zuschauer um 19 Uhr der „Schlossgeistsuche“, als nächstem närrischen Akt der Obermarchtaler Fasnetseröffnung, zuwenden. Ausgerüstet mit Fackeln werden Narrenräte ins Kloster marschieren, um sich in den Klostermauern wieder auf die nächtliche Suche nach dem Schlossgeist zu machen.

Wenn der Obermarchtaler Obernarr gefunden ist, wird er mit den Narren und unter den Klängen des Fanfarenzugs Obermarchtal zum Rathaus ziehen, um vom Bürgermeister die Übergabe der Rathausschlüssel zu fordern. Bis zur Verurteilung des Schlossgeistes am Fasnetsmontag regieren dann in Obermarchtal die Narren. Und kaum, dass „das Regiment über Marchtal“ übernommen ist, rüsten sich „dr Schlossgeist“ und in seinem Gefolge Narrenräte, Turmfratzen, Fledermäuse, Klosterklemmer und Hexen vom Stoi für den anschließenden Umzug durch das Dorf.

Vom Marktplatz wird der närrische Gaudiwurm über den Stangenberg und „am Kreuz vorbei“ zur Turn- und Festhalle ziehen. Angeführt von der Obermarchtaler Musikkapelle marschieren die Gastgeber mit dem Schlossgeist und dem soeben eroberten Rathausschlüssel voran. Dann folgen 24 Gastzünfte und sieben Musikgruppen.

Mit dabei sind Schopfboale und Altlacha-Hexa aus Untermarchtal, Durahexa und Fetzasprenger aus Emerkingen, die Trommgesellenzunft und die Spittlnarren aus Munderkingen, Schnegga und Bära aus Lauterach, Wenk’l-Fratza aus Oberstadion und Gausweiber aus Unterstadion. Die Zigeunerzunft aus Allmendingen gibt sich in Obermarchtal genauso die närrische Ehre, wie „Häfele Hoi“-Narren aus Schelklingen, Bürgeleshexa aus Kirchen, Deich-Uschla aus Granheim, Tschembala, Druden und Eschengeister. Aus Schwenningen reisen die „Ziegel-Buben“ an, aus Neuhausen kommen „Egelsee-Geister“ und auch „d’Schatzräuber vom Waldegg“ geben in Obermarchtal ihre närrische Visitenkarte ab.

Wenn das nächtliche Spektakel in den Obermarchtaler Straßen und Gassen vorbei ist, geht das Marchtaler Narrenfest aber auf der „närrischen Feiermeile“ weiter. In Partyzelten, Besenwirtschaften, Garagen- Bars, dem Schlager- Zelt, Vereinsheimen, Lokalen und in der Halle kann dann ausgiebig die Obermarchtaler Fasnet gefeiert werden. Karl-Heinz Burghart

Infos

Alle Informationen zu den Fasnetsterminen der Obermarchtaler Narren sind im Internet zu finden unter www.narrenzunft-obermarchtal.de.