Allmendinger Nachtumzug

Kesslertreiber (Foto) und Zigeuner werden den Allmendinger Nachtumzug anführen. FOTO: BURGHART
Wenn’s wieder durch die Straßen schallt: „Zigeiner, Zigeiner, Zigeiner send au Leit ond wenn Zigeiner Fasnet hend, dann isch de narred Zeit", dann steigt in Allmendingen der traditionelle Nachtumzug. Am Samstag, 26. Januar, ist es ab 18 Uhr wieder soweit.

ALLMENDINGEN – Wenn in Allmendingen der traditionelle Nachtumzug der Zigeuner und Kesslertreiber auf dem närrischen Programm steht, wollen sich zahlreiche Narren aus der nahen und weiten Region dieses nächtliche Spektakel nicht entgehen lassen. Am Samstag, 26. Januar, werden Narren und närrische Musiker in 85 Gruppen ab 18 Uhr durch das Dorf ziehen und Allmendingen wieder in ein feierndes Narrennest verwandeln. Bevor der abendliche Spuk die Allmendinger Straßen unsicher macht, treffen sich die Obernarren am Nachmittag um 14 Uhr im Musikerheim zum obligatorischen Zunftmeisterempfang, um sich bei launigen Reden und einem Vesper auf den Nachtumzug einzustimmen. Pünktlich um 18 Uhr wird sich dann der bunte Gaudiwurm aus Hexen, Geistern, Dämonen und vielen weiteren Fasnetsgestalten in Bewegung setzen und an den zahlreichen Zuschauern vorbeiziehen.

Angeführt wird der Nachtumzug traditionell von der gastgebenden Zigeunergruppe samt ihrer Zigeunerkapelle und den Kesslertreibern. Dann folgt die riesige Narrenschar aus mehr als 80 Gastzünften. Mit dabei ist die Ehinger Narrenzunft „Spritzamuck“ und aus der hiesigen Region geben sich das Bergemer Galgenmale, Wallental-Hexen aus Öpfingen, die Kirchener Bürgeleshexen, Ehinger Spittl-Goischdr, Schandgrabahupfer, Nesselweiber, Stoiböck, Riaddeiffl, Hetza-Hexa, Höllgraba-Hexa und Bärenjäger die närrische Ehre. Mit „Häfele Hoi“ werden die Schelklinger Narren die Zuschauer grüßen und den krönenden Abschluss des Nachtumzug bildet das Fanfarenschiff der gastgebenden Allmendinger Narrenzunft.

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Neben den bekannten Narrengruppen aus der Region werden im Allmendinger Nachtumzug auch wieder viele närrische Gäste sein, die in der hiesigen Fasnetslandschaft eher selten zu sehen sind. So werden Gischbl-Weiber aus St. Johann, Sauhag-Wächter aus Neuhausen, Pfingstlümmel aus Hohenstadt, Saubach-Deifl aus Nürtingen und Radschellen-Schläger aus Donzdorf an den nächtlichen Besuchern vorbeiziehen.

Während des nächtlichen Narrentreibens dürfen die Zuschauer mit akrobatischen Besenpyramiden, aber auch mit mancher Süßigkeit aus Narrenhänden rechnen. Zudem werden neben der heimischen Zigeunerkapelle auch Fanfarenzüge, Schalmeiengruppen und Spielmänner für die notwendige Musik und für ausgelassene Stimmung sorgen. Und entlang des Umzugswegs sorgen viele Stände für die Verpflegung des närrischen Volkes. Nach dem Nachtumzug geht das Narrenfest mit buntem Narrentreiben in den Allmendinger Straßen sowie im großen Partybereich in der Turn- und Festhalle und im Zelt weiter. Dort steht eine Megabar und DJ Philhouse wird mit seinen Scheiben für ausgelassene Partystimmung sorgen. Außerdem wartet wieder ein großes Imbisszelt auf alle Hungrigen.

„Wer bereits seinen Eintritt für den Umzug bezahlt hat, muss für den Partybereich nicht nochmal zahlen“, betonen die Allmendinger Narren. „Und alle 16- und 17-Jährigen dürfen nur mit Partypass in den Partybereich“.

Auch in diesem Jahr werden zum Nachtumzug wieder Shuttlebusse auf zwei Linien im Einsatz sein. Ab 21.30 Uhr gibt’s auf beiden Linien mehrere Möglichkeiten zur Heimfahrt. Die letzten Busse werden um 2.45 Uhr an der Allmendinger Schule abfahren. Die Fahrt mit dem Fasnetsbus kostet zwei Euro pro Person und Fahrt. KH Burghart