Diakonie Pfingstweid: Einweihung des neuen Wohnhauses in Tettnang

Modern und barrierefrei - so sieht das neue Gebäude der Diakonie Pfingstweid in der Tettnanger Weinstraße 5 aus.
Die Diakonie Pfingstweid feiert am Freitag, 18. Januar, ab 13 Uhr die festliche Einweihung des neuen Wohngebäudes für Menschen mit Behinderung in der Weinstraße 5 in Tettnang. Der Neubau bietet Platz für 17 Menschen mit Behinderung, die selbstbestimmt und zum großen Teil unabhängig in der Weinstraße leben.

TETTNANG - Die Idee der Diakonie Pfingstweid hinter dem Wohnkonzept in der Weinstraße überzeugt: Die Bewohner leben selbstbestimmt und tragen Mitverantwortung für die Gestaltung ihres Zuhauses. Die Klienten haben zwar eine geistige und/oder körperliche Behinderung, sind aber mobil und können einer Arbeit nachgehen. Daher ist ein Heraustreten aus dem „Vollversorgungssystem“ möglich. Dadurch werden Individualität und Mitgestaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen geschaffen. Das wiederum stärkt die Mitverantwortung für das Zuhause, das Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung der Klienten. Um soziales Leben und Kommunikationsmöglichkeiten auch innerhalb des Wohngebäudes möglich werden zu lassen, ist zudem ein Raum erforderlich, in dem sich alle treffen können. Daher befindet sich in jedem Stockwerk zusätzlich ein zentraler Gemeinschaftsraum. Dieser Raum kann in einer Gruppengröße für gemeinsames Essen oder zur gemeinsamen Freizeitgestaltung genutzt werden. Die Ess- und Wohnbereiche mit Küche sind offen gestaltet. Auf jedem Stockwerk ist ein Balkon oder eine Terrasse angrenzend.

Im gemütlichen Gemeinschaftsraum mit Küche und Wohnzimmer können die Klienten gemeinsam Zeit verbringen. FOTOS: LAR
Im gemütlichen Gemeinschaftsraum mit Küche und Wohnzimmer können die Klienten gemeinsam Zeit verbringen. FOTOS: LAR
Die Bewohner haben bereits am Standort Pfingstweid gelebt und ihre familiären Bezüge sind in Tettnang und Umgebung. Sowohl Menschen mit geringerem Hilfebedarf, als auch Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf, sollen in Tettnang eine Alternative zur Versorgung in der Komplexeinrichtung finden und zu einem weiteren Schritt in die Selbstständigkeit motiviert und begleitet werden.

Außerdem ist der Neubau von dem Gedanken der Integration getragen: Durch die zentrale Lage, von der aus die Innenstadt fußläufig zu erreichen ist, nehmen die Bewohner aktiv am städtischen Leben teil. Ziel der Diakonie Pfingstweid ist es, das Wohnhaus so zu gestalten und nach außen zu präsentieren, dass im Umfeld wohnende und arbeitende Menschen ein Interesse an der Kontaktaufnahme zur Diakonie Pfingstweid e.V. und somit zu den Klienten entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Teilhabe und Inklusion der Klienten am Leben in der Gemeinde. Darüber hinaus gelingt eine vollständige Integration in das Gemeinwesen über den Aufbau und die Pflege individueller Kontakte. Hierbei werden unsere Klienten durch unsere Mitarbeiter vor Ort unterstützt.

Helle und großzügige Räume haben die Klienten beim Einzug erwartet.
Helle und großzügige Räume haben die Klienten beim Einzug erwartet.
Der Betreuung der Bewohner bedarf einer besonderen Struktur: Aufgrund der vielfältigen Aufgaben, die in einem autonomen Wohnhaus anstehen, ist es notwendig ein multiprofessionelles Team zusammenzustellen. Durch die Vielfältigkeit der Berufsgruppen gewährleistet die Diakonie Pfingstweid einen ganzheitlichen Ansatz und eine optimale Versorgung und Begleitung der Klienten. Es soll ein Personalmix folgender Berufsgruppen angestrebt werden: Sozial- und Heilpädagogen, Heilerziehungspflegern, sowie Auszubildende zur Heilerziehungs- oder Krankenpflege, Altenpfleger, Pädagogische Hilfskräfte, Hauswirtschaftliche Fachkräfte und Hauswirtschaftliche Kräfte - Alltagsbegleiter und Ehrenamtlich Engagierte.

Die Klienten können ihre Zimmer nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten.
Die Klienten können ihre Zimmer nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten.
Die Wohnungen verteilen sich auf drei Stockwerke. Die Besonderheit bei diesem Haus ist, dass man ebenerdig im Dachgeschoss das Haus betritt und aufgrund der Hanglage die weiteren Stockwerke nach unten begeht. Das Bebauungskonzept sieht drei Wohnungen mit jeweils vier separaten Schlaf- bzw. Wohnräumen und direkt angrenzend jeweils ein Appartement für zwei bzw. eine Person mit eigener Küche vor. Alle Zimmer sind abschließbar und mit TV- und Internetanschluss sowie mit der Möglichkeit eines eigenen Telefonanschlusses versehen.

Diakonie Pfingstweid: Einweihung des neuen Wohnhauses in Tettnang Image 1
Das gesamte Gebäude ist barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet. Im Dachgeschoss bietet ein separater Raum Platz und Ladeanschluss für einen Elektro-Rollstuhl. Das zu der rollstuhlgerechten Wohnung dazugehörige Bad wird mit einem beidseitig unterfahrbaren Waschbecken und WC ausgestattet. Auch die Küche im Dachgeschoss wird rollstuhlgerecht ausgestattet. lar/pr                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Programm zur Einweihung

13 Uhr: Musik Rolf Walter mit Gitarre
13.05 Uhr: Einweihung des Bauwerks
13.15 Uhr: Begrüßung Lars Kehling
13.20 Uhr: Grußwort Ignaz Wetzel, Sozialdezernent Bodenseekreis
13.25 Uhr: Grußwort Bürgermeister Bruno Walter, Tettnang
13.30 Uhr: Musik
13.35 Uhr: Grußwort Architekt Alfred Vögele
13.40 Uhr: Grußwort Vertreter des Pfingstweidrats
13.45 Uhr: Begrüßungsworte von Lars Kehling und Melanie Süß-Scharf, Einladung zum Stehempfang,
13.50 Uhr: Musik
13.55 Uhr: Getränke und Häppchen
15 Uhr: Kaffee und Kuchen