Das Fahrwerk, wichtig für den Kontakt zur Fahrbahn

Zwischen Komfort und Sicherheit

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Fahrwerke gibt es heutzutage in zahllosen Varianten. Ausdrücke wie „Sportfahrwerk“ oder „Gewindefahrwerk“ dürften wohl den meisten ein Begriff sein. Was ein „adaptives Fahrwerk“ darstellen soll, ist vielen jedoch immer noch ein Rätsel. Sucht man eine deutsche Entsprechung für „adaptives Fahrwerk“, so wäre „sich anpassend“ am treffendsten. Ein „adaptives Fahrwerk“ tut nämlich genau das.

Region - Reicht nicht auch ein „normales“ Fahrwerk oder braucht man ein adaptives Fahrwerk? Herkömmliche Fahrwerke verfügen von Haus aus über eine bestimmte Dämpferabstimmung. Diese kann je nach Typ und Verwendungszweck von komfortabel weich bis sportlich hart variieren, lässt sich aber nicht mehr verändern. Das Resultat ist so eine Kompromisslösung, die in einer speziellen Fahrsituation glänzt, jedoch auch nur für diese optimal abgestimmt ist.

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Hier kommen die „adaptiven Fahrwerke“ ins Spiel. Diese Allroundtalente besitzen die Fähigkeit, sich jeder Fahrsituation optimal anzupassen. Durch elektrisch gesteuerte Ventile in den Stoßdämpfern kann die Charakteristik in Sekundenschnelle von weich auf hart und umgekehrt geändert werden. Somit sind „adaptive Fahrwerke“ für alle Situationen bestens gerüstet, was auch ein deutliches Plus für die Fahrsicherheit darstellt. Zumeist sind „adaptive Fahrwerke“ wenn überhaupt schon ab Werk verbaut. Mittlerweile existieren jedoch auch einige erstklassige Produkte zum Nachrüsten. Aufgrund der komplexen elektronischen Steuerung ist der Einbau hier allerdings um einiges aufwändiger als der eines klassischen Fahrwerks. Die Fahrwerksregelung DCC erweitert den Einsatzbereich eines Fahrzeugs und sorgt für eine deutliche Verbesserung der Fahreigenschaften durch die Berücksichtigung der Brems-, Lenk- und Beschleunigungsvorgänge. So sind weniger Nick-, Wank- und Vertikalbewegungen im Auto spürbar, da das Fahrwerk optimal an die Straßen- und Fahrverhältnisse angepasst werden kann. Gut geregelte Stoßdämpfer sorgen auch bei glatter Straße und enger Kurvenfahrt für eine gute Bodenhaftung aller vier Reifen.

Auch der Bremsweg wird durch die bessere Bodenhaftung verkürzt. Die elektromechanische Servolenkung, die unterstützend in die Lenkbewegung eingreift, sorgt zusätzlich für eine sensiblere Lenkung.Ebenso erfolgt durch eine Adaptive Fahrwerksregelung eine Optimierung der Raddämpfung, was zusätzlich mehr Sicherheit garantiert. Die DCC-Fahrwerksregelung schafft also einen Kompromiss zwischen Komfort und Sicherheit.

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Eis und Schnee, Autofahren im Winter 

Fahren auf winterlichen Straßen

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So schön der Winter auch ist, auf den Straßen häufen sich durch Schnee und Glätte die Anzahl der Unfälle. Doch wie kann man dem vorbeugen? Hier die wichtigsten Tipps, die Sie bei ihrer nächsten Autofahrt beachten sollten, damit Sie sicher ans Ziel kommen.In Deutschland besteht seit Dezember 2010 eine situative Winterreifenpflicht. Diese besagt, dass eine Winterbereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen Pflicht ist – unabhängig von der aktuellen Jahreszeit. Sie können also auch im Januar mit Sommerreifen fahren, sofern die Sonne scheint und die Straße trocken ist.

Setzen allerdings winterliche Straßenverhältnisse ein, dürfen Sie Ihr Auto nicht mehr mit Sommerreifen fahren. Im Paragraph 2 Absatz 3a der StVO sind folgende Straßenverhältnisse definiert: Schneeglätte, Schneematsch, Glatteis, Eisglätte und Reifglätte. Da sich die situative Winterreifenpflicht nach den Wetterverhältnissen richtet, gibt es kein genaues Datum, ab wann Sie Ihre Winterreifen aufziehen müssen. Das liegt vor allem daran, dass der Winter in Deutschland sehr unterschiedlich ausfällt. Dennoch gibt es die allgemeine Faustregel „Von O bis O". Demnach ist es sinnvoll, zwischen Oktober und Ostern mit Winterreifen zu fahren.

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Der erste Schnee ist da – und die Anzahl der Unfälle steigt rapide an. Um als Autofahrer trotzdem sicher ans Ziel zu kommen, gilt es einige Dinge zu beachten. Das fängt bereits bei der Bekleidung an: Denn die dicke Winterjacke kann beim Autofahren zur Gefahr werden. Der ADAC warnt sogar, dass der Gurt durch eine Daunenjacke nicht eng genug am Körper anliegt und bei abruptem Bremsen tief in den Bauchraum einschneiden kann. Also: Lieber Jacke vor der Fahrt ausziehen.

Um beim Anfahren auf sehr glatter Fahrbahn vorwärtszukommen, kann es helfen im zweiten Gang zu starten: So lässt sich laut ADAC das Durchdrehen der Räder vermeiden. Beim Fahren gilt: Die Geschwindigkeit sollte an die Straßenverhältnisse angepasst und zu den vorderen Fahrzeugen immer genügend Abstand gehalten werden. Richtwert ist hier „mindestens halber Tacho“. Generell verhindern vorsichtiges Bremsen beziehungsweise sanftes Gas geben, dass das Fahrzeug ausbricht.

Gerät der Wagen trotz bedächtiger Fahrweise ins Schleudern, rät der ADAC: „Auskuppeln und schnell, aber gefühlvoll gegenlenken.“ Hilft das nicht, können Sie nur noch eine Vollbremsung machen. Neben all den Fahrtipps sollten aber zwei Dinge in der kalten Jahreszeit in keinem Auto fehlen: Ein Eiskratzer und ein Starterset. Denn ohne diese Grundausstattung sitzt man im schlimmsten Falle bei eisigen Temperaturen fest.

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Jetzt Licht einschalten!

Fahren ohne Licht kann teuer werden

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Morgens nebelig, abends früh dunkel – jetzt beginnt die trübe Jahreszeit, in der Autofahrer wieder verstärkt mit Licht fahren müssen. Aber nicht jedem Fahrer ist klar, wann er welches Licht einschalten muss.

Welche Vorschriften gibt es?

Nach Paragraph 17 der Straßenverkehrsordnung muss Abblendlicht eingeschaltet werden, wenn es dämmert, bei Dunkelheit und wenn es die Sicht erfordert. Hier reicht das Tagfahrlicht nicht aus. Was viele Autofahrer auch nicht bedenken: Die Tagfahrleuchten befinden sich nur vorn am Auto, hinten bleibt das Fahrzeug unbeleuchtet.

Was gilt bei Nebel?

Dichte Schwaden über der Straße? Jetzt ist die Nebelschlussleuchte sinnvoll, um von hinten besser gesehen zu werden. Aber Vorsicht: Sie darf erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden. Und dann ist maximal Tempo 50 erlaubt! Die Nebelscheinwerfer vorn dürfen dagegen auch bei starkem Regen eingeschaltet werden. Achtung, wenn Ihr Fahrzeug automatisch das Abblendlicht einschaltet – Nebel wird von den Sensoren nicht erkannt.

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Welche Strafen drohen, wenn ich das Licht nicht einschalte?

Fahren Sie ohne Abblendlicht am Tage trotz Sichtbehinderungen wie Regen oder Nebel, drohen innerorts 25 Euro, außerorts 60 Euro Bußgeld und ein Punkt.Auch bei der Nebelschlussleuchte ist Vorsicht geboten.

Haben Sie diese eingeschaltet, obwohl die Sicht nicht durch Nebel behindert war, können Ihnen 20 Euro in Rechnung gestellt werden. Haben Sie dabei jemanden gefährdet sind es schon 25 Euro. Gleiches gilt für die Nebelscheinwerfer.

Fahren Sie nur mit Standlicht oder auf einer ausreichend beleuchteten Straße durchgehend mit Fernlicht werden 10 Euro fällig. Haben Sie dabei jemanden gefährdet, kostet es 15 Euro. Führte Ihr Verhalten zu einer Sachbeschädigung drohen 35 Euro Strafe. Haben Sie nicht rechtzeitig abgeblendet, kostet dies 20 Euro, mit Gefährdung eines anderen 25 Euro. Sind die Lichter beschmutzt oder gar verdreckt, sind mindestens 20 Euro Bußgeld möglich.

Wichtig: Viele Autos haben heute Tagfahrlicht und eine Lichteinschaltautomatik. Der Autofahrer darf sich nicht blind auf diese Technik verlassen, denn z. B. bei Nebel und Gegenlicht schaltet die Automatik das Licht nicht ein und das Tagfahrlicht brennt nur vorne. Im Zweifel lieber früher das Licht einschalten.