Pokalsieg für die TTF Liebherr Ochsenhausen

So jubelt der deutsche Pokalsieger TTF Liebherr Ochsenhausen. FOTO: BELA SPORTFOTO
Der 5. Januar 2019 ist für die TTF Liebherr Ochsenhausen ein historischer Tag. Nach 15 Jahren ohne Titel gelang der Mannschaft um Trainer Dmitrij Mazunov in der Neu-Ulmer Ratiopharm Arena der deutsche Pokalsieg.


Simon Gauzy trägt sich ins Goldene Buch Ochsenhausens ein. FOTO: REHM
Simon Gauzy trägt sich ins Goldene Buch Ochsenhausens ein. FOTO: REHM
OCHSENHAUSEN - Ein 3:0-Sieg im Halbfinale gegen den TTC Grenzau und ein 3:1-Erfolg im anschließenden Finale gegen Werder Bremen ließen das gesamte TTF-Lager jubeln. Mehr als 4000 Besucher wurden zum Zeugen dieses Erfolgs für die TTF Liebherr Ochsenhausen. Und davon hegten offensichtlich viele Sympathien für den Bundesligaspitzenreiter und seinen neuen Trainer. „Personen sind unwichtig, die kommen und gehen“, sagt Mazunov. „Wichtig ist dieser Titel aber für den Verein, der so lange darauf gewartet hat.“

Am vergangenen Donnerstag dann der offizielle Empfang durch die Stadt Ochsenhausen. Bürgermeister Andreas Denzel, selbst des Öfteren bei den Heimspielen der TTF live vor Ort, freute sich sehr, dass das sportliche Aushängeschild seiner Stadt endlich den lang ersehnten und erhofften Titel einfahren konnte. Und damit nicht genug. Schließlich kann man im Mai in Frankfurt noch deutscher Meister werden. „Das Double ist schon unser Ziel, zumal wir ja aktuell Tabellenführer der Bundesliga sind“, ist Hugo Calderano überzeugt.

"Double ist das Ziel"

Der Brasilianer, der inzwischen auf Platz sechs der Weltrangliste angekommen ist, war auch in Neu-Ulm der Garant für den Pokalsieg. Drei Siege steuerte der 22-Jährige bei. Ebenso wie Simon Gauzy, der neben dem Erfolg noch die Geburt seines Sohnes Timéo feiern durfte, und Jakub Dyjas ist auch Calderano im Liebherr Masters College in Ochsenhausen ausgebildet worden.

Hugo Calderano und Dmtrij Mazunov              FOTO: ROSCHER
Hugo Calderano und Dmtrij Mazunov              FOTO: ROSCHER
Alle haben als Teenager in Ochsenhausen angefangen und sind jetzt Weltspitze. „Ich freue mich sehr, dass unser eingeschlagener Weg mit dem LMC jetzt die ersten Früchte trägt und das Team den verdient Lohn erntet“, sagt TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. Inzwischen habe das Projekt ja auch europaweit Nachahmer gefunden, was die uns in unsere Arbeit nochmals bestätigt und zugleich angespornt, so der 38-Jährige.

Knapp zehn Jahre älter ist Trainer Mazunov. Fast ein Vierteljahrhundert spielt und arbeitet er für die TTF. Auch eine Karriere mit Seltenheitswert heutzutage. „Es ist schon was anderes, als Trainer an der Bande zu stehen und nicht mehr selbst eingreifen zu können.“ Am Sonntag im Ligaspiel gegen Aufsteiger Jülich ist dann wieder Alltag angesagt für die Pokalhelden von Neu-Ulm.