Narrendisco in der Festhalle Dettingen

Die Stimmung ist super. FOTOS: EVENTPIXX
Die Besucher können sich auf eine große Party bei der traditionellen Narrendisco am kommenden Freitag, 11. Januar, ab 20 Uhr, mit einem tollen Programm in der Festhalle Dettingen, freuen.

Manchmal wird man eingeseift. FOTO: KONSTANZE KLOOS
Manchmal wird man eingeseift.
FOTO: KONSTANZE KLOOS
Guggamusiken sind am Start. 
Guggamusiken sind am Start. 
DETTINGEN - Und dies bereits zum 20.Mal – ein kleines Jubiläum also. Neben Auftritten von mehreren Guggenmusiken bietet die Narrenzunft Dettingen auch in diesem Jahr wieder eine große Auswahl an Getränken an. So gibt es etwa eine große Narrenbar, die berühmte U-Bootbar, eine Cocktailbar mit den angesagtesten Drinks und für die ganz Schnellen auch eine „Kurzebar“.

DJ Holly sorgt während des gesamten Abends für tolle Stimmung und tanzbare Musik. Der Eintritt kostet drei Euro, für Hästräger ist dieser frei. Bis 22 Uhr ist sogar Happy Hour angesagt. Einlass ist ab 16 Jahren, allerdings nur mit gültigem Partypass.

Die Zunft der Krettamachr in Dettingen wurde 1995 gegründet. Aktuell sind unter der Leitung von Zunftmeister Daniel Maucher 45 Mitglieder aktiv.

Herkunftsgeschichte des Krettamachrs

Die Narrenzunft der Krettamachr in Dettingen freut sich auf eine tolle Fasnetszeit. Den Auftakt macht am Freitag die traditionelle Narrendisco in der Festhalle. FOTO: ZUNFT
Die Narrenzunft der Krettamachr in Dettingen freut sich auf eine tolle Fasnetszeit. Den Auftakt macht am Freitag die traditionelle Narrendisco in der Festhalle. FOTO: ZUNFT
Anno 1818 sind in der Gemeinde Dettingen an der Iller die ersten Krettamachr nachweisbar.

REGION - Durch die Herstellung und den Verkauf von Körben aller Art bemühten sie sich, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Meist reichte die Korbflechterei allein nicht aus, sondern sie mußten auch mit Taglohnarbeiten das Brot für sich und die Ihren verdienen.

Als 1825 die Gewerbesteuer aufkam, beklagten sich die Krettamachr, dass in den umliegenden Gemeinden das Gewerbe des Korbflechters erlosch. Doch in Dettingen geschah genau das Gegenteil. Ab dem Jahre 1860 entwickelte sich die Korbflechterei zu einem blühenden Gewerbe. Der wichtigste Rohstoff - die Weiden - wuchs ja genügend im nahegelegenen Illergries.

Im Jahre 1877 gab es dann 23 Krettamachr in der kleinen Gemeinde im Illertal, da sich die Dettinger Krettamachr schon in kurzer Zeit aufgrund der besonderen Qualität ihrer Erzeugnisse einen guten Namen gemacht und im weiten Umkreis viele zufriedene Kunden hatten. D`Krettamachr von Dettingen, das waren tüchtige und ehrliche Handwerker, die vielerorts gerngesehen und willkommen waren. Deshalb zieht nun in jedem Frühjahr eine Gruppe „Krettamachr" los, um die Erinnerung an diese ehrbaren Handwerker und sympathischen Menschen zu Hause und anderorts zu erwecken und aufrecht zu erhalten.