Geschenke bis zur letzten Minute

In den Fachgeschäften sind tolle Geschenke zu finden. FOTO: COL
Große Auswahl, individuelle Beratung, ein kompetenter Service, auch weit über den Kauf hinaus, und sogar die Möglichkeit des Umtausches: Die Fachgeschäfte in der Region liefern tolle Geschenkideen. Für Spätentschlossene sogar noch an Heiligabend.

REGION – Weihnachten ist ohne Geschenke oder wenigstens kleine Aufmerksamkeiten gar nicht vorstellbar. Aber warum gibt’s zum Weihnachtsfest eigentlich Geschenke? Die Wurzeln dieser Tradition seien vielfältig und nicht nur christlichen Ursprungs, sagen Fachleute. Der Brauch andere zu beschenken sei so alt wie die Menschheit selbst, heißt es. So feierten schon die alten Römer am Ende des Jahres die sogenannten Saturnalien. Da machten die Reichen den Armen Geschenke.

Die Christen setzten die Tradition fort, arme Menschen zu beschenken. So wurde am 17. Dezember, dem Lazarustag, für die Bedürftigen gesammelt, damit auch sie Weihnachten feiern konnten. Eine Wurzel des weihnachtlichen Schenkens liege im Bibelvers: „Also hat Gott die Welt geliebt.“ Die Geschenke sollen nämlich daran erinnern, dass Gott die Menschheit so sehr liebt, dass er ihr seinen Sohn schenkte. Außerdem sollen Weihnachtsgeschenke ins Gedächtnis rufen, dass die Weisen, nach Überlieferung des Matthäus-Evangeliums, zu Christi Geburt aus dem Morgenland kamen und Gold, Weihrauch und Myrrhe schenkten.

Das also sind die Gründe, dass wir uns bis heute, wenn die Weihnachtszeit vor der Tür steht, unsere Köpfe zerbrechen, was den Lieben zum Christfest geschenkt werden soll. Bei dieser schwierigen Frage und der schweren Qual der Wahl können die zahlreichen Fachgeschäfte in der Region, egal ob in den Innenstädten oder auf den Dörfern, helfen. Eine große Auswahl, kompetente Fachberatung und der gebotene Service, auch lange nach dem Kauf, bieten die Möglichkeit, hochwertige und individuelle Geschenke zu finden.

Und noch ein wichtiger Vorteil des Fachhandels vor Ort: Sollte das ausgewählte Geschenk, nicht passen oder gefallen, ist ein Umtausch in den Geschäften der Region meist problemlos möglich. KH Burghart

Gewinner

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Zwei Lieder gingen um die Welt

So wird Christoph von Schmid in der Gedenkstätte dargestellt. 
So wird Christoph von Schmid in der Gedenkstätte dargestellt. 
Es waren zwei Pfarrer, die Weihnachtslieder lieferten, die an Heiligabend sicher weltweit unter tausenden Christbäumen gesungen werden: „Stille Nacht“ und „Ihr Kinderlein kommet“.

REGION – Obwohl Christoph von Schmid in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer der bekanntesten Jugendbuchautoren war, ist sein Name inzwischen weitgehend unbekannt. Seine Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen, darunter Arabisch und Chinesisch, übersetzt und Golo Mann, wie Papst Paul IV. liebten seine lyrischen Texte.

Weltweit bekannt ist aber bis heute sein Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“. Viele Liederbücher beschränken sich auf drei bis vier Strophen, so dass auch weitgehend unbekannt ist, dass Christoph von Schmid acht Verse für sein Weihnachtslied textete.

Von 1816 bis 1827 war Schmid Pfarrer in Oberstadion. Dort ist ihm eine Gedenkstätte gewidmet, in der nicht nur viel über Leben und Werk des Jugendschriftstellers zu erfahren ist, sondern auch alle acht Verse des bekannten Weihnachtslieds nachgelesen werden können.

Die
Die "Stille Nacht“-Kapelle in Oberndorf. FOTOS: KHB/OH
Auch „Stille Nacht“ hat mehr Strophen als landläufig bekannt sind. Von den sechs ursprünglichen Strophen werden üblicherweise nur drei unter den Christbäumen gesungen. Vor genau 200 Jahren wurde das wohl bekannteste Weihnachtslied in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal vorgetragen.

Pfarrer Joseph Mohr hatte den Text des Liedes geschrieben und sang es am 24. Dezember 1818 in der Oberndorfer Nikolaus-Kirche gemeinsam mit dem Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber, der die Melodie komponiert hatte. Wegen ständiger Beschädigungen durch Hochwasser wurde die Nikolaus-Kirche später abgerissen. Auf dem übriggebliebenen Schuttkegel, also an der Stelle der einstigen Kirche, wurde 1937 die „Stille Nacht“-Kapelle eingeweiht. In ihren Fenstern sind Bilder der Liedschöpfer Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber zu sehen und auf dem Altar steht eine geschnitzte Weihnachtsszene. Wie Christoph von Schmids Bücher wurde „Stille Nacht“ in viele Sprachen übersetzt, darunter Afrikaans, Baskisch, Cheyenne, Nordfriesisch und Rätoromanisch. Karl-Heinz Burghart