Rückblick: Das Jahr 2018 im Ostalbkreis

Wolfgang Steidle FOTO: STADT AALEN
Das Jahr 2018 war insgesamt ein gutes Jahr für die Gesamtstadt Aalen. Die Wirtschaft floriert und viele Menschen sind mit ihrer persönlichen Situation zufrieden. In der baulichen Entwicklung sind wir an vielen Stellen weiter. Besonders freuen mich Fortschritte bei den Schulen, im Kindergartenbereich oder an der Hochschule. Im Bereich Wohnen geht es beim Baugebiet Maiergasse in Wasseralfingen voran und im Stadtoval schaffen die Rohbauunternehmen fleißig. Neue Wohngebiete sind in allen Stadtteilen in der Pipeline und auch im Bereich Innenentwicklung geht einiges voran. Ziel war und ist, dass wir für noch mehr Lebensqualität in Aalen sorgen. Stadtentwicklung im Einklang von Ökonomie, Ökologie und den Menschen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Renaturierung des Kochers beim Kaufland mit zugehörigem Geh- und Radweg sowie Sitzgelegenheiten. Wichtig waren mir in 2018 die persönlichen Kontakte mit vielen Menschen in unserer schönen Stadt. Viele Aalener, auch Neubürger fühlen sich in unserer Heimat wohl und dass auch 2019 einiges voran geht, sollte Ziel unserer täglichen Arbeit sein.

Wolfgang Steidle
Erster Bürgermeister
Stadt Aalen

Gute Konjunktur im Ostalbkreis

Klaus Pavel FOTO: LANDRATSAMT
Klaus Pavel
FOTO: LANDRATSAMT
Im ausklingenden Jahr 2018 dürfen uns die weiterhin gute konjunkturelle Lage und die niedrigste Arbeitslosenzahl im Ostalbkreis seit der Wiedervereinigung 1990 positiv stimmen. Im November dieses Jahres waren im Ostalbkreis noch 4544 Menschen arbeitslos, was einer Quote von 2,6 Prozent entspricht. Um gute Rahmenbedingungen für unseren starken Wirtschafts- und Produktionsstandort zu schaffen, hat sich der Ostalbkreis auch in diesem Jahr wieder stark engagiert. Zu den Schwerpunkten zählten der weitere Breitbandausbau und Investitionen in die Digitalisierung, die Gesundheitsversorgung, die Straßen- und Schieneninfrastruktur und das Bildungswesen. Für die General- und Schadstoffsanierung des Beruflichen Schulzentrums Schwäbisch Gmünd haben wir in diesem Jahr die Weichen gestellt, sodass die mit rund 40 Millionen Euro veranschlagte Baumaßnahme ab Sommer 2019 starten kann. Der zweite Bildungsbericht, den unser Bildungsbüro Mitte Juli dieses Jahres präsentierte, liefert gesichertes Zahlenmaterial zu bildungspolitischen Weichenstellungen auf Kreisebene. Der Ostalbkreis investiert jährlich rund vier Millionen Euro in den Ausbau und die Anmietung von Backbone-Strecken für ein flächendeckendes Breitbandnetz. Die Straßeninfrastruktur im Ostalbkreis ist in den letzten Jahren einen großen Schritt vorangekommen. So wird die Ortsumfahrung im Zuge der B 29 bei Mögglingen im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein und der vierspurige Ausbau zwischen Essingen und Aalen wurde bereits mit ersten Vorwegmaßnahmen eingeleitet. Einen bedeutenden Schritt vorangekommen sind die Planungen für die Bebauung des UNION-Areals in Aalen mit einem zweiten Verwaltungsstandort. Im September konnten wir im Aalener Landratsamt den Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Hirner und Riehl Architekten aus München mit Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten aus Bockhorn zum ersten Sieger des Ideen- und Realisierungswettbewerbs küren. Der Konsolidierungskurs der Kliniken Ostalb wird fortgesetzt. Zwar zeigen Sofortmaßnahmen erste Wirkung, dennoch sind weitere Schritte erforderlich, um nachhaltig die medizinische Versorgung und die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Ein vom Kreistag zugesagter Strukturbeitrag in Höhe von vier Millionen Euro zur Sicherstellung einer wohnortnahen Klinikversorgung wird diese Konsolidierungsmaßnahmen unterstützen. Im Juni dieses Jahres konnte der Ostalbkreis seine Partnerschaft mit dem rumänischen Landkreis Satu Mare vor Ort offiziell besiegeln. Schwerpunkte unseres Austausches sind die Themen Abfallwirtschaft, Gesundheitswesen und Ausbildung. Mit dem Start der Kampagne „Herz Plus Ostalb“ erst vor wenigen Tagen wollen wir die Gesellschaft auf das Thema Alter und Pflege aufmerksam machen, denn wir brauchen mehr Profis in diesem wachsenden Berufsfeld. Unser Ziel ist es, um Anerkennung und Wertschätzung für die Pflegefachkräfte zu werben und außerdem das Interesse für diesen Beruf zu wecken. Ein besonderes Highlight war das große Fest des Ehrenamts Ende Juli auf Schloss Kapfenburg, mit dem wir über 1000 ehrenamtlich Engagierte aus allen Gemeinden des Kreises und allen gesellschaftlichen Bereichen besonders ehrten.

Klaus Pavel
Landrat Ostalbkreis

Mitte Januar fiel die Entscheidung für den VfR

Argirios Giannikis FOTO: S. GEHRING
Argirios Giannikis
FOTO: S. GEHRING
Mein Jahr 2018 ist natürlich stark geprägt von meinem Job als Fußballtrainer – das, was in meinem Job passiert, bestimmt auch vieles in meinem Privatleben. Um auf das Jahr 2018 zurückzublicken, muss ich am Ende des Vorjahres anfangen: Nachdem wir im Trainerteam den Traditionsklub Rot-Weiß Essen in einer schwierigen Phase bis zur Winterpause stabilisiert und in ruhigere Fahrwasser gebracht hatten, stand die Wintervorbereitung bereits an – und für mich persönlich die Entscheidung, ob ich bei RW Essen verlängern oder mich einem höherklassigen Verein ab der Saison 2018/19 anschließen möchte. Mitte Januar ist die Entscheidung für den VfR Aalen gefallen, da ich das Gefühl hatte und auch immer noch habe, hier am meisten bewegen zu können, da ich bei den Schwarz-Weißen auch zum Teil die Funktion als Sportdirektor innehabe. Nach dieser Entscheidung hatten meine Familie und ich eine schwere Folgezeit, da es in Essen viele persönliche Anfeindungen gegen mich gab. Auch meine damalige Mannschaft war davon beeinträchtigt und hatte nach den ersten drei Rückrundenspielen eine sehr geringe Punkteausbeute. Anschließend schafften wir es aber fünf Spiele nicht zu verlieren und sind in das Pokalfinale des Landesverbandes eingezogen. Ich habe dann selbst darum gebeten, von meinem Amt zurückzutreten und damit auf alle Ansprüche zu verzichten. Gemeinsam mit dem Verein haben wir hierfür auch eine Lösung gefunden. Danach stand die Kaderplanung beim VfR Aalen im Vordergrund, bei der ich gemeinsam mit den Gremien der Aalener gut zusammenarbeiten konnte – der Umbruch war am Ende größer als gedacht. In der stärksten 3. Liga aller Zeiten sehe ich eine extrem reizvolle Aufgabe. Und als die Saison im Sommer begann, haben wir in der Findungsphase sehr gute Spiele abgeliefert – ohne Ertrag und in denen wir uns oft selbst um die Früchte unserer Arbeit gebracht haben. Aktuell kommt noch ein großer Druck dazu, dem wir hoffentlich standhalten können, um mit einem besseren Gefühl in die anstehende Winterpause und anschließend in die Partien der Rückrunde gehen zu können.

Argirios Giannikis
Cheftrainer VfR Aalen

Das Interesse an der Kultur steigt wieder

Erich W. Hacker FOTO: RALF BAUMGARTEN
Erich W. Hacker 
FOTO: RALF BAUMGARTEN
Die neue Begeisterung für Kultur ist eine prima Entwicklung! Trotz oder gerade wegen der vielen Spannungen auf der Welt interessieren sich die Menschen in unserer Region und darüber hinaus wieder vermehrt für Kultur, für Musik, Kunst, Schlösser und Architektur im eigenen Land. Sie machen gerne Urlaub in Deutschland und sehen die vielen abwechslungsreichen Landschaften, unsere schöne Natur mit neuen Augen. Und sie entdecken die Gastronomie neu. Den Leuten ist Qualität wieder etwas wert, sie essen und genießen bewusster. Da wir auf Schloss Kapfenburg so ökologisch wie möglich arbeiten, freut mich das sehr. Viele Gäste kann ich bei uns auf dem Schloss willkommen heißen. Dank des traumhaften Wetters in diesem Sommer hatten wir mit 50 000 Menschen so viele Besucher wie noch nie und es ist zu vielen interessanten Begegnungen gekommen. Beim Festival waren – nur als ein Beispiel – zwei Iren aus Dublin zu Gast. Da wir und die Hotels in der Umgebung bereits ausgebucht waren, haben wir den Beiden über unsere Kontakte kurzerhand eine Übernachtung im Tipi-Zelt im benachbarten Hülen organisiert. Nach dem Alan Parsons-Konzert haben wir noch lange mit ihnen gesprochen und bei der Einladung zum morgendlichen Frühstück auf dem Schloss ist eine neue Freundschaft entstanden. Die Nacht im Tipi war bestimmt ein besonderes Erlebnis für die Gäste! Es ist unglaublich wichtig, dass der Tourismus in der Region weiterhin gefördert wird und die Infrastruktur für spannende Aktivitäten und neue Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Erich W. Hacker
Akademiedirektor
Stiftung Internationale Musikschulakademie
Kulturzentrum
Schloss Kapfenburg

Ein Friedensfest in der LEA

Das Ehepaar Amar aus Syrien mit Berthold Weiß. FOTO: RPS
Das Ehepaar Amar aus Syrien mit Berthold Weiß.
FOTO: RPS
Das Schöne an der Arbeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung – ich glaube, da sind sich alle der über 200 Beschäftigten einig – sind zwei Dinge: Zum einen ist die Arbeit unglaublich abwechslungsreich und von Monat zu Monat, manches Mal aber auch von Tag zu Tag einem ständigen Wechsel unterworfen. Zum anderen aber haben wir das große Privileg, mit Menschen arbeiten zu können. Fast immer sind das Menschen, die aus großer Not ihre Heimat verlassen mussten und auf ihrem Weg zu uns teilweise unvorstellbare Dinge – lebensbedrohliche oder zutiefst entwürdigende - erleben mussten. Meistens gelingt es den hochmotivierten Beschäftigten, nach kurzer Zeit eine gute Beziehung zu diesen Menschen aufzubauen und sie auf eine ungewisse Zukunft vorzubereiten. So müssen viele der aktuell etwa 400 Menschen aus Schwarzafrika damit rechnen, aufgrund der europäischen Abkommen nach Italien zurückgeschickt zu werden. Dort wurden viele der Männer bereits als unterbezahlte Erntehelfer ausgebeutet, während ein großer Teil der Frauen in die Zwangsprostitution getrieben wurde.

Nach über drei Jahren Betrieb und weit über 30 000 Menschen, deren erster längerer Aufenthalt in Deutschland die LEA Ellwangen war, war deshalb die Friedensfeier zu „70 Jahren UN Menschenrechtscharta“ des Künstlers Horst Solf im Juli 2018 ein Meilenstein für unsere Einrichtung. 19 großformatige Arbeiten wurden in einer Halle ausgestellt, die nach der militärischen Nutzung in der Reinhardt-Kaserne zuerst als LEA-Kantine und anschließend für über 300 Menschen als Notunterkunft diente. Die Kunstwerke thematisierten das Spannungsfeld zwischen unserem Land, welches als Rechts- und Sozialstaat die meisten Menschenrechte garantiert, und den Herkunftsländern unserer Bewohner, wo viele Menschen sogar in ihrer physischen Existenz bedroht waren. Ein sehr großes Engagement zeigten auch die weiterführenden Schulen aus Ellwangen, die sich in Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung mit unterschiedlichen Projekten eingebracht hatten.

Berthold Weiß
LEA-Leiter Ellwangen

Sicherung der Nachwuchskräfte ist essentiell

Michaela Eberle FOTO: IHK OSTWÜRTTEMBERG
Michaela Eberle
FOTO: IHK OSTWÜRTTEMBERG
Ein persönliches Highlight in 2018 für die Wirtschaftsregion ist die erneute Steigerung bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen in den Berufen in Industrie, im Handel und im Dienstleistungsbereich. Es freut mich sehr, dass wir hier in diesem Jahr ein Plus von fünf Prozent verzeichnen konnten. Die Sicherung der Nachwuchsfachkräfte ist für die Wirtschaft der Region essentiell. Weil die Unternehmen zunehmend mehr Anstrengungen beim Recruiting unternehmen müssen, freut es uns deshalb, wenn sich diese Anstrengungen, gepaart mit vielen Projekten der Berufsorientierung auszahlen. Weiterhin erfreut mich, dass die Aktivitäten der „Start-up Region Ostwürttemberg“ so konzertiert und gemeinschaftlich in der Region ankommen, wir viele neue und junge Unternehmen sowie Unternehmerpersönlichkeiten auf ihrem Weg begleiten dürfen. Und auch die erste MAKE Ostwürttemberg, ausgerichtet von der Stadt Heidenheim, war mit über 8000 Besuchern ein voller Erfolg. Der Fortführung in 2019 in Schwäbisch Gmünd sehen wir schon heute mit Freude entgegen. Auch gehört unsere Digitale Agenda für Ostwürttemberg zu meinen Highlights in 2018, denn sie wird vom Land und der Politik wahrgenommen. Begeistert bin ich dabei über die vielfache Unterstützung aus der ehrenamtlichen Begleitung der Wirtschaft unserer Region. Noch ein 2018er-Highlight ist natürlich die Zusage des Landes BW für das regionale Projekt „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“, das im November an den Start ging. Besonders erfreulich ist die Realisierung des Projekts im regionalen Verbund mit den Standorten Heidenheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd. Abschließend möchte ich noch auf unser neues IHK-Bildungszentrum blicken. In seinem ersten Jahr in Betrieb, darf es im Jahresrückblick nicht fehlen. Es ist schön, dass wir hier so viele junge Menschen überbetrieblich ausbilden und qualifizieren dürfen. Und ich freue mich natürlich, dass wir in unzähligen Formaten tausende unserer Mitgliedsunternehmen in 2018 begleiten durften. Wir freuen uns bereits heute auf unseren Einsatz in 2019 für die Wirtschaft in Ostwürttemberg.

Michaela Eberle
Hauptgeschäftsführerin
IHK Ostwürttemberg

Aalen kann stolz auf seine Wirtschaftspolitik sein

Dr. Wolfgang Palm FOTO: OH
Dr. Wolfgang Palm
FOTO: OH
Das Jahr 2018 war gekennzeichnet durch eine starke Nachfrage nach unseren Produkten, die unsere Kapazität deutlich überstieg. Ich empfand die Situation, nicht alle Kunden wunschgemäß bedienen zu können, als höchst unangenehm und freue mich auf eine baldige Normalisierung. Unser technisches Team hat mit einer geballten Kompetenz und mit extrem hohem Fleiß an der Konzeption unserer neuen Papierfabrik gearbeitet. Dabei wurden die neuesten Technologien intensiv geprüft und viele Versuche auf Pilotpapiermaschinen gefahren. Unser Ziel ist der Bau einer modernen Papierfabrik, die höchste Produktqualität mit den niedrigsten Kosten herstellt. Im Vordergrund unserer umfassenden Bemühungen standen nachhaltige Lösungen in allen Bereichen. Die neue Papierfabrik wird leiser sein als die bestehende. Durch die Entwicklung eines innovativen Schornsteines wird es keine Dampfwolken mehr über dem Betrieb geben. Der Verkehr innerhalb des Betriebes findet fast ausschließlich im Nordteil des Geländes statt. Der Verkehr vom Werk weg und zu ihm hin wird von der Aalener Straße weg auf die B19 geleitet. Ein hoher Erdwall mit großen Bäumen bietet einen grünen Sichtschutz zum Betrieb hin. Viele hohe Bäume wurden in einer aufwändigen Aktion zum Kocher hin umgepflanzt. Für die sehr große Unterstützung der Bevölkerung in Aalen, aber auch ganz besonders der großen Mehrheit unserer direkten Nachbarn, bin ich sehr glücklich und dankbar. Auch die wohlwollende Unterstützung durch den Ortschaftsrat von Unterkochen sowie den Stadtrat von Aalen empfand ich als begeisternd für die Fortentwicklung des Projektes. Die sehr aktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und auch ganz besonders mit den Stadtwerken zeigt eine Wirtschaftspolitik, auf die Aalen sehr stolz sein kann. Auch unser Betriebsrat und alle Beschäftigten sind sehr dankbar für die umfassende Unterstützung. Ich freue mich sehr auf ein spannendes Jahr 2019 und wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein glückliches und gesundes neues Jahr.

Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm

„Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft“

Prof. Dr. Gerhard Schneider FOTO: HS AALEN/THOMAS KLINK
Prof. Dr. Gerhard Schneider
FOTO: HS AALEN/THOMAS KLINK
„Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft“ hat das Künstler-Genie Salvador Dalí einmal gesagt. An das Jahr 2018 werde ich mich gerne zurückerinnern, sind in den vergangenen zwölf Monaten doch wieder viele Grundsteine für die Zukunft der Hochschule Aalen und der Region gelegt worden. Ein besonderer Glanzpunkt war die Eröffnung des explorhino Science Center im März. Aus der Idee, Kindern und Jugendlichen Lust auf die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu machen, ist eine lebendige Einrichtung mit Zukunftsperspektive und eine feste Größe in der Bildungsregion Ostalb geworden – jetzt sogar mit einem eigenen, tollen Gebäude! Und wenn der explorhino-Nachwuchs später sein Interesse für diese Themen vertiefen will, kann er einfach die Straße überqueren und zu uns an die Hochschule kommen. Auch dieses Jahr haben wir wieder neue attraktive und zukunftsweisende Studienangebote geschaffen, darunter Studiengänge wie User Experience, Digital Health Management oder Wirtschaftspsychologie. Erfolge konnten wir auch wieder in der Forschung verzeichnen – zum zwölften Mal in Folge haben wir uns als forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in BadenWürttemberg positioniert, die Drittmittel konnten um rund 20 Prozent gesteigert werden. Sichtbarstes Zeichen für unsere Forschungsstärke ist das neue Forschungsgebäude, das an der Rombacher Straße entsteht. Ende Oktober konnten wir Richtfest feiern. Wir sind schon sehr gespannt auf die vielen neuen Forschungsprojekte, die dort mit klarem Bezug zum Bedarf der regionalen Wirtschaft vorangetrieben werden. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, dass neue Ideen in Produkte überführt werden und damit auch ihrer Funktion als Gründerhochschule zu stärken. Und wir sind sehr stolz, dass 2018 der Gründergeist kräftig durch die Hochschule wehte: So entwickelte der Mechatronik-Student Philip Frenzel eine Art „Handy-Airbag“ und gründete im Innovationszentrum das Start-up „AdCase“. Mit dieser pfiffigen Idee hat unser Student international für Furore gesorgt. Das trifft auch auf einen weiteren Gründer und Studenten zu, der im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee hatte: Markus Escher machte seine Leidenschaft Gin zum Geschäft und wurde dieses Jahr in London sogar für den weltweit besten Gin ausgezeichnet. Damit lässt’s sich doch hervorragend auf das Jahr 2019 anstoßen!

Prof. Dr. Gerhard Schneider
Rektor Hochschule Aalen

Auf die Ostalb zu kommen, war richtig

German Bader FOTO: ANJA LUTZ
German Bader FOTO: ANJA LUTZ
Mein absolutes Highlight im Jahr 2018 ist beruflicher Natur, denn vor rund vier Monaten begann ich meinen Job als neuer Geschäftsführer der Ostalb Medien GmbH. Und ich kann sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war, hierher zurück zu kommen. Ich fühle mich bereits sehr wohl, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich von Kunden, Geschäftspartnern und natürlich meinen Kollegen in Aalen und Ellwangen sehr freundlich aufgenommen wurde. Dafür bin ich dankbar. Ich bin mir aber auch der großen Verantwortung bewusst, die wir mit unseren Medien für die Ostalb haben und möchte diese Herausforderung mit Freude angehen. Übrigens bin ich nicht zum ersten Mal auf der Ostalb. In den Jahren 2014 und 2015 war ich hier bereits als Assistent der damaligen Geschäftsführung tätig. Ein weiterer Höhepunkt in 2018 war ganz klar das 200- jährige Jubiläum der Ipf- und Jagst-Zeitung, das wir mit einem Leserfest und einem Gala-Abend gemeinsam mit Kollegen, Freunden und Kunden gefeiert haben. In 2018 wurden auch wichtige Entscheidungen für das kommende Jahr getroffen. So wird die Stadtinfo der Stadt Aalen für weitere drei Jahre in unserer Südfinder-Ausgabe erscheinen. Zudem präsentieren wir als Medienpartner in 2019 das „Ostalb Festival“, bei dem Stars wie die Fantastischen Vier, Michelle, Vanessa Mai und die Münchener Freiheit auftreten. Noch ein wenig länger müssen wir auf die Landesgartenschau warten, die 2026 in Ellwangen stattfinden soll. Die Vergabe an die Stadt hat mich aber schon sehr gefreut. Privat bin ich sehr an Fußball interessiert und habe in allen drei Bundesligen meinen Lieblingsverein. Besonders glücklich bin ich über die Leistungen von Borussia Dortmund und des 1. FC Heidenheim. Beim VfR Aalen könnte es aktuell zwar besser laufen, doch ich bin mir sicher, dass die Punkteausbeute bald wieder besser läuft.

German Bader
Geschäftsführer
Ostalb Medien GmbH