10 Jahre Brennerhof Immendingen: Wo’s schmeckt wie bei Oma

Klaus Kiefer und Brigitte Müllerschön haben den Brennerhof zu einem Aushängeschild für Immendingen gemacht.
Seit nunmehr zehn Jahren führen Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer den historischen Brennerhof in Immendingen - und das wird am Mittwoch, 5. Dezember, mit geladenen Gästen gefeiert.

IMMENDINGEN (clst) - Der Brennerhof ist ein Ort in dem frisch zubereitete, regionale Küche angeboten wird – aber auch ein Ort der Künste und der Musik. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens starten Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer eine Spendenaktion für den deutschen Verein HCL e.V. (www.wo-christen-leiden.de), der in Indien eine Schule baut und von dem Möhringer Hans Braun vor Ort mit unterstützt wird.


„Wir waren sofort von dem Haus und seiner Geschichte begeistert“

Nach Immendingen sind Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer eher durch Zufall gekommen, denn: Kennengelernt hatten sich die Allgäuerin und der Pfälzer bei einem Urlaubsaufenthalt in Italien. Um sich sehen zu können, pendelten sie zwischen ihren Wohnorten hin und her, bis sie beschlossen etwas Gemeinsames zu suchen.

Der Zufall führte sie nach Immendingen und zum Brennerhof mit seinen Gemälden an der Außenfassade und im Innenraum von Maler Philipp Kummer.

„Wir waren sofort von dem Haus und seiner Geschichte begeistert“, erzählt Brigitte Müllerschön. Im Jahr 2006 wurde es gekauft, danach umgebaut und renoviert. „Als ich im Garten arbeitete wurde ich immer wieder von Radfahrern gefragt, der Donauradweg führt ja direkt am Haus vorbei, ob es hier in Immendingen ein Kaffee, oder eine Gaststätte gebe.

Seit zehn Jahren ist der historische Brennerhof „das“ Gasthaus in der Immendinger Ortsmitte. Gefeiert wird am 5. Dezember. FOTOS: STECKELER
Seit zehn Jahren ist der historische Brennerhof „das“ Gasthaus in der Immendinger Ortsmitte. Gefeiert wird am 5. Dezember. 
FOTOS: STECKELER
Damals war das nicht der Fall“, erinnert sich Brigitte Müllerschön. Deshalb reifte im Jahr 2007 der Entschluss in den neu renovierten Räumen des historischen Hauses ein Tageskaffee mit selbstgebackenem Kuchen und einer Vesperkarte zu eröffnen. Am 5. Dezember 2008 war es dann so weit, mit geladenen Gästen wurde die offizielle Eröffnung gefeiert.

Bereits schon nach zwei Monaten erweiterten Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer wegen der großen Nachfrage ihr Angebot. Auf der Speisekarte fanden sich nun auch saisonale Gerichte aus der regionalen Küche mit frisch verarbeiteten und zubereiteten Zutaten. „Ich bin keine gelernte Köchin, aber ich habe das Kochen gelernt, und ich liebe es. Ich komme aus dem Feinkostbereich“, erzählt Brigitte Müller.

Meine Gerichte sollen so schmecken, wie wir es selbst erwarten. Das schönste Kompliment ist für mich, wenn die Gäste zu mir sagen, dass es wie zuhause, wie früher, ja, wie bei Oma schmeckt.“ Fertigprodukte, Fertigsaucen sind aus ihrer Küche verbannt. „Es ist alles selbst gemacht, von den Spätzle, über die Knödel, bis hin zu den Salaten, auch der Kartoffelsalat, oder die Kuchen zum Kaffee.“

Kunst & Genuss

Neben den kulinarischen Genüssen bietet der Brennerhof in dem liebevoll gestalteten, ansprechenden Gastraum (rund 30 Plätze), den zwei Gewölbekellern (jeweils rund 14 Plätze) sowie dem zünftigen Biergarten (im Sommer), auch eine Fülle an künstlerischen Genüssen.

So finden regelmäßig Wechselausstellungen von Künstlern statt – aktuell sind Acrylic Art & Deco Bilder des Künstlers Rock’n Rollo (Roland Ziegler) aus Engen zu sehen, oder Konzerte, aber auch kulinarischkünstlerische Themenabende - etwa zu geistigen Getränken Wein, Bier oder Whisky, inklusive der virtuellen Reise in deren Entstehungsgebiete und Länder. (clst)

Hilfsprojekt „Lernen fürs Leben“

Markanter Blickfang: die Fassade des Brennerhofs.
Markanter Blickfang: die Fassade des Brennerhofs.
Mit ihrer Feier zum zehnjährigen Bestehen des Brennerhofes wollen Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer auch wieder eine gemeinnützige Organisation unterstützen.

IMMENDINGEN Sie haben sich für eine Spendenaktion für den Verein HCL e.V., „Helfen wo Christen leiden - wo Kinder Hilfe brauchen" entschieden der das Schulprojekt „Lerne fürs Leben“ in Aswaraopeta in Indien unterstützt. Der Möhringer Hans Martin Braun hat diesen Verein gegründet, ist vor Ort, beaufsichtigt und leitet dieses Projekt. Sein Sohn Sebastian Braun wird am Mittwoch, 5. Dezember, das Projekt vorstellen.

Seit Sommer 2018 baut der deutsche Verein in Aswaraopeta in Südostindien eine englisch- sprachige Schule für 300 Kinder, die neben den Kindern des bereits gegründeten Waisenhauses, auch zusätzlich zahlende Schüler aufnimmt, um dadurch die Zukunft des Kinderheimes abzusichern.

„Die Kinder in unseren Heimen haben sehr gut verstanden, dass sie durch den Besuch einer guten Schule, in der sie lernen und weiterkommen auch vor Armut und Elend bewahrt bleiben“ schreibt Hans Martin Braun auf der Homepage seines Vereins. „Es ist uns deshalb ein großes Anliegen, ihnen einen solchen Schulbesuch zu ermöglichen. Je besser und umfassender sie unterrichtet werden, desto größer sind auch ihre Chancen als Erwachsene für sich und ihre Familien sorgen zu können. Deshalb bauen wir diese Schule.“

Engagement in Indien hat Tradition in der Familie

Das Engagement in Indien hat Tradition in der Familie Braun. Schon Urgroßvater Friedrich Braun, gebürtiger Stuttgarter, war von 1899 bis 1906 Missionar und Pfarrer in Indien. Dort, in Bijapur/Karnatakastate, kam 1904 Theodor Fritz Braun zur Welt – der Großvater. Nun ist sein Sohn Hans Martin Braun, der als Prädikant der Badischen Landeskirche bis 1998 mehrere Jahre im Auftrag der Kirche in Indien verbrachte, seit seinem Ruhestand dort ehrenamtlich tätig.

Im Sommer ist der Biergarten ein Anziehungspunkt. FOTOS
Im Sommer ist der Biergarten ein Anziehungspunkt. FOTOS
Die Spendenkasse bleibt im Brennerhof bis zum Dreikönigstag, 6. Januar 2019, stehen. Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer hoffen, dass möglichst viel Geld zusammen kommt von dem sie dann einen Teil der Innenausstattung der Schule, wie zum Beispiel Tafeln und Schultechnik mitfinanzieren.

Sportliche Touren

Für Firmen, Gruppen, Familien, oder Naturgenießer bietet Klaus Kiefer in Kooperation mit e-motion sowie Intersport Butsch auch spezielle geführte eBike und Segway-Touren rund um Immendingen an.

Die Erlebnistouren starten mit Kaffee und Kuchen, oder einem Sektempfang und enden mit einem gemütlichen, geselligen Essen im Brennerhof. Auf Wunsch gibt es für die Teilnehmer ein speziell bedrucktes TShirt als Erinnerung.

Übrigens, in der Broschüre ist das Daimler-Test-Gelände abgebildet, die Lizenz hierfür haben Brigitte Müllerschön und Klaus Kiefer erhalten, worauf sie sehr stolz sind.

Wer lieber wandert kann dies auf dem rund 16,5 Kilometer langen offiziellen Energieweg tun, der von Immendingen über Zimmern, Hintschingen, Mauenheim zum Höwenegg und zurück nach Immendingen führt. Auch zu dieser Tour bietet der Brennerhof ein Komplettpacket mit Führer und einem geselligen Abschluss an.