Verfahrensmechaniker für die Beschichtungstechnik

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik sind in diversen Branchen einsetzbar. Sie bearbeiten Oberflächen von diversen Materialien, wie etwa von Deckensystemen und Möbel. FOTO: PIXABAY
Diverse Materialien, wie etwa Kunststoff, Metall oder Holz können im Laufe der Zeit ihre Eigenschaften verlieren. Damit Sonne, Wind und Wasser den Oberflächen nichts anhaben können, werden sie von Verfahrensmechanikern für Beschichtungstechnik entsprechend beschichtet und widerstandsfähig gemacht.

Von Viktoria Benz

REGION - Verfahrenmechaniker in der Beschichtungstechnik bearbeiten und gestalten nicht nur Oberflächen, sondern mischen und analysieren auch die zu verwendeten Pulverlacke und Vorbehandlungsbäder. Zum Schluss prüfen sie die Qualität des Endpodukts. In den einzelnen Arbeitsschritten beschäftigen sie sich überwiegend mit den nötigen Chemikalien sowie den Werkzeugen und Maschinen.

Zu Beginn planen die Verfahrensmechaniker die anstehenden Arbeitsschritte und bereiten die Materialien und Werkstoffe gründlich vor. Denn eine einwandfreie Beschichtung in optimaler Qualität kann nur durch eine rückstandsfreie, absolut saubere und gleichmäßige Oberfläche gewährleistet werden. Um eine saubere Oberfläche zu erhalten, durchlaufen die Materialien eine Art Waschstraße. Die Vorbehandlung beispielsweise bei verzinktem Stahl erfolgt durch Phosphatierung, bei Aluminium durch chromfreie Passivierung. Nachdem die Materialien gereinigt wurden, werden sie getrocknet und in die Beschichtigungsanlage transportiert. Bei der Beschichtung können beispielsweise Farbnuancen, Glanzwirkung, Korrosions- und Witterungsbeständigkeit, mechanische Belastbarkeit und chemische Resistenz individuell definiert werden.


Jedes Material wird speziell behandelt

Die zu beschichtenden Materialien werden dann mit Hochspannung positiv aufgeladen, damit die die negativ geladenenPulverpartikel angezogen werden und an der Oberfläche haften bleiben. Im Anschluss wird die Beschichtung im Ofen bei hohen Temperaturen eingebrannt. Nach Abkühlung der Oberfläche wird das Material einer Qualitätskontrolle unterzogen. Dabei werden beispielsweise Glanz-, Farb- und Schichtdickenmessungen geprüft. Nebst dem alltäglichen Beschichtungsprozess, bei dem die Verfahrensmechaniker die Maschinen steuern und Anlagen bedienen, kümmern sie sich ebenfalls um die Repartur und Wartung der Anlagen sowie um das Protokollieren der Endergebnisse.

Ausbildung

In der Region gibt es viele Unternehmen verschiedener Branchen, die Verfahrensmechaniker in der Beschichtungstechnik ausbilden und beschäftigen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Besonderheit an der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik besteht darin, dass jedes Material ganz speziell behandelt wird. Deshalb lernen die Auszubildenden viele verschiedene Prozesse und Verfahren kennen. Der Auszubildende sollte Lust auf das Handwerk haben und ein gewisses Interesse an Chemie mitbringen. Auch für die Bedienung und Wartung der Anlagen sollte ein technisches Interesse vorhanden sein. Spätrer können sie in diversen Branchen tätig werden, in denen Güter aus Metallen oder Kunststoff hergestellt werden, wie etwa in der Fahrzeugindustrie, in der Geräte- oder Möbelherstellung sowie in der Produktion von Innen- und Aussenanlagen.

Auch ein Beruf für Frauen

txn. Die Produktionsstätten im Betongewerbe werden zunehmend über Computer gesteuert. Das verändert auch die Jobs. So kommt es als Verfahrensmechaniker der Fachrichtung Transportbeton nicht mehr nur auf pure Muskelkraft an. Technisches Verständnis ist genauso gefragt wie kommunikativen Fähigkeiten. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Mädchen für eine Ausbildung in dem Beruf entscheiden. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Qualitätskontrolle. Vom Computer aus kontrollieren Verfahrensmechaniker, wie viel Zement, Kies, Sand und andere Stoffe aus den Silos in den eigentlichen Mischer gelangen müssen. Je nach Mischung werden die vom Kunden gewünschten Betoneigenschaften erreicht. Daneben übernehmen sie auch die Annahme von Bestellungen und sind für die Disposition der Fahrer verantwortlich. Mit denen stehen sie ständig per Funk in Kontakt, denn die Anlieferung von Transportbeton muss immer zeitlich exakt sein. Aber im Alltag fallen noch viele weitere Aufgaben an, beispielsweise im Lager. Verfahrensmechaniker müssen darauf achten, dass immer genügend Vorrat an Kies, Sand und Zement - wichtige Bestandteile von Beton - vorhanden ist und im Notfall nachbestellen. Zugleich lernen sie, wie vielseitig Beton als Baustoff ist. Durch seine hohe Druckfestigkeit kann fast alles aus Beton gebaut werden - ob Straßen, Häuser oder Brücken. Die Ausbildung ist nicht nur äußerst vielseitig, sie wird auch gut bezahlt. Verfahrensmechaniker Transportbeton ist zudem ein Beruf mit Perspektive: Nach der dreijährigen Ausbildung ist es möglich, sich unter anderem zum Betonprüfer oder Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik weiterbilden zu lassen. Weitere Informationen gibt es unter www.transportbeton.org/ausbildung djd

Gute Aussichten für Betonspezialisten

Anlagen steuern, Bauteile überprüfen, Qualität sichern: Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Transportbeton ist überaus abwechslungsreich. FOTO: BETONBILD/TXN
Anlagen steuern, Bauteile überprüfen, Qualität sichern: Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Transportbeton ist überaus abwechslungsreich.
FOTO: BETONBILD/TXN
Die Arbeit mit Baustoffen wird durch anspruchsvolle Hightech-Materialmischungen immer interessanter. Speziell das Berufsbild Verfahrensmechaniker/in der Fachrichtung Transportbeton bietet zukunftsorientierte Anforderungen und gute Aufstiegschancen.

REGION - Die Fachleute arbeiten im Transportbetonwerk. Dort stellen sie den weltweit wichtigsten Baustoff Beton in großen modernen Anlagen her. Der Herstellungsprozess wird mit Hilfe von Computern überwacht und gesteuert, die Qualität im Labor geprüft. Da die Maschinen unter großer Belastung stehen, gehören auch kleine Reparaturen zum Arbeitsalltag. Werkzeugkasten und Laborutensilien werden regelmäßig gegen den Schreibtischstuhl getauscht, wenn die Koordination der Lieferungen ansteht.

Interesse an Technik, selbstständiges Arbeiten und analytische Fähigkeiten sind daher gute Voraussetzungen für den erfolgreichen Einstieg in den Beruf. Ein Haupt- oder Realschulabschluss rundet die Bewerbung bei einem der bundesweit rund 1 800 Transportbetonwerke ab. In der Regel werden die Azubis übernommen.

Außerdem sind die Chancen gut, nach der dreijährigen Ausbildungszeit die Karriereleiter weiter hochzuklettern. Beispielsweise ist es möglich, sich als Industriemeister „Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK (m/w)“ weiter zu qualifizieren.

Mehr Informationen zu dem abwechslungsreichen Berufsbild und zu offenen Ausbildungsplätzen finden sich unter www.verfahrensmechaniker.de. txn