Hotel Engel feiert fünfjähriges Bestehen

Das Hotel Engel feiert sein fünfjähriges Jubiläum am 1 Dezember mit Holzfassanstich, Livemusik des „Holzach-Trios“ und leckeren bayerischen Schmankerl. FOTOS: ENGEL
Inmitten der Voralpenlandschaft am bayerischen Bodensee befindet sich auf der Lindauer Insel das drei Sterne Hotel Engel, mit bayerischer Stube und Dachterrasse. „Bei uns können die Gäste ankommen, sich wohlfühlen und gutbürgerliche Schmankerl in historischem Ambiente genießen", sagt der bekannte Meister im Gastgewerbe, Winfried Ermler, der früher im Lindauer Seglerclub tätig war und das Hotel vor fünf Jahren übernommen hat.

Von Viktoria Benz

Winfried Ermler und sein Team freuen sich über das Jubiläum.
Winfried Ermler und sein Team freuen sich über das Jubiläum.
Die Doppelzimmer sind hervorragend ausgestattet.
Die Doppelzimmer sind hervorragend ausgestattet.
LINDAU - Damals ließ er das historische Gasthaus von Grund auf neu renovieren, eine neue Haustechnik installieren und einen Aufzug einbauen. „Wir starteten zu Beginn mit einem kleinen Team, das im Laufe der Jahre auf 15 Mitarbeiter herangewachsen ist." Dem trägt aber nicht nur Lindau als beliebtes Tourismusziel bei, sondern auch die Zufriedenheit und Treue der heimischen Gäste. Regelmäßig treffen sie sich dort am Stammtisch, um Karten zu spielen, Neuigkeiten auszutasuchen und vor allem um das kulinarische Angebot zu genießen. Durch die Mitgliedschaft im Verband LandZunge, hat sich das Hotel verpflichhtet die Produkte für die Zubereitung der Gerichte regional einzukaufen. Die regionalen und frischen bayerischen und schwäbischen Schmankerl werden in der gutbürgerlichen Küche von zwei namhaften Köchen zubereitet. Tim Geißer, der seine Ausbildung zum Koch im Schachener Hof absolvierte und der dienstälteste Heiko Hillebrandt, früherer Koch in der Alten Post, verwöhnen die Gäste mit Qualität, wie es seit Jahrhunderten der Tradition des Hauses entspricht. Erst kürzlich haben sie die Winterspeisekarte mit diversen Schmorgerichten und Wintergemüse fertiggestellt. Aber nicht nur die Saisonkarte, auch die wechselnde Tageskarte mit Wild- und vegetarischen Gerichten bringt dem Gast Abwechslung auf den Teller. Bei bayerischem Bier, ausgewählten Weinspezialitäten und hervorragendem Service verweilen die Gäste gerne und lange in einer der urgemütlichen Stuben, die auch als beliebte Locations für private Feierlichkeiten dienen. Bis zu 55 Personen finden in der Engelstube im ersten Stock Platz, etwas weniger Sitzmöglichkeiten gibt es in der Bockstube, die sich im Erdgeschoss befindet. „Für spezielle Anlässe bieten wir individuelle Speisen an und gehen dabei auf die Wünsche des entsprechenden Gastgebers ein."

„Es ist schön zu sehen, was in fünf Jahren entstanden ist“

In eine der Stuben oder auf der Dachterrasse finden unter anderem mehrmals im Jahr spezielle Empfänge und Bierschulungen statt. Biersommeliere Julia Weber vermittelt darin die Grundlagen des weltweit beliebtesten Getränks, beantwortet Fragen und lässt die Teilnehmer in den Genuss von mindestens sieben Biersorten kommen. Zum Abschluss gibt es eine köstliche, zünftige und gehaltvolle Brotzeit, wie sie nur auf der Speisekarte des Hotel Engels zu finden ist. Wer den leckeren Tropfen verfallen ist oder gar die wunderschöne Gegend zwischen dem Allgäu und den Alpen erkunden will, der hat die Möglichkeit in einem der zehn Doppelzimmer zu übernachten. Nicht nur der hervorragende Service auch die Ausstattung mit modernen, maßgefertigten Vollholzmöbeln, bequemen Boxspringbetten mit allergikerfreundlicher Bettwäsche, kostenlosem WLAN, LED-Flat-Screen-TV, Schallisolation und hochmodernen Bädern mit teilweise ebenerdigen Duschen sorgen für einen angenehmen Aufenthalt. Die Zimmergrößen variieren zwischen 17 und 20m2.

Im Hotel herrscht ein historisches Ambiente. 
Im Hotel herrscht ein historisches Ambiente. 
Die Bäder sind modern ausgestattet. 
Die Bäder sind modern ausgestattet. 
Eine preiswertere Alternative bieten die Mini-Zimmer, die aufgrund der historischen Bauweise des Hauses, eine teilweise verminderte Aussicht haben und deshalb günstiger im Preis sind. Erst kürzlich bestätigte der deutsche Hotel und Gaststättenverband (Dehoga) zum wiederholten Mal die drei Sterne. Sie geben Auskunft über die im Hotel herrschen- den Qualitäts- und Leistungsmerkmale, wie etwa die Infrastruktur, die Ausstattung der Zimmer, Empfangs- und Aufenthaltsräume sowie den gebotenen Service. Dass das Hotel und das Gasthaus die Gäste überzeugt, bestätigen zahlreiche postive Bewertungen auf Plattformen, wie etwa Booking.com oder Trip Advisor. Von der weltweit größten Reisewebseite, mit unvoreingenommenen Bewertungen, erhält das Hotel unter anderem jedes Jahr das Zertifikat für Exzellenz. Außerdem ist es Mitglied im Verband der Bodenseehotels, eine Kooperation mit rund 100 weiteren Hotels am Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die den Aufenthalt der Gäste zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Auch in Sachen Ausbildung wurde das Gastgewerbe bereits mehrfach ausgezeichnet.

„Ich freue mich sehr, dass unser Angebot von den Lindauerinnen und Lindauern so gut angenommen wird. Ohne die tolle Zusammenarbeit und dem lobenswerten Einsatz meiner Mitarbeiter wäre mir das nicht gelungen", sagt Winfried Ermler, der noch immer, auch nach schweißtreibenden fünf Jahren, viel Freude daran hat, ein guter Gastgeber zu sein. „Ich freue mich auf viele weitere Jahre und bedanke mich auch bei unseren treuen Gästen, lieben Freunden und Weggefährten, die ebenfalls maßgebend für den Erfolg sind. Es ist schön zu sehen, was in den fünf Jahren entstanden ist.“ Zu diesem Anlass findet am 1. Dezember ein Jubiläums-Frühschoppen mit Holzfassanstich statt. Bei zünftiger, bayerischer Livemusik des „Holzach-Trios“, kesselfrischen Weißwürsten und ofenfrischem Leberkäs wird das Jubiläum gefeiert.

Als ein Stier die Bockstube besuchte ...

In der Engelstube im ersten Stock finden bis zu 55 Gäste Platz. Sowohl dort als auch auf der Dachterrasse finden unter anderem Empfänge und Bierschulungen statt.
In der Engelstube im ersten Stock finden bis zu 55 Gäste Platz. Sowohl dort als auch auf der Dachterrasse finden unter anderem Empfänge und Bierschulungen statt.
LINDAU - Der „Engel“ ist ein Haus mit Tradition. Einer Tradition, die bis ins Ende des 14. Jahrhunderts zurückreicht. Um 1390 erbaut und 1589 erstmalig als „Wirtshaus zum goldenenen Engel“ erwähnt, zählt das Gebäude mit seinem charakteristischen Fachwerk zu den ältesten Gasthöfen Lindaus. So beliebt wie die Gaststube heute ist, so war sie das auch schon früher. Schon damals war der Engel ein beliebter Treffpunkt der Lindauer. Scheinbar sprach sich das herum, denn auch Fuhrleute, die auf der Durchreise waren oder ihre Ladung am Schrannenplatz ablieferten, zog es immer wieder in die urige Gaststube in der Schafgasse 4.

Die Räumlichkeiten werden auch für Feierlichkeiten genutzt.
Die Räumlichkeiten werden auch für Feierlichkeiten genutzt.
Im Hotel Engel befindet sich eine der ältesten Erker Lindaus.
Im Hotel Engel befindet sich eine der ältesten Erker Lindaus.
Womöglich war die Nachfrage so groß, dass der damalige Inhaber Fritz Schlechter 1895 einen Antrag für eine weitere Schankstube stellte. Die Lindauer Obrigkeit lehnte diesen jedoch ab, weil die Stube angeblich nicht einmal den bescheidensten Ansprüchen einer Schankstube entsprach. Als der Antrag später doch genehmigt wurde, eröffnete die Bockstube im Erdgeschoss. Auch sie diente in früheren Zeiten als Bier- und Vesperstube der Handwerker und Reisenden. Berühmtheit erlangte die Stube in den 50er Jahren, als ein wildgewordener Stier sich seinem nahen Lebensende entziehen wollte und vor der Metzgerhand in die Bockstube flüchtete. 

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Im Hotel Engel werden frische, bayerische Gerichte serviert
Im Hotel Engel werden frische, bayerische Gerichte serviert
Erstaunt musste er feststellen, dass seine bloße Anwesenheit zu einem heillosen Durcheinander führte, woran er sich sogleich redlich beteiligte, in dem er über, unter und zwischen Tischen, Bänken, Stühlen und anderem Inventar herumsprang. Seitdem heißt es im Engel: „Benimm dich nicht wie der Stier in der Bockstube.“ Als ihm dieses zu viel wurde, verließ er die Stube durch einen beherzten Sprung durchs Fenster zurück in die Schafgasse. Allerdings verließ ihn hier sein Glück, wurde er doch kurz darauf vom herbei geeilten Polizei-Soldaten Flax erschossen. Doch man sieht sich immer zweimal. Der Stier landete wieder in der Bockstube und wurde schließlich auf den noch heil gebliebenen Tellern serviert.