Der Wechsel auf Winterreifen steht an

Jetzt die Reifen wechseln

Reifenexperten raten, beim Reifenwechsel die Faustregel „von O bis O" zu beherzigen – also im Oktober auf Winterreifen und um Ostern wieder auf Sommerreifen zu wechseln. Wer sich daran orientiert, macht in der Regel nichts falsch. Zur Osterzeit verabschieden sich meist die frostigen Temperaturen und im Oktober wird es langsam wieder kälter. Die genauen Temperaturen und Witterungsverhältnisse sind jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Hersteller empfehlen von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln, wenn die Temperaturen unter sieben Grad Celsius fallen. Die Straßenverkehrsordnung macht übrigens keine Vorschriften zur richtigen Zeit für den Reifenwechsel. Hier heißt es lediglich in §2 Abs. 3a, dass ein Auto bei winterlichen Straßenverhältnissen (Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte) nur mit Winterreifen (M+S-Reifen, Alpine-Symbol) gefahren werden darf. Wer seine Reifen in der Werkstatt wechseln lässt, tut gut daran, sich früh zu kümmern, denn in der Räderwechsel-Saison kommt es in den Werkstätten sowohl zu zeitlichen als auch zu materiellen Engpässen. Im Klartext: Einen Termin zum Reifenwechsel bekommt man nur mit ausreichend Vorlauf, und wer neue Reifen kaufen möchte, muss unter Umständen auf sie warten. Wer das umgehen möchte, sollte das Projekt Reifenwechsel also lieber ein paar Wochen vor dem allgemeinen Ansturm auf die Werkstätten angehen.

Es gibt durchaus gute Gründe, den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen zu lassen. Da wäre die Möglichkeit, hier seine Reifen einlagern zu lassen. Das kann man zwar auch unabhängig von der Montage machen, doch bei vielen Werkstätten kostet die Einlagerung weniger, wenn man dort auch den Wechsel machen lässt. Los geht es bei rund sieben Euro pro Rad und Saison. Und schließlich hat nicht jeder genug Platz im Keller, um die Sommer- und Winterreifen selbst zu verstauen. Zudem nimmt einem die Werkstatt die Arbeiten, die mit der Einlagerung einhergehen ab. Sichtprüfung auf Schäden, Reifenreinigung und gegebenenfalls Auswuchten der Räder sind weitere Services, die die Werkstatt übernimmt.

Ein weiterer Grund, weshalb ein Reifenwechsel in der Werkstatt durchgeführt werden muss, ist der Check des direkten Reifendruck-Kontrollsystems (RDKS). Sofern ein solches verbaut ist, sollten die Reifen nur vom Profi gewechselt werden. Er überprüft die Sensoren in den Reifen, die über ein Funksystem die Daten an eine zentrale Steuereinheit übermitteln. Wer einen Wagen mit indirektem RDKS fährt, hat diese Sorgen nicht – in seinen Rädern stecken keine Sensoren, die es zu prüfen gilt.

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Sehen und gesehen werden – Licht und Sehtest 2018

Durchblick ist notwendig

Kfz-Betriebe und Augenoptiker laden zum Licht- und Sehtest. Eine regelmäßige Prüfung des Autolichts und der Sehschärfe bringt den Durchblick im Straßenverkehr. Denn Menschen erfassen 90 Prozent aller relevanten Informationen über die Augen. Im Licht-Test-Aktionsmonat Oktober sagen die Zentralverbände des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) und der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) „Einäugigen" und „Blendern" den Kampf an. Die beiden Spitzenverbände appellieren an alle Autofahrer, im Oktober nicht nur die Licht-Anlage ihres Autos, sondern auch ihr Sehvermögen überprüfen zu lassen. Die jährliche Statistik des Licht-Tests verrät, dass zu Beginn der dunklen Jahreszeit rund jedes dritte Fahrzeug mit defekten Lichtern unterwegs ist.

Gutes Licht am Auto reicht zudem nicht aus, wenn die Augen nicht „richtig eingestellt" sind. Auch ein regelmäßiger Sehtest ist ein Muss, denn jeder zweite Fahrer sieht nicht ausreichend. Teilnehmende Innungsaugenoptiker prüfen kostenlos die aktuelle Tagessehschärfe der Verkehrsteilnehmer. Besonders wichtig sind regelmäßige Sehtests zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, wenn die „Alterssichtigkeit" einsetzt.

In diesem Lebensjahrzehnt verlieren die Augen zunehmend ihre Fähigkeit, kleinere Sehschwächen wie leichte Weitsichtigkeit durch Anpassungsleistungen selbst zu kompensieren. Mit diesem Service erbringen die Innungsbetriebe des Kfz-Handwerks und der Augenoptiker im Oktober geldwerte Leistung in dreistelliger Millionenhöhe.

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Aktuelles zum Thema Diesel

Diesel – was nun?

In der anhaltenden Diesel-Debatte fordert der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) eine schnelle Lösung. Oberste Priorität habe dem Verband zufolge die Hardware-Nachrüstung im Verkehr befindlicher Dieselautos. Mit dem Einlenken der Kanzlerin, Diesel mit Stickoxid-Katalysatoren nachrüsten zu lassen, und dem Spitzentreffen zur Diesel-Problematik im Kanzleramt seien die Weichen in die vom ZDK geforderte Richtung gestellt worden. „Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden", heißt es vom Verband.

Bereits seit Beginn der Debatte macht sich der ZDK für die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Pkw stark. Man habe schon genug Zeit verloren. Jetzt müssten im Sinne von Autohandel und vieler Millionen Diesel-Fahrer endlich konkrete Lösungen her, um den anhaltenden Wertverlust der Diesel-Pkw zu stoppen und die Stickoxidreduzierung schnellstmöglich mit Maßnahmen am Bestand voranzubringen.

Dieselfahrer werden noch eine Weile auf die vom Bundesverkehrsministerium angedachten Nachrüstsysteme warten müssen. Hersteller wie Baumot wollen zwar im kommenden Jahr mit ersten für Euro-5-Diesel vorgesehenen Lösungen auf den Markt kommen.Doch Experten kalkulieren vorsichtiger: „Ich rechne erst in zwei Jahren mit nennenswerten Stückzahlen bei verfügbaren Umrüstsätzen", sagt etwa Stefan Reindl, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft in Geislingen.

Doch bislang liegt dem Kraftfahrtbundesamt nur ein solches System zur Freigabe vor, wie das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Ob es am Ende auch in Städten mit Fahrverboten einsetzbar ist, ist zudem fraglich, da die Voraussetzungen noch nicht feststehen. „Der Bund wird umgehend Anforderungen für wirksame Systeme definieren und das Kraftfahrtbundesamt wird Genehmigungen erteilen, damit diese zeitnah auf dem Markt angeboten werden können", heißt es im Bundesverkehrsministerium. Im vergangene Woche vorgestellten Dieselkonzept der Bundesregierung sind Hardware-Nachrüstungen für Euro-5-Diesel neben Umtauschaktionen als Möglichkeit vorgesehen, um die Luft in Städten mit hoher Schadstoff-Belastung zu verbessern.

Beispiel Stuttgart: Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro-4/IV und schlechter dürfen ab Anfang 2019 im gesamten Stadtgebiet Stuttgart (derzeitige Umweltzone) nicht mehr fahren, das hat die grün-schwarze Regierung in Baden-Württemberg beschlossen. Zum Januar trifft das Fahrverbot nur auswärtige Fahrzeuge. Stuttgarter Diesel-Besitzer sind dann ab April 2019 von den Fahrverboten betroffen. Euro-5/V-Diesel können erst mal auch 2019 weiter in die Stadt einfahren. Man wolle die Wirkung des Pakets zur Luftreinhaltung abwarten und erst Mitte 2019 über Verschärfungen nachdenken.