Lindau: Münsterpfarrei lädt zur Besichtigung ein

Der Pfarrhof wurde zum Pfarrzentrum umgebaut: Die Räumlichkeiten dienen nun für gemeindliche Zusammenkünfte sowie für die Proben des Kirchenchors und der Jungen Kantorei. FOTOS: VIKTORIA BENZ
Ein Jahr lang wurde der alte Pfarrhof auf der Lindauer Insel saniert. Nun nach Beendigung der Bauarbeiten lädt die Münsterpfarrei die Bürger zum Kirchenkaffee und anschließender Gebäudebesichtigung ein.

Von Viktoria Benz

LINDAU - Nachdem der Pfarrhof seit Jahren leer stand und aller Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahrzehnten auch als Wohnung für einen Pfarrer nicht mehr gebraucht wird, kam die Kirchenverwaltung zum Ergebnis, das Pfarrheim „Auf der Mauer“ zu verkaufen und den Pfarrhof zum Pfarrzentrum umzubauen. Die Räumlichkeiten sollen in Zukunft vor allem für Proben des Kirchenchors und der Jungen Kantorei sowie für geimeindliche Zusammenkünfte dienen. Nachdem der Gemeinderat vor rund drei Jahren dem Vorhaben zustimmte konnten die Sanierungsarbeiten im September vergangenen Jahres beginnen. „Mit dem beauftragten Architektenbüro Meßmer in Wasserburg haben wir eine kompetente Architektin gefunden, die auf unsere individuellen Wünsche und Anliegen eingegangen ist“, sagt Kirchenpfleger, Winfried Schlegel.

„In so einem alten Gebäude ist man nie vor Überraschungen sicher“

Schon sehr früh entwickelte sich das initiale Bauvorhaben als komplexes Umbau- und Sanierungsprojekt, das schließlich mit der Planung der Außenanlage und Sanierung der Gartenmauer endete. Für Architektin Beate Meßmer war es ein sehr spannendes und vielseitiges Projekt, das sie und alle Mithelfenden immer wieder vor neuen Herausforderungen stellte. Sei es der Wasserschaden gewesen, wovon vor allem die Waschküche und das benachbarte Pfarrbüro betroffen war oder die Brandschutz- und Denkmalschutzauflagen, die bei den Umbaumaßnahmen streng eingehalten werden mussten. „In so einem alten Gebäude ist man nie vor Überraschungen sicher“, sagt Schlegel, der nun sehr glücklich mit dem Endergebnis ist.

Umbau und Sanierung
Dank einer eingebauten Faltwand können die Räume im ersten Stock zu einem großen Saal umfunktioniert werden.
Dank einer eingebauten Faltwand können die Räume im ersten Stock zu einem großen Saal umfunktioniert werden.
Zu Beginn wurde die Tragfähigkeit des Gebäudes sowie die Wände und Decken auf den historischen Bestand geprüft. Noch vor Jahresende wurden die Wände verputzt, neue Fenster eingebaut und neue Heizungs-, Sanitär und Elektroanlagen installiert. Außerdem wurden in den ehemaligen Wohnräumen der Pfarrer und der noch länger leerstehenden Zimmer der Kapläne im ersten Stock die Wände herausgerissen und mit einer Faltwand ersetzt. Je nach Bedarf können die beiden Räume nun zu einem großen Saal umfunktioniert werden. Anfang diesen Jahres erfolgten die Fliesen- und Parkettarbeiten sowie die Monatge der Außentreppe.

Neben einem barrierefreien Zugang sowie einer behindertengerechten Toilette wurde auch ein Treppenlift eingebaut, der es gehbehinderten Menschen erlaubt, in die Räumlichkeiten im ersten Stock zu gelangen. Dort befindet sich die denkmalgeschützte „Sala Historica“, in der lediglich die Fenster erneuert wurden. Des Weiteren wurde ein Büro für den Kantor, ein Notenarchiv, eine Registratur und ein Raum für kleinere Versammlungen und Gruppenarbeiten eingerichtet sowie die Küche erneuert.

Die „Sala Historica“ ist der äölteste Teil des Gebäudes, in dem lediglich die Fenster erneuert wurden.
Die „Sala Historica“ ist der äölteste Teil des Gebäudes, in dem lediglich die Fenster erneuert wurden.
Bis Ostern konnten die Arbeiten im Innenbereich mit einem neuen Anstrich der Wände abgeschlossen werden. Dabei wurden die Farbschichten aller Epochen an drei Stellen frei gelegt und die restlichen Räume in den Farben des 18. Jahrhunderts angestrichen. Die Arbeiten im Garten starteten im April und die Sanierung der Gartenmauer sowie die Resarbeiten konnten bis Ende Juni abgeschlossen werden.


Kichenkaffee und Besichtigung

Nachdem das Pfarzentrum am 15. August eingeweiht wurde, lädt die Münsterpfarrei am 23. September nach dem Gottesdienst zum Kirchenkaffee ein, bei dem die Möglichkeit besteht, sich das neu sanierte Gebäude anzuschauen. Ab zehn Uhr werden die interessierten Bürger im Pfarrzentrum in Empfang genommen.

Einladung

Die Münsterpfarrei lädt am 23. September nach dem Gottestdienst zum Kirchenkaffee ein. Dabei besteht die Möglichkeit sich das neu sanierte Pfarrzentrum auf der Lindauer Insel anzuschauen. An diesem Tag sind die interessierten Bürger ab 10 Uhr willkommen.