Tag des Friedhofs

„Friedhöfe sind grüne Oasen“, betont der Bund der Friedhofsgärtner. FOTOS: BURGHART
Bereits 2001 wurde der „Tag des Friedhofs“ vom „Bund deutscher Friedhofsgärtner“ ins Leben gerufen und findet seitdem als bundesweiter Aktionstag in Zusammenarbeit von Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern, Floristen, Städten und Religionsgemeinschaften statt. In diesem Jahr steht der „Tag des Friedhofs“ am Samstag, 15. September, und Sonntag, 16. September, unter dem Motto „Der Friedhof: Leben – Lachen – Freude“.

REGION – „Der Friedhof ist bunt, er ist spannend und er ist abwechslungsreich“, das teilt der Bund der Friedhofsgärtner zum diesjährigen Tag des Friedhofs mit. Friedhöfe seien ganz besondere Orte, an denen man aber nicht nur trauern und Trost finden könne, heißt es weiter. „Friedhöfe bieten auch Ruhe und Raum zum Entspannen, lassen Menschen Hoffnung schöpfen und neuen Mut gewinnen. Trauernde finden hier einen geschützten Rahmen, um sich von den Verstorbenen zu verabschieden und um ihrer zu gedenken“.

Friedhöfe seien aber weit mehr als Erinnerungs- und Trauerorte, so die Fachleute. „Sie können auch Zentren der Lebensfreude sein, denn hier erinnern sich Menschen oftmals an Schönes, kommen ins Gespräch miteinander und fassen Mut. Friedhöfe sind also auch Orte der Lebenden“. Deshalb lädt der Tag des Friedhofs 2018 unter dem neuen Motto „Der Friedhof: Leben-Lachen-Freude“ dazu ein, den Friedhof von seiner lebensbejahenden Seite neu kennenzulernen.

Jedes Jahr im September soll den Menschen der Friedhof als Ort der Trauer, aber auch als Kulturstätte und eben auch als Ort der Lebenden nähergebracht werden, um so die Themen „Trauer und Tod“ zu enttabuisieren. Mit dem diesjährigen Motto will der Bund der Friedhofsgärtner deutlich machen, dass Friedhöfe nicht nur Orte des Abschiednehmens, sondern auch Orte der Begegnung sind. Außerdem soll der Friedhof allen Generationen, also älteren Menschen genauso wie deren Kindern und Enkeln, als schöne Erinnerungsstätte nähergebracht werden. „ Und es soll deutlich gemacht werden, dass ein Friedhof immer aufgesucht werden kann, wenn man sich vom stressigen Alltag erholen, eine ruhige Mittagspause verbringen oder einfach die Schönheit und die Ruhe des Ortes genießen möchte“, betont der Verband.

Wird der Friedhof als „grüne Oase“ verstanden, kann er Treffpunkt der Generationen genauso sein, wie ein Ort der Kunst und Kultur sowie der Lokalgeschichte. Außerdem, so die Organisatoren, seien Friedhöfe ein Teil des Stadt- und Gemeindelebens.

Als weiteren Zweck des „Tags des Friedhofs“ nennt der Bund deutscher Friedhofsgärtner, dass Kinder an die Themen „Tod, Sterben und Trauer“ herangeführt werden sollen. „Beim Tag des Friedhofs können Kinder den Friedhof als Ort des Lebens kennenlernen und bauen somit gar nicht erst Abwehrreaktionen gegen ein Tabuthema auf“, betont der Bund deutscher Friedhofsgärtner. Karl-Heinz Burghart