Einweihung Festhalle Aixheim

In freundlichen Farben sind die Duschen der Aixheimer Halle gehalten - Jens Hafner von der Gemeindeverwaltung hat das Projekt während der Bauzeit begleitet
Die erweiterte Aixheimer Festhalle wird am Wochenende,nach 16-monatiger Bauzeit, eingeweiht. Dazu findet am Freitag ein Festakt mit Handwerkervesper für geladene Gäste statt.

ALDINGEN-AIXHEIM (smü) - Am Sonntag wird die Halle dann mit einem Tag der offenen Türe der Öffentlichkeit vorgestellt. Um 10.15 Uhr beginnt der Tag mit einem Gottesdienst und der Weihe der Sport- und Festhalle, der Kirchenchor begleitet den Gottesdienst. Im Anschluss spielt der Musikverein Aixheim während des Frühschoppens und am Nachmittag. Die Jazztanzgruppe des Turnvereins Aixheim tritt auf und die Halle kann den ganzen Tag über besichtigt werden.

Festakt und Tag der offenen Türen

Zuerst sehen die Besucher eine Holzfassade aus Weißtanne. Sie ist mit Dura Patina eingelassen. Das ist eine Vergrauungslasur durch die der natürliche Prozess unbemerkt bleibt. Die Halle wurde komplett in Holzbauweise erstellt - also nicht nur die Oberflächen innen und außen, sondern das komplette Tragwerk ist in Holzbauweise errichtet.
Hier wird künftig so manches Schnitzel über die Theke gehen - Jens Hafner im neuen Ausgabe-Bereich. FOTOS: SILVIA MÜLLER 
Hier wird künftig so manches Schnitzel über die Theke gehen - Jens Hafner im neuen Ausgabe-Bereich. FOTOS: SILVIA MÜLLER 
Im Inneren erkennen die Besucher die alte Halle kaum wieder. Der Zugang ins Gebäude durch eine große Glastür führt die Gäste ins großzügige Foyer. Es hat jetzt eine Gesamtfläche von 100 Quadratmetern und ist teilbar in einen kleineren Festraum von 60 Quadratmetern. Die Wandverkleidung im Foyer ist in Fichtenholz gehalten und erscheint somit natürlich und hell. Der Raum ist so konzipiert, dass der Sportbetrieb parallel möglich ist. An das Foyer grenzt die Garderobe, der Trakt mit den Toiletten und den Umkleideräumen. Das war die frühere Halle. In diesem Teil des Gebäudes setzte die Planungsfirma Jana, Wohlleber und Broghamme auf kräftige Farben.

Die Küche ist großzügig und entspricht modernsten Standards. Der Herdblock mit der Abzugshaube ist übernommen worden, außerdem finden die Nutzer ausschließlich neue Geräte und voneinander getrennte Bereiche. Spülen, kochen, lagern und ausschenken - jeder Bereich hat seinen Platz. Die Kühlzellen werden durch ein externes Aggregat betrieben, so entsteht in der Küche keine zusätzliche Abwärme.

Kaufer Passer

Das hält ein halbes Jahrhundert

Blitzblank, hygienisch und top-ausgestattet ist die neue Küche. FOTOS: SMÜ
Blitzblank, hygienisch und top-ausgestattet ist die neue Küche. FOTOS: SMÜ
Die neue Sport- und Festhalle ist in jeder Hinsicht ein Highlight.

ALDINGEN-AIXHEIM (smü) - Sie misst 22 mal 25 Meter und stellt somit ein halbes Handballfeld dar. So hat diese Sportsparte die Trainingsmöglichkeit, auf ein Tor zu spielen. Durch einen Trennvorhang kann sie verkleinert werden, so dass ich Gäste einer Veranstaltung nicht „verlieren“.

Durch die ausgeklügelte Lüftungstechnik konnte das Versprechen den Nachbarn gegenüber eingehalten werden, dass keine Fenster mehr geöffnet werden müssen. Das wird die Lärmbelästigung erheblich reduzieren. Die Bühne ist großzügig konzipiert, mit komfortabler Licht- und Tontechnik ausgestattet und hat einen strapazierfähigen Industrieboden aus Eichenparkett.

Ein so genanntes „Multimotion Center“ bietet vielfältige Trainings- und Spielmöglichkeiten. Eine riesige raumhohe Fensterfront zur einen Seite und Oberlichter zu der anderen Seite machen die Halle zu einem von Licht durchfluteten Raum. In technischen Daten und Zahlen ist ein Baukörper von 8400 Kubikmeter Rauminhalt auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern zu Baukosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro entstanden.

Architekten Broghammer

Rund 20 Gewerke wurden ausgeführt, die Handwerker führten ihre Arbeiten termingerecht nacheinander aus. Die ursprünglich geplanten Baukosten konnten nicht eingehalten werden, denn im Verlaufe der Bauphase stellte sich heraus, dass einige zusätzliche Upgrades ausgeführt werden sollten. So bekam der Platz vor der Halle eine Energiesäule. Die wurde notwendig, um Feste in Freien mit Strom und Wasser zu versorgen.

Auch die Bühnentechnik und die Außenanlagen verteuerten den Bau in ungeplanter Weise. Die bisherige Halle wurde im Jahr 1964, also vor nunmehr 54 Jahren, erbaut - zum Zeitpunkt des Rückbaues war sie in einem noch sehr guten Zustand, sie war nur eben zu klein geworden. Der gute Zustand der Halle ist auf den sorgsamen Umgang der Nutzerinnen und Nutzer zurückzuführen. Unter diesen Voraussetzungen gehen die Verantwortlichen in der Gemeinde davon aus, dass die neue Halle auch wieder 50 Jahre und mehr überdauern wird und sie die Kosten daher vertreten können.