KFZ Profis Biberach – Im Dienst der Verkehrssicherheit

Die Hauptuntersuchung nicht vergessen

Für jeden Autobesitzer kommt einmal der Tag der Wahrheit. Das gute Stück muss umgangssprachlich zum TÜV. Gemeint sind damit die Haupt- und Abgasuntersuchung, kurz HU beziehungsweise AU. Die Abgasuntersuchung wird nach dem Dieselskandal im übrigen inzwischen wieder mit einem Schlauch unter Realbedingungen geprüft. Wo bekommt man die Plakette unkompliziert und schnell und wo ist es am günstigsten? Wo das Auto auf Herz und Nieren geprüft wird, entscheidet der Halter selbst. Die Prüfer von Dekra, TÜV und anderen Organisationen arbeiten sowohl für Vertragshändler als auch in freien Kfz-Werkstätten. Autos müssen aller zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, Neuwagen erstmalig 36 Monate nach dem Kauf. Die Preise für die Untersuchung sind aber keine Fixpreise. Rund 50 bis 80 Euro bezahlt man für die reine Hauptuntersuchung ohne Abgasuntersuchung (AU). Inklusive AU muss man zwischen 80 und 110 Euro einplanen. Fährt man direkt zu einer Prüforganisation, könnte man auch ohne Termin drankommen. Es kann aber auch dauern, wenn andere Fahrzeughalter auf die gleiche Idee gekommen sind. TÜV, DEKRA und Co. haben feste Preistabellen, es kommen aber keine Extrakosten dazu. Stellt der Prüfer einen Mangel fest, kann dieser vor Ort nicht behoben werden. Auch wenn es nur eine defekte Lampe ist, muss man zur Nachkontrolle und das kostet nochmal ab zehn Euro aufwärts - und vor allem Zeit. Kleine Mängel, wie die Glühlampe oder auch eine abgenutzte Bremse können in einer guten Werkstatt noch während des Prüftermins behoben werden. Während der Prüfer das Protokoll ausfüllt, wird das Auto fit gemacht, der Prüfer schaut nochmal drüber und man bekommt die Plakette.

Der Termin der nächsten HU steht im Fahrzeugschein, dem aktuellen Prüfbericht und auf der Prüfplakette. Kommt man mehr als zwei Monate nach Fälligkeitstermin, muss man zusätzlich zur HU noch eine Ergänzungsuntersuchung durchführen lassen. Man bezahlt dann rund 20 Prozent mehr. Ab dem Tag der letzten HU hat man wieder zwei Jahre Zeit. Das heißt, wenn man zwei Monate zu spät kommt, werden diese zwei Monate nicht mehr von den nächsten zwei Jahren abgezogen. Das sollte aber kein Anreiz sein, grundsätzlich später zur HU zu gehen. Wird man nämlich im Straßenverkehr ohne gültige HU erwischt, bezahlt man bei einer Fristüberschreitung von mehr als zwei bis vier Monaten: 15 Euro, mehr als vier bis acht Monaten: 25 Euro, und mehr als acht Monaten: 60 Euro. Und hier gibt es noch einen Punkt in Flensburg. Für die Nachprüfung hat man auch zwei Monate Zeit.

Auch ohne gültige HU ist man durch eine Versicherung vor den Folgen eines Unfalls geschützt. Aber sollte der Unfall auf technische Mängel zurückzuführen sein, kann es teuer werden. Wären diese Mängel nämlich bei der HU entdeckt worden und hätten behoben werden müssen, kann die Versicherung in Regress nehmen, den Halter also an Schadenszahlungen beteiligen. Das gilt übrigens auch, wenn mit gültiger HU sicherheitsrelevante Mängel auffallen und diese nicht behoben worden sind. Kommt es dadurch zum Unfall, kann Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Deshalb lieber nur mit gültiger HU fahren und regelmäßig zur Durchsicht mit dem Auto in die Werkstat.

Reifen Wohnhas - Autos & Zubehör
DW Wickfelder

Airbags können Leben retten

Der unsichtbare Lebensretter

Normalerweise ist er unsichtbar. Doch bei einem Autounfall trägt ein Airbag erheblich dazu bei, Verletzungen zu vermeiden. Binnen 20 bis 50 Millisekunden entfaltet sich der Luftsack und verhindert, dass der Insasse mit seinem Körper direkt auf das Cockpit prallt.Möglich wird dies im Grunde durch den Start einer Minirakete, denn hinter dem Auslösen steckt Pyrotechnik. „Ein elektrischer Impuls sorgt dafür, dass ein Festtreibstoff entzündet wird. Das dadurch freigesetzte Gas strömt dann in den Luftsack“, erläutert Matthias Boljen vom Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik in Freiburg. Es führt für die Airbag-Hersteller Belastungstests der verbauten Materialien durch.

Beim Luftsack handelt es sich in der Regel um Kunstfasergewebe. Entfaltet sich so ein Sack, muss er erheblichen Belastungen standhalten können - und das auch nach Jahren, in denen er zusammengefaltet hinter einer Blende versteckt ist. „Airbags sind für die Lebenszeit eines Autos ausgelegt und bedürfen keiner speziellen Wartung“, sagt Mirko Gutemann vom Airbag-Hersteller ZF Friedrichshafen. Die Fahrzeugelektronik überprüft das Airbagmodul. Liegt hier eine Fehlfunktion vor, werde das im Cockpit über eine Kontrollleuchte angezeigt. Wer etwa bei einem Gebrauchtwagen die Airbags überprüfen will, kann hierzu in einer Fachwerkstatt einen Funktionstest machen lassen.Ausgelöst wird ein Airbag über Sensoren. „Hierfür sind ganz erhebliche Negativbeschleunigungen notwendig, die jenseits denen einer Vollbremsung liegen“, erläutert Boljen. Auch müssten mehrere Sensoren gleichzeitig dieselben Beschleunigungswerte messen. Bei leichteren Rangierunfällen etwa löst ein Frontairbag nicht aus. Ein ausgelöster Airbag kann und darf nicht wiederverwendet werden. „In so einem Fall muss das komplette Airbagmodul mit Luftsack, Gasgenerator und Steuergerät ersetzt werden“, sagt Gutemann.

Der Klassiker ist der Front-Airbag, der für den Fahrer im Lenkrad und den Beifahrer in der Armaturenblende integriert ist. Er wird seit gut 30 Jahren serienmäßig verbaut, hinzugekommen sind diverse andere Systeme. „Beim Seitenaufprall werden beispielsweise im Sitz integrierte Seitenairbags verbaut, zudem gibt es noch seitliche Airbags für den Kopfschutz, die im Dachhimmel integriert sind“, sagt Gutemann. Knieairbags wiederum werden in der unteren Armaturentafel eingesetzt und sollen bei einem Crash die Sitzposition des Fahrers günstig beeinflussen und so Verletzungen vorbeugen.

Ein weiterer Trend: sogenannte Center-Airbags zwischen Fahrer und Beifahrer. Gearbeitet wird zudem an Airbags für die Rücksitzinsassen und an Konzepten zur vorzeitigen Auslösung der Luftsäcke: Durch ihre Umfeldsensorik sollen Fahrzeuge dabei schon vor einem Crash die Insassenschutzsysteme quasi „vorwarnen“ und zum Beispiel die Seitenairbags bereits früher auslösen, erklärt Gutemann.

Auto Center Benz
Autohaus Ströbele GmbH

Werkstatt intern Autohaus Biberach

Mercedes Autohaus

Das Mercedes-Autohaus Biberach hat seine Prüfhalle für Nutzfahrzeuge komplett erneuert und setzt dabei auf eine Ausstattung von Maha aus Haldenwang. Vom Scheinwerfereinstellgerät über den Bremsenprüfstand bis hin zum sogenannten Handheld , einer Art Tablet , von dem sich aus die Prüfung zentral steuern lässt, sind alle modernen Prüfgeräte vorhanden. Herzstück der neuen Anlage ist der Rollen-Bremsprüfstand mit integrierter Servicegrube, Rüttelplatte und der Rollensatzanhebung, der es erlaubt, einzeln Achsen auszuheben.

Auch im PKW-Bereich ist ein neuer Prüfstand entstanden. Die Baumaßnahmen haben rund acht Monate gedauert und rund 350 000 Euro gekostet. „Wir sind jetzt auf dem technisch neuesten Stand, sogar schon weiter, wie es die Prüfvorschriften im kommenden Jahr vorsehen“, ist Geschäftsführer Joachim Dünkel sehr zufrieden mit den beiden neuen Anlagen. „Damit haben wir unseren Kundenservice nochmals deutlich erhöht.“ Zudem wurden auf dem Gelände des Autohauses die Abstellmöglichkeiten nochmals vergrößert.