Sonntag ist Tag der offenen Stalltür beim Pferdehof Luppmanns 

Christina und Daniel Schnell zeigen einen Teil des neu gebauten Aktivstalls. FOTOS: MÖLLENBROCK
Christina und Daniel Schnell vom Pferdehof Luppmanns laden mit ihrem Team zum Tag der offenen Stalltür am Sonntag, 9. September von 10 bis 17 Uhr nach Luppmanns- Amtzell ein.  

LUPPMANNS-AMTZELL - Am Tag der offenen Stalltür wird das Konzept der Aktivstallhaltung vorgestellt, es gibt Führungen durch die neuen Ställe und Vorträge der Expertinnen für Aktivstallhaltung der Firma HIT. Für das leibliche Wohl sorgt der Schäferhof Broger mit seinem Dinnete-Wagen sowie die Pferdefreunde Luppmanns mit Kaffee und Kuchen. Das Gelände des Pferdehofs Luppmanns ist 36 Hektar groß, sechs Hektar umfassen die Koppeln. Bisher sind 50 Pferde in Pension, neun davon gehören zum Pferdehof, durch die Erweiterung sollen 20 neue Plätze geschaffen werden. 2019 wird der bestehenden Boxen- und Offenstall ebenfalls in Aktivställe umwandelt werden.
In Aktivställen leben Pferde in weitläufigen Offenställen, in denen die Funktionsbereiche weit von einander entfernt liegen.
In Aktivställen leben Pferde in weitläufigen Offenställen, in denen die Funktionsbereiche weit von einander entfernt liegen.
Neue Aktivställe

„Wir bieten bisher schon artgerechte Pferdehaltung an,“ erklärt Betreiberin Christina Schnell, „zuküntig stellen wir aber vollständig auf Aktivställe um.“ Aktivställe dürfen sich nur Ställe nennen, die ein besonderes Bewegungskonzept zusammen mit Technik der Firma HIT (Hinrichs Innovation und Technik) anbieten.

In Aktivställen leben die Pferde in weitläufigen Offenställen, in denen die Funktionsbereiche Rau-, Kraftfutter, Wasser, Ruhen etc. möglichst weit von einander entfernt liegen. Dadurch werden die Pferde zu mehr Bewegung animiert. In Aktivställen legen Pferde teilweise über 15 Kilometer pro Tag zurück, in Boxenhaltung sind es 300 bis 600 Meter. „Zudem verfügen unsere Aktivställe über ein ausgeklügeltes, automatisches Fütterungssystem, das trotz Gruppenhaltung individuelle Fütterung zulässt“, erklärt die 41-Jährige. „Gegenüber klassischer Boxenhaltung bieten wir den Pferden ein artgerechtes Leben in der Herde an der frischen Luft, genügend Bewegung und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann sie fressen, trinken, auf die Weide, in den Stall etc. möchten“, wirft Daniel Schnell ein. „Den Pferdesitzern bieten wir ausgeglichene, gesunde und bewegte Pferde, auch wenn der Besitzer nicht jeden Tag in den Stall kommen kann oder beispielsweise im Urlaub ist.“