Crowdfunding der Volksbank Allgäu-Oberschwaben für Gebrazhofener Pfarrkirche

Kirchengemeinderat Gebrazhofen hofft auf Unterstützung für Kirchturmrenovierung

Im 350 Jahre alten Kirchturm müssen viele defekte Balken saniert werden. Foto: Pfarrgemeinde
GEBRAZHOFEN (PAM) – Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Gebrazhofen ist mittlerweile etwa 350 Jahre alt. Kein Wunder also, dass das Dach und das Gebälk der Kirche etwas in die Jahre gekommen sind. Deshalb wird die Pfarrkirche seit 2016 in drei Bauabschnitten saniert. Derzeit läuft mit der Turmrenovierung der zweite Bauabschnitt. Unter anderem wegen ungeplanter Erhöhungen der Bausumme, hofft der Kirchengemeinderat Gebrazhofen darauf, dass das Projekt „Turmrenovierung“ auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG (VBAO) möglichst viele Unterstützer findet, denn die Kirchengemeinde muss einen beträchtlichen Eigenanteil aufbringen.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Kirche ein wertvolles Kulturdenkmal ist, welches in jedem Dorf einen ganz zentralen Punkt darstellt“, wirbt Herbert Scherer, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats Gebrazhofen, um Unterstützung. „Die Kirche ist im Dorf eine wichtige Anlaufstelle – sei es bei traurigen Anlässen, wenn man Halt braucht oder aber auch bei vielen freudigen Anlässen wie Taufen und Hochzeiten. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, solche Stätten zu erhalten“, so Scherer. Und genau dafür braucht der Kirchengemeinderat in Gebrazhofen aktuell Unterstützung. Denn die mit 110.000 Euro geplante Turmsanierung kostet durch zusätzliche, unerwartete Kostenerhöhungen inzwischen 145.000 Euro. Grund für die Erhöhung um 35.000 Euro ist unter anderem eine neue Dacheindeckung, die ursprünglich so nicht eingeplant war, da man bei den Bauarbeiten auf rostige Nägel gestoßen ist. Zwar übernimmt die Diözese Rottenburg-Stuttgart etwa 90 Prozent der gesamten Baukosten, wie bei solchen Vorhaben üblich muss aber die jeweilige Kirchengemeinde die restlichen 10 Prozent der Summe selbst durch Spenden aufbringen. Allein für den Turm sind das 14.500 Euro. Bei der planerischen Gesamtsumme für alle drei Bauabschnitte, die derzeit 1.476.000 Euro beträgt, wären es sogar 147.600 Euro. „Für unsere kleine Pfarrgemeinde mit 900 Mitgliedern ist das natürlich eine immense Summe“, erklärt Scherer. Zwar seien schon mehrere Spenden eingegangen, diese würden aber bei weitem noch nicht ausreichen.

Die einzelnen Bauabschnitte
Bis Herbst soll die Turmsanierung abgeschlossen sein. Dann ist auch das Gerüst wieder weg. Foto: pam
Bis Herbst soll die Turmsanierung abgeschlossen sein. Dann ist auch das Gerüst wieder weg. Foto: pam
Im ersten Bauabschnitt wurde 2016 und 2017 bereits für insgesamt 753.000 Euro das Kirchendach des Langhauses saniert. Dabei tauschten unter anderem Zimmerer defektes Gebälk aus. Da die Kirche unter Denkmalschutz steht, durften keine ganzen Balken sondern nur die defekten Teile der Balken ersetzt werden. Außerdem wurde die Stuckdecke restauriert, das Dach mit Biberschwanzziegeln neu eingedeckt, Risse in den Außenwänden verpresst und die Kirchenaußenwände neu gestrichen. Durch unerwartet starke Schäden an der Stuckdecke und der Dacheindeckung entstanden Mehrkosten von 175.000 Euro. Der zweite Bauabschnitt, die Turmsanierung, läuft seit April diesen Jahres und soll bis Oktober abgeschlossen sein. Im dritten Bauabschnitt, der von der Diözese noch genehmigt werden muss, soll ab Frühjahr 2019 das Vorzeichen – das „Eingangshäuschen“ zur Kirche – saniert werden. Außerdem muss das Geländer an der Empore erhöht werden, die Elektro-Installationen in der Sakristei müssen dringen saniert werden und eventuell soll noch eine Heizung für die Kirchenbänke installiert werden.

Drohender Sanierungsstau


„Sollten wir nicht genug Spenden zusammen bekommen, würde als Konsequenz die Verschuldung der Pfarrgemeinde weiter steigen. Dringende weitere Sanierungsmaßnahmen - etwa beim derzeit nicht bewohnbaren Pfarrhaus oder der sanierungsbedürftigen Orgel – müssten dann zurückgestellt werden, weil schlicht das Geld fehlt“, so Scherer. Aber er ist zuversichtlich, dass sich genügend Unterstützer finden und sie ihr Ziel, die Pfarrkirche mit ihrem imposanten Kirchturm als ein kulturelles und historisches Symbol für zukünftige Generationen zu erhalten, erreichen.

Das Projekt befindet sich auf der Crowdfunding-Plattform der VBAO unter: 

http://vbao.viele-schaffenmehr.de/kirchturmrenovierung
Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG

Sommerbonus noch bis 31.07.2018

Crowdfunding-Sommerbonus

„Nach unserem Neujahrsbonus zu Beginn des Jahres wurden wir oft auf diese Aktion angesprochen. In diesem Rahmen gab es für jedes neue Projekt, das auf unserer Crowdfunding-Plattform eingestellt wurde, einen Grundstock in Höhe von 500 Euro“, erzählt Josef Hodrus, Vorstandssprecher der VBAO. Nachdem nun bereits die Hälfte des Jahres vorbei ist und die Sommerferien unmittelbar bevorstehen, hat sich die VBAO dazu entschlossen, einen Sommerbonus auszuloben:

Wer im Juli ein Crowdfunding-Projekt mit einer Finanzierungssumme von mindestens 1.000 Euro auf der Plattform www.viele-schaffen-mehr.de einstellt, bekommt für sein Projekt einen Sommerbonus in Höhe von 500 Euro*. Dafür muss das Projekt folgende Kriterien erfüllen:

✔ Das Projekt erfüllt die grundlegenden Voraussetzungen an Crowdfunding-Projekte.
✔ Das Projekt wird bis zum 31.07.2018 auf der Plattform eingestellt (pro Verein oder gemeinnützige Institution erhält nur ein Projekt diesen Bonus).
✔ Alle geforderten Bilder und Texte für die Projektbeschreibung wurden hochgeladen.
✔ Die erforderlichen Dokumente (Legitimationsformular, Ausweiskopien, Vereinsregisterauszug und Freistellungsbescheid) wurden bei der VBAO abgegeben (Einsendeschluss: 31.07.2018).
www.viele-schaffen-mehr.de

* WICHTIG:
Der Bonus ist auf 40 Projekte begrenzt. Schnell sein lohnt sich also…

Genaue Informationen gibt es unter
www.vbao.de/sommerbonus