SONDERVERÖFFENTLICHUNG: LÄNDLE UNTER STROM

07.06.2017 (Aktualisiert 10:00 Uhr)
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Elektro-Mobilität nimmt Fahrt auf

Eine E-Zapfsäule am Rastplatz Neckarburg Ost an der Autobahn 81. FOTO: GAERTNER
In vielen Großstädten wie Stuttgart steht den Nutzern von Elektrofahrzeugen schon jetzt ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen zur Verfügung. Beim Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität legt sich die EnBW jedenfalls schwer ins Zeug.

REGION - Ein großer Schritt nach vorne ist dem Energieversorger im Frühjahr an den süddeutschen Autobahnen gelungen. So stehen beispielsweise an den Raststätten Neckartal Ost und West insgesamt vier Ladesäulen bereit. Je ein sogenannter ‚Multi-Charger‘ mit drei sowie ein Dual-Charger mit zwei Anschlüssen sollten in beide Fahrtrichtungen keine Wünsche offen lassen: Maximal 50 kW Leistung lassen sich beim Laden mit Gleichstrom (DC) erreichen, immerhin bis zu 43 kW mit Wechselstrom (AC).

Bis September wird die EnBW an insgesamt 151 Autobahn-Raststätten von „Tank & Rast“ in Deutschland Ladeinfrastruktur errichtet haben, 119 Standorte davon auch selbst betreiben. „Vom Ruhrgebiet bis zum Bodensee können E-Mobilisten ihr Auto dann schnell und einfach aufladen“, freut sich Projektleiter Lars Walch. Das Besondere, gerade für Kunden an Fernstraßen: Strom tanken kann man mit der EC- oder Kreditkarte – ein eigener Ladevertrag ist nicht nötig.

Bezahlen lässt sich natürlich mit allen gängigen Ladekarten sowie per App oder auch über das Portal „intercharge direct“. Die passenden Ladekabel für die üblichen Steckertypen sind direkt an der Station befestigt.

In ländlichen Regionen ist das Netz der Ladesäulen bislang noch recht weit geknüpft. Die meisten E-Mobilisten nutzen die Steckdose in der heimischen Garage. Manche Autohäuser oder Industriebetriebe halten schon eine Stromtankstelle vor. Auch an einigen Standorten von EnBW und Tochter Netze BW lassen sich Fahrzeuge der eigenen E-Golf-Flotte recht flott beladen. Vor dem Biberacher Regionalzentrum steht sogar eine öffentliche Ladesäule zur Verfügung.

Neben vielen Städten engagiert sich bereits eine Reihe von Gemeinden. „Generell bilden die Kommunen einen ganz wichtigen Pfeiler beim Ausbau der Elektromobilität“, ist sich EnBW-Kommunalberater Jürgen Müller sicher. Aber auch viele Bau- und Supermärkte stünden bereits in den Startlöchern.

Unterstützung in Höhe von 300 Millionen Euro für den Ausbau des Ladenetzes kommt jetzt vom Bund. Geförderte Ladesäulen sollen möglichst rund um die Uhr und für alle zur Verfügung stehen. Und natürlich mit Ökostrom betrieben werden. Auch das Land will sich für den flächendeckenden Ausbau außerhalb der Metropolregionen stark machen.
www.enbw.com/innovation