Ein regelmäßiger Tausch des Innenraumfilters sorgt für angenehme Luft im Fahrzeug - frei von lästigen Gerüchen oder Allergenen. FOTOS: RGZ/ROBERT BOSCH GMBH

KFZ-PROFIS & CABRIOS

27.07.2017 (Aktualisiert 10:00 Uhr)
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Ein Check des Autos schützt vor ärgerlichen Pannen unterwegs

Die An- und Abreise flexibel gestalten und auch am Urlaubsort mobil bleiben: Gute Gründe sprechen dafür, mit dem eigenen Auto in die Ferien zu reisen. Fast jeder Zweite startet in diesem Sommer auf vier Rädern in die Erholung, das hat der aktuelle ADAC-Reise-Monitor 2017 ergeben.

REGION - Doch allzu oft wirbelt ein technischer Defekt die Pläne für die schönste Zeit des Jahres durcheinander - kaum etwas ist ärgerlicher, als mit dem vollgepackten Fahrzeug auf der Autobahn liegenzubleiben. Nicht jede Panne lässt sich vermeiden, doch Autofahrer können mit einem gründlichen Check vor langen Fahrten vielen Problemen vorbeugen. Mit dem Ferienverkehr haben auch die Pannenhelfer Hochsaison - und immer wieder sind es dieselben technischen Ärgernisse, die für einen unfreiwilligen Zwischenstopp sorgen. So zählt die Fahrzeugbatterie nach wie vor zu den häufigsten Pannenursachen, berichtet Bosch-Experte Marc Pailler: „Nur die wenigsten Autofahrer machen sich Gedanken über den Zustand des Akkus. Es wird in den meisten Fällen erst getauscht, wenn der alte Akku leer ist.“ Dabei könnten auch nachträglich im Fahrzeug verbaute Geräte wie der mobile DVD-Player für die Kinder oder das Navigationsgerät zu Batterieproblemen führen. Damit es auf langen Strecken nicht zu einer Tiefentladung der Batterie kommt, empfehlen Experten, stets ein Ladegerät dabei zu haben. Die Batterielader CC, C1, C3 oder C7 von Bosch beispielsweise sind leicht und kompakt sowie universell für alle gängigen Batterien einsetzbar. Damit erfüllen sie nicht nur im Auto und Wohnwagen, sondern auch in Motorrädern, Quads, Booten, Oldtimern sowie bei Versorgungsbatterien ihren Zweck.

Für frische Luft auf langen Strecken sorgen
Der Fahrzeug-Check in der Werkstatt gibt Sicherheit für längere Etappen.
Der Fahrzeug-Check in der Werkstatt gibt Sicherheit für längere Etappen.
Eine Batterieinspektion sollte in jedem Fall zur Vorbereitung auf die Urlaubsfahrt dazu gehören. Zeigt sich dabei, dass die vorhandene Batterie veraltet ist, kann sie vor dem Ferienstart noch ersetzt werden. Daneben nimmt der Fachmann beim Urlaubs-Check in der Werkstatt auch Bremsen, Reifen, Wischblätter und Klimaanlage unter die Lupe. Gerade eine frische und klare Luft ist auf langen Strecken wichtig.

Bosch empfiehlt daher, den Innenraumfilter einmal im Jahr oder alle 15 000 Kilometer zu wechseln. Gleich dreifach wirkt etwa der „Filter+„: Eine Aktivkohleschicht neutralisiert Gase und eine Mikrofaserschicht hält bis zu 99 Prozent der besonders feinen Feinstäube zurück. Zusätzlich macht eine Anti-Allergie-Schicht mit ihrer Gitterstruktur Allergene unschädlich. Noch ein Tipp: Vor dem Ferienstart beim Verbandskasten das Verfallsdatum überprüfen und auch Warnwesten nicht vergessen. (rgz)

Immer gut beleuchtet

Eine intakte Beleuchtung des Autos ist ein wichtiger Sicherheitsgarant - sowohl für sich selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmer. Eine regelmäßige Überprüfung sollte daher ebenso selbstverständlich sein wie eine Ersatzlampen- Box im Handschuhfach oder im Kofferraum. So lässt sich bei einem Defekt auch unterwegs schnell für Ersatz sorgen. Wichtig zu wissen für Auto-Touristen: In einigen Ländern wie Spanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Serbien ist die Mitnahme von Ersatzlampen sogar eine gesetzliche Pflicht, sonst droht eine Geldbuße. Praktische Ersatzboxen sind in Werkstätten und im Fachhandel erhältlich.

Für Cabrio-Fans

Herrlich: Offen im Cabrio fahren. FOTO: HDI VERSICHERUNG
Herrlich: Offen im Cabrio fahren. 
FOTO: HDI VERSICHERUNG
Die große Freiheit auf vier Rädern: Cabrio-Fans müssen einige Besonderheiten beachten.

REGION - Sonnenschein ist gut für Teint und Laune, doch zu viel des Guten kann gefährlich sein. „Wer im Cabrio unterwegs ist, sollte auf jeden Fall für ausreichenden Sonnenschutz sorgen“, rät Torsten Sauer, Leiter Produktmanagement Kfz der HDI Versicherung. Intensive Sonnenbestrahlung von Kopf und Nacken könne zu einem Sonnenstich führen, Sauer empfiehlt deshalb eine Kopfbedeckung und ein Tuch als Schutz für den Nacken.

- Ebenfalls ein Muss ist die Sonnenbrille. Sie schützt vor Bindehautentzündungen durch den Fahrtwind und davor, dass Insekten ins Auge geraten. Zudem sind die Augen bei offenem Verdeck einer viel größeren Helligkeit und damit auch Blendung durch die Sonne ausgesetzt als im geschlossenen Fahrzeug.

- Kommt es zu einem Unfall, ist es beim Cabrio besonders wichtig, dass die Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs voll zur Wirkung kommen. Das gilt vor allem für Sicherheitsgurte und Kopfstützen.

- Auch der ruhende Verkehr hält Besonderheiten für Cabrios bereit. Nur kurzzeitig dürfen sie beispielsweise mit geöffnetem Verdeck abgestellt werden, ohne den Versicherungsschutz zu riskieren. Das Fahrzeug und fest eingebautes Zubehör sind während dieser kurzen Zeit genauso vom Versicherungsschutz umfasst, wie wenn das Dach geschlossen wäre. Türen und Handschuhfach müssen aber abgeschlossen und die Seitenscheiben hochgefahren sein. (rgz)

Richtig im Stau verhalten

Auch die Psyche ist im Stau gefordert: Stop-and-go ist meist nervenaufreibend. Am besten ist es, die Verzögerung als gegeben hinzunehmen. FOTO: HDI VERSICHERUNG AG
Auch die Psyche ist im Stau gefordert: Stop-and-go ist meist nervenaufreibend. Am besten ist es, die Verzögerung als gegeben hinzunehmen. FOTO: HDI VERSICHERUNG AG
Wenn die Autobahn zum Parkplatz wird: So verhält man sich im Stau und bei Stop-and-go richtig.

REGION - Hauptursachen für Staus sind Baustellen, Unfälle und die Überlastung vielbefahrener Autobahnabschnitte. Aber auch ein ganz alltägliches Fehlverhalten kann bei dichtem Verkehr einen Stau verursachen. Zum Problem können etwa Fahrer werden, die aus welchen Gründen auch immer ihre Geschwindigkeit plötzlich stark verringern oder sich zwischen andere Fahrzeuge drängen. Sie sorgen bei dichtem Verkehr dafür, dass Fahrer hinter ihnen ebenfalls abbremsen. Diese Reaktion setzt sich nach hinten fort und verstärkt sich dabei. Bis zum Stau ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.

Hat man den Stau direkt vor sich, sollten die Geschwindigkeit frühzeitig herabgesetzt und der Warnblinker eingeschaltet werden. Zudem ist darauf zu achten, ob nachfolgende Fahrer den Stau ebenfalls bemerkt haben und langsamer werden. (rgz)

Wichtig

Eine Gasse für Rettungsfahrzeuge oder die Polizei muss freigehalten werden, sobald sich ein Stau gebildet hat.