SONDERVERÖFFENTLICHUNG: ACHTUNG REIFENWECHSEL 

27.09.2017 (Aktualisiert 11:00 Uhr)
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Machen Sie Ihr Auto fit für die kalte Jahreszeit

Wertvolle Tipps vor dem Reifenwechsel – Neueste Testergebnisse – Der neue Trend: ein Runflat-Reifen

Demnächst ist Zeit zum Reifenwechsel FOTO: RICARDO THALER
REGION (red) - Bereits im Oktober sind auf höher gelegenen Strecken Schneefälle möglich. Deshalb gilt jetzt, das eigene Fahrzeug fit zu machen für die kalte Jahreszeit. Damit beugt man nicht nur unangenehmen Überraschungen vor, sondern trägt auch zur Sicherheit auf den Straßen bei. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt.

Winterreifen rechtzeitig wechseln und regelmäßig kontrollieren Von Oktober bis Ostern - so lautet die Faustregel für das Aufziehen der Winterreifen, die man sich leicht merken kann Winterreifen sind nicht nur bei Schnee und Eis die besseren „Schuhe fürs Auto", sondern bereits bei Temperaturen unter zehn Grad. Die Gründe dafür liegen im unterschiedlichen Profil und in den Gummimischungen der Reifenhersteller: Winterreifen sind für niedrige Temperaturen optimiert.

Der Gesetzgeber schreibt wintertaugliche Bereifung vor. Diese wird am Reifen durch den Eisberg symbolisiert. Mindestmaß der Profiltiefe ist laut STVO 1,6 Millimeter, dies ist aber nicht ausreichend. Die Empfehlung von Reifenherstellern und Automobilverbänden liegt bei vier Millimeter. Dieses Maß legen auch die meisten Versicherungen als verkehrssicher im Winter zu Grunde.

Mindestmaß vier Millimeter

Die vierstellige DOT.
Die vierstellige DOT.
Das Maß von vier Millimeter ist durch Zwischenstege im Profil skizziert. Bei einem Maß darunter können die für den Winter wichtigen Lamellen sich nicht mehr versetzen und somit ist die Bodenhaftung auf glatten Straßen nicht mehr gegeben. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ein Winterreifen sollte nicht älter als sieben Jahre sein, weil der Härtegrad sich dann verändert. Dies ist lediglich eine Empfehlung. Das Reifenalter erkennt man an der vierstelligen DOT, die ersten beiden Zahlen geben Auskunft über die Kalenderwoche, die anderen beiden über das Produktionsjahr. Die Kfz-Werkstatt berät beim Neukauf und erklärt das Öko-Reifenlabel. Auch eine Lagerung für die Sommerräder wird oft angeboten. Bei vorhandenen Rädern prüft die Werkstatt, ob es Schäden oder Verschleiß gibt oder ob die Reifen eventuell schon zu alt sind. Nach dem Räderwechsel denken viele Autobesitzer, dass jetzt Ruhe bis zum nächsten Umstieg auf Sommerreifen ist.

Weiter auf dem Vormarsch: der Runflat-Reifen

Liegenbleiben mit einer Reifenpanne ist eine unangenehme Sache. Mit Runflat-Reifen kann man das weitgehend vermeiden, weil sie eine (eingeschränkte) Weiterfahrt ermöglichen. Dank einer Ausstattung mit Runflats kann trotz Reifenpanne problemlos bis zur nächsten Werkstatt gefahren werden (zumeist rund 300 Kilometer bei maximal 80 km/h). Einerseits wird so das sperrige Reserverad überflüssig. Andererseits muss kein Radwechsel (womöglich nachts und bei Regen) durchgeführt werden.

Die Nachteile der Runflat-Reifen werden weniger, die Entwicklung macht gute Fortschritte. Gleichzeitig bleiben die Vorteile im Pannenfall. Die gestesteten Modelle zeigen insbesondere im Vergleich zur Vorgängergeneration deutliche Verbesserungen bei Komfort und Rollwiderstand. In diesen Kriterien ist nicht mehr viel Unterschied zu den konventionellen Reifenmodellen ohne speziell verstärkte Flanken.

Jeder Zweite ist zu spät dran

REGION (red) - Ein Großteil der Autofahrer in Deutschland geht den Umstieg auf Winterreifen viel zu spät an. Von denjenigen, die auf Winterreifen wechseln müssen, wartet fast jeder Dritte (29 Prozent) den Wintereinbruch ab – wie eine repräsentative Umfrage ergeben hat.

Weitere 16 Prozent sind „terminliche“ Spätwechsler, die regelmäßig nicht vor November wechseln. Frühwechsler (Wechsel im September oder Oktober) sind 47 Prozent der reifenwechselnden Autobesitzer. Zwei Prozent fahren auch im Winter mit Sommerreifen. Jeder Vierte (24 Prozent) wechselt nicht auf Winterreifen, da er mit Ganzjahresreifen unterwegs ist.

Doch was sind die Gründe für den späten Reifenwechsel? 14 Prozent der Reifenwechsler möchten sicher sein, dass es einen richtigen Winter gibt. Acht Prozent wollen mit dem Spätwechsel erreichen, dass ihre Winterreifen länger halten. Fünf Prozent bezwecken, die Ausgaben zu verschieben. Frühwechslern wiederum geht es darum, für einen Wetterumschwung gerüstet zu sein (27 Prozent) und lange Wartezeiten beim Reifenhändler zu vermeiden (18 Prozent). Dass der eigene Wunschreifen in der Werkstatt vorrätig ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle (drei Prozent).

ADAC Winterreifentest 2017

ADAC Winter-Reifen-Test in Finnland. FOTO: WOLFGANG GRUBE
ADAC Winter-Reifen-Test in Finnland. FOTO: WOLFGANG GRUBE
Dass Premiummarken nicht automatisch Top-Bewertungen bekommen, belegt der ADAC regelmäßig mit seinen Reifentests. Dass aber preisgünstige Zweitmarken die teureren Hauptmarken aus demselben Herstellerkonzern überholen, ist neu: Der von Goodyear entwickelte ESA+ TECAR Super Grip in der Dimension 195/65 R15 (Golfklasse) erreicht unter 16 getesteten Reifenmodellen mit einem soliden „gut“ den zweiten Platz. Das Markenprodukt Goodyear Ultra-Grip 9 hingegen landet mit einem „befriedigend“ drei Plätze dahinter. Noch krasser fällt die Paarung Kleber – Michelin aus: Das Zweitprodukt (Kleber Krisalp HP3) erzielt mit einem „gut“ den dritten Platz in der Wertung, der Premiumreifen (Michelin Alpin 5) vom selben Hersteller dagegen nur Platz zwölf („befriedigend“).

Auch der Blick auf Verschleiß und Verbrauch eines Winterreifens zahlt sich für den Käufer aus: In beiden Kategorien gab es bei der untersuchten SUV-Reifendimension (215/65 R16) große Leistungsunterschiede. Für die Verschleißnote wird im ADAC Test jeder Reifentyp mehrere Tausend Kilometer auf der Straße oder auf dem Prüfstand gefahren und die Laufleistung auf das gesetzliche Mindestprofil von 1,6 Millimetern heruntergerechnet. Dabei erreicht der Avon WV7 eine Laufleistung von 28.000 Kilometern, der Michelin Alpin 5 mit 61.000 Kilometern mehr als doppelt so viel. Sprit sparen kann, wer die Verbrauchswerte der getesteten Winterreifen vergleicht Die Spritmessungen finden bei 100-km/h-Konstantfahrten mit einer ADAC Verbrauchsmessanlage auf einer zwei Kilometer langen Oval-Strecke mit Steilkurven statt. Nach je fünf Messfahrten in zwei Durchgängen steht der gemittelte Verbrauch fest. Zwischen dem besten (Goodyear) und schlechtesten Reifen (Pirelli) liegen acht Prozent oder 0,5 Liter pro 100 Kilometer. „Wir empfehlen den Autofahrern schon immer, Preise für den gewählten Reifen bei mehreren Händlern zu vergleichen. Diesmal lohnt aber zusätzlich ein Blick auf Einzelkategorien.

Ein etwas höherer Anschaffungspreis kann oft durch niedrige Verbrauchs- und Verschleißkosten kompensiert werden. Mit unserem diesjährigen Winterreifentest lässt sich also doppelt sparen“, erklärt Dr. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC Technikzentrums.