Sorgenfrei mit dem Auto in den Urlaub

Zwei bis drei Wochen vor dem Urlaub zum Werkstattcheck

Ob im Sommer ans Mittelmeer oder im Winter in die Berge: Für Ihr Auto ist jede Urlaubsfahrt ein Härtetest. Es muss hohe Zuladung, extreme Temperaturen, lange Staus, steile Passagen und schlechte Straßen bewältigen. Und dafür sollte es rundum urlaubsfit sein. Die häufigsten Ursachen für Autopannen auf der Urlaubsfahrt sind Probleme mit Flüssigkeiten, Reifen, Motor oder Autoelektrik. Mein Tipp: Führen Sie vor Ihrem Autourlaub selbst einen gründlichen Urlaubscheck durch. Der Teufel steckt meist im Detail. Untersuchen Sie Ihren Wagen rechtzeitig vor dem Autourlaub auf grobe Schäden und Wartungsmängel. Dann können Sie diese noch selbst beheben oder dies von Ihrer Werkstatt erledigen lassen.

Achten Sie besonders auf das Fahrwerk: Ein Blick mit der Taschenlampe in alle vier Radkästen. Wie sehen die Federn aus: intakt, stark verrostet oder vielleicht sogar gebrochen? Sind die Stoßdämpfer dicht oder tritt Öl aus? Das sind typische Defekte, die erst bei voller Beladung spürbar werden und ihr hohes Gefahrenpotenzial entfalten.Zu Ihrem persönlichen Autocheck gehört auch die Überprüfung der Servicefälligkeit. Im Rahmen von eventuell anstehenden Wartungs- und TÜV-Terminen werden ohnehin alle wichtigen Funktionen und Flüssigkeiten überprüft. Damit ist sichergestellt, dass man keinesfalls mit altem Motoröl, porösen Zahnriemen oder abgelaufenem TÜV auf die Urlaubsfahrt starten. Wenn nicht sollte man mit seiner Fachwerkstatt rechtzeitig vor Urlaubsbeginn einen Termin vereinbaren.Man muss es natürlich auch nicht übertreiben und schon Monate vor Urlaubsbeginn einen Urlaubscheck beginnen, immerhin kann in dieser Zeit natürlich noch vieles passieren. Besonders dann, wenn man ein älteres Gefährt bewegt, bei einem Neuwagen sind solche Probleme eher selten.

Zwei bis drei Wochen vor Urlaubsbeginn einen Urlaubscheck Auto durchzuführen ist sinnvoll, der Vorteil liegt klar auf der Hand, sollte etwas am Auto sein, vielleicht sogar eine größere Reparatur, hat man noch die Möglichkeit schnell zu handeln.


Frank Frommer
Autohaus Nothelfer

Tempo 80 auf Landstrassen – Sinnvoll oder nicht

Auch in Deutschland Tempo 80 auf Landstraßen?

Gerade auf Landstraßen ist das Unfallrisiko besonders hoch. Um dem entgegenzuwirken, hat Frankreich vor ein paar Tagen auf Landstraßen Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit eingeführt. Einige Experten fordern diesen Schritt auch für Deutschland. Absicht ist, so die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert schon länger, die Regelgeschwindigkeit auf schmalen Landstraßen mit einer Fahrbahnbreite von bis zu sechs Metern deutlich zu reduzieren. Statt 100 km/h sollten hier nur 80 km/h gelten. Auf gut ausgebauten Landstraßen könnte im Gegenzug Tempo 100 oder 110 gelten. DVR-Präsident Water Eichendorf sagt: „Wenn die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr in Deutschland weiter sinken soll, dann müssen wir über angemessene Geschwindigkeiten auf Landstraßen reden.“ Der Chef der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Siegfried Brockmann, spricht sich ebenfalls für ein Stufenmodell aus: „Sinnvoller als ein generelles Tempolimit, ist es, die Geschwindigkeit je nach Ausbauzustand festzulegen.“

Doch die Sache hat einen Haken: Nur ein geringer Teil der hiesigen Landstraßen ist so gut ausgebaut, dass Tempo 110 auf ihnen erlaubt sein könnte. Laut Brockmann wären dies gerade mal 15 Prozent der hiesigen Landstraßen. Für die restlichen wäre die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 90 oder gar 70 km/h notwendig. Deshalb fordern Auromobilclubs, die Grünen und auch Verkehrserzieher einen gezielten Ausbau von Landstraßen, etwa durch zusätzliche Überholspuren.

Ein generelles Tempolimit wirke auf längeren Strecken dagegen einschläfernd. "Darüber hinaus führt eine zu starke und sich nicht selbst erklärende Tempobeschränkung dazu, dass der Überlandverkehr ohne Not zum Nachteil der Wirtschaft abgewürgt wird", sagt der Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstags, Kay Nehm.

Der Verkehrsgerichtstag hatte sich vor gut drei Jahren bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt - und Tempo 80 auf Landstraßen empfohlen. Demnach sollte die Höchstgeschwindigkeit für Autos herabgesetzt und für Lastwagen erhöht werden. Auch hier war die Vermeidung riskanter Überholmanöver eines der Argumente.

Werkstatt intern Autohaus Munding in Biberach

Mit dem BMW i3, vollelektrisch zum Nordkap

Biberach - Drei Abiturienten des Bischof-Sproll-Gymnasiums in Rissegg haben in diesem Frühjahr einen ganz besonderen Ausflug gemacht. Felix Adrian, Florentin Küfer und Florian Funk haben sich Mitte April aufgemacht, ans Nordkap zu fahren. Zwei Monate später waren sie wieder zurück. Aber nicht auf herkömmliche Weise, sondern mit einem Elektroauto von BMW, dem BWW i3. „Wir haben alle Biberacher Autohäuser angefragt und nach einiger Zeit vom BMW-Autohaus Munding eine Zusage bekommen, die 3442 Kilometer mit einem BMW i3 zurückzulegen“, sind die Jungs heute noch dankbar, dass ihnen so die Reise ermöglicht wurde. Insgesamt legten die drei aus Rindenmoos und Hochdorf rund 12000 Kilometer zurück. „Dabei war auch viel Sigthseeing etwa in Berlin, Kopenhagen oder Stockholm und in der Pampa dabei..

Schon vor gut einem Jahr hatten die drei die Idee zu der Reise „Wir haben dann als Ferienjobber gearbeitet und auch noch was privat dazugelegt“, erklärt Florian Funk, der im Oktober mit einem Studium zum Realschullehrer beginnt. Felix Adrian will Physik studieren und Florentin Küfer hat vor einer Woche seine Ausbildung zum Polizisten begonnen. „Es war ein ganz besonders Erlebnis für uns, die außergewöhnliche Landschaft kennenzulernen und ein zuverlässiges Fahrzeug dabei zu haben.“

Zwischen 200 und 250 Kilometern konnten sie je nach Geschwindigkeit zurücklegen, bis sie wieder Strom tanken mussten. „In Deutschland gibt es inzwischen an jeder zweiten Autobahnraststätte einen Schnelllader, in Skandinavien haben wir meist bei unseren Übernachtungen das Auto aufgeladen“, betont Florian Funk. Die Stationen wurden meist über das Handy und eine App kurzfristig gefunden. Geschlafen wurde entweder im Zelt oder in kleinen Gartenhäuschen bei Vermietern. „Mit Englisch kommt man überall durch, selbst in Finnland“, sagt Felix Adrian..

Zwei Tage haben die drei am Nordkap verbracht, dort wo die Sonne nicht untergeht. „Als sie den Horizont gekitzelt hat, war es ein besonderes Erlebnis“, erinnert sich Felix Adrian. Das sei sehr beeindruckend gewesen. „Es freut uns sehr, dass wir den Jungs ein tolles Auto zur Verfügung stellen konnten“, fassten Munding-Geschäftsführer Andreas Köhler und sein Assistent Philipp Sperr, der das gesamte Projekt von Anfang an begleitete, zusammen.