Lina Segelbacher übernimmt Bestattungshaus von ihren Eltern

Lina Segelbacher hat die Leitung des elterlichen Bestattungshauses übernommen. FOTOS: PR
Bei einem Trauerfall müssen Angehörige nicht nur den Verlust eines geliebten Menschen bewältigen, auch organisatorisch kommt einiges auf sie zu. In dieser Zeit steht die Bestattermeisterin Lina Segelbacher ihren Kunden zur Seite. Sie hilft und unterstützt da, wo es darauf ankommt. Seit März diesen Jahres hat sie von ihren Eltern das Bestattungshaus in Tettnang übernommen.

TETTNANG „Ich will die Familientradition erhalten“, sagt Lina Segelbacher. Darum hat sie sich 2008 nach ihrem Abschluss zur Diplom- Betriebswirtin und Wirtschaftsmediatorin sowie einigen Jahren Berufserfahrung in der freien Wirtschaft dazu entschieden, zurück nach Tettnang zu kommen. Denn seit 1981 führen ihre Eltern dort das Bestattungshaus Segelbacher. „Das Berufsbild des Bestatters hat sich den letzten Jahren stark gewandelt. Wo früher der Sarg als Produkt im Mittelpunkt stand, steht heute die vielseitige Dienstleistung an erster Stelle.“ Um den hohen Ansprüchen dieses Berufes vollständig gerecht zu werden, hat Lina Segelbacher extra eine mehrjährige Ausbildung absolviert: Zunächst zur Geprüften Bestatterin und dann zur Bestattermeisterin: „Dabei habe ich viele wichtige Dinge gelernt“, betont sie.

Bei Notfällen ist das Bestattungshaus sofort vor Ort. 
Bei Notfällen ist das Bestattungshaus sofort vor Ort. 
Bei der Wahl zwischen liebevoll dekorierten Urnen...
Bei der Wahl zwischen liebevoll dekorierten Urnen...
Von der Trauerpsychologie über die verschiedenen Bestattungsgesetze auf Bundes- und Landesebene, aber auch ganz praktisches wie hygienische Versorgung Verstorbener, Gestaltung von Trauerkarten, Anzeigen, Sterbebildern und Bildbearbeitung. „Es ist ein sehr weites Feld, das wir bedienen müssen“, erklärt sie. So übernimmt das Bestattungshaus unter anderem auch Arbeiten wie Ab-/Ummeldungen, Beschaffung von Urkunden, Organisation der Trauerfeier wie die Korrespondenz mit Friedhofsträgern, Gärtnern, Steinhauern, Geistlichen oder Rednern sowie auch die Dekoration für die Trauerfeiern. Außerdem übernehmen sie ebenso Überführungen und Rückführungen von Verstorbenen im In- und Ausland. „Durch die vielfältigen Aufgaben ist kein Tag wie der andere“, sagt Lina Segelbacher. „Hinzu kommt, dass wir all diese Aufgaben selbst erledigen.“

Und auch nach der Ausbildung und nach Jahren im elterlichen Betrieb, lassen sie die Schicksalsschläge ihrer Kunden nicht unberührt: „Vieles nehme ich mit nach Hause“, sagt sie. Es wird viel Einfühlungsvermögen und Besonnenheit von der Bestattermeisterin gefordert: „Wir möchten die Vorstellungen der Angehörigen umsetzen und unterstützen sie in allen notwendigen Belangen.“
... oder wunderschön verzierten Särgen... 
... oder wunderschön verzierten Särgen... 
... hilft Familie Segelbacher mit viel Einfühlungsvermögen
... hilft Familie Segelbacher mit viel Einfühlungsvermögen
Um ihren Kunden immer ein offenes Ohr bieten zu können, verzichtet Lina Segelbacher auf geregelte Arbeitszeiten, Feierabend und sogar das Wochenende: „Ich bin immer erreichbar. In dringenden Fällen ist es wichtig, dass die Angehörigen sofort einen Ansprechpartner haben“, betont sie. So muss sie manche Anfragen auf den nächsten Tag verschieben, um für Notfälle frei zu sein: Bürokratisches lässt sich beispielsweise nicht am Wochenende oder in der Nacht klären.

Die beruflichen Erfahrungen haben der 35-Jährigen einen anderen Blick auf das Leben gegeben: „Man wird dankbarer und auch lebensbejahender.“ Der Kontakt zu Menschen, die sich in einer schweren Zeit befinden, schafft Verbundenheit: „Es ist ein sehr persönlicher und vertrauensvoller Kontakt. Mit all dem umgehen zu können, erfordert viel Engagement und Einfühlungsvermögen, dies ist ganz wichtig im Umgang mit den Angehörigen“, sagt Lina Segelbacher.

„Mit einer zeitgemäßen und modernen Arbeitsweise unterstützen wir die Trauernden in tröstlich angenehmer Atmosphäre Schwellenängste abzubauen und begleiten sie in ihrer Trauer“. Dazu trägt auch der Umbau von Anfang 2017 mit der Neugestaltung der Räumlichkeiten bei. Die Kunden werden von einem hellen, hoffnungsvollen Grün empfangen. lar/p

Bestattungshaus 

Seit Dezember 2011 ist das Bestattungshaus nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert und ist Träger des Markenzeichens. Dafür müssen sie strenge persönliche, fachliche und betriebliche Kriterien erfüllen und garantieren die Einhaltung der anspruchsvollen ethischen Standards des Bundesverbandes deutscher Bestatter.