Wilhelm Dieterich GmbH stellt mit neuer Halle die Pelletversorgung in der Region sicher

Das Team der Dieterich GmbH steht vor der neuen Pelletlager- und -umschlaghalle in Attenweiler mit den Geschäftsführern Frank (l.) und Steffen Dieterich (3. v. r.). FOTOS: CHRISTOPH SCHNEIDER

Vor 87 Jahren lieferte der Biberacher Wilhelm Dieterich sein erstes Garagenfass Motorenöl an einen Viehhändler aus – mit dem Fahrrad. Die von ihm gegründete Wilhelm Dieterich GmbH befindet sich noch heute in der Hand der Familie. Die heutigen Geschäftsführer Steffen und Frank Dieterich setzen schon länger auf CO2-neutrale Holzpellets als Brennstoff. Mit dem Bau einer Pelletlager- und -umschlaghalle in Attenweiler wollen die Cousins die Pelletversorgung in der Region sicherstellen.

BIBERACH/ATTENWEILER (cs) - Geschäftsführer Steffen Dieterich steht vor der neuen Halle im Attenweiler Gewerbegebiet. Auf einer Grundfläche von rund 500 Quadratmetern können bis zu 500 Tonnen Pellets lagern. Dieterich sagt: „Wir befassen uns seit dem Jahr 2012 mit dem Thema Pellets. Die Planung der Halle gestaltete sich unter anderem deswegen aufwendig, weil wir in unserem kleinen Familienunternehmen alles selbst machen.“ Man habe aber schließlich einen Weg gefunden, die Halle schlüsselfertig zu bestellen. „Jetzt sind wir mit der Halle in der Lage, die regionale Versorgung mit Pellets zuverlässig sicherzustellen“, sagt Dieterich zufrieden.
So werden die Pellets entstaubt: Peter Ben Salah lädt sie in die Schaufel des Radladers (l.), dann kippt er sie in den Entstauber.
So werden die Pellets entstaubt: Peter Ben Salah lädt sie in die Schaufel des Radladers (l.), dann kippt er sie in den Entstauber.
Die Premium-Pellets beziehen die Dieterichs von Produktionsstätten aus der Region. Der Geschäftsführer sagt: „Der Rohstoff für die Pellets stammt aus umliegenden Säge- und Hobelwerken, also aus der Region.“ Nachdem der Hersteller den Brennstoff nach Attenweiler geliefert hat, wird er hier noch veredelt. Pelletausfahrer Peter Ben Salah erklärt: „Während dem Transport und dem Auf- und Abladen der Pellets entsteht Abrieb, der sich bei unseren Kunden in den Lagerstätten als Staub niederschlagen würde, wenn wir die Pellets nicht entstauben würden.“
Der Enstauber rüttelt und schüttelt und transportiert die entstaubten Pellets in Richtung Silofahrzeug. Der Holzstaub bleibt in einem Bottich, die Pellets verschwinden im Silofahrzeug
Der Enstauber rüttelt und schüttelt und transportiert die entstaubten Pellets in Richtung Silofahrzeug. Der Holzstaub bleibt in einem Bottich, die Pellets verschwinden im Silofahrzeug
Das Entstauben geht so: Ben Salah fährt mit einem Radlader an den Pelletberg heran, den der Lkw des Produzenten in der Attenweiler Halle kurz zuvor abgeladen hat. Der Fahrer füllt die Schaufel des Fahrzeugs mit Pellets, rangiert und füllt diese in den Trichter der Absiebmaschine, die ebenfalls in der Halle steht. Er steigt aus dem Radlader und erklärt: „Durch die doppelte Absiebung wird den Pellets der Staub weitgehend entzogen.“ Dann schwingt er sich auf den Fahrersitz des Silofahrzeugs, das in seinen vier Kammern bis zu 18 Tonnen Pellets transportieren und ausliefern kann. Es gilt, den Trichter des Förderbands der Absiebemaschine mit dem Einfüllloch des Silofahrzeugs zusammenzubringen. Ben Salah rangiert, fährt noch einmal zurück und wieder nach vorne. Dann ist er zufrieden, klettert aus dem Führerhaus und gibt das Zeichen, die Absiebemaschine zu starten.

Das Gerät erwacht rüttelnd zum Leben, schüttelt die Pellets durch und schickt sie über ein Förderband hoch zum Einfüllstutzen des Silofahrzeugs. Zurück bleibt ein Bottich voll Holzstaub. „Dieser Staub verschmutzt nun nicht die Keller unserer Kunden. Die Pelletlieferanten nehmen die vollen Bottiche sogar wieder zurück, um sie in der Produktion zu verwenden“, sagt Ben Salah. Sein Silolastwagen fasst bis zu 18 Tonnen und kann deswegen auf einer Tour mehrere Haushalte mit Pellets beliefern. Geschäftsführer Steffen Dieterich sagt: „Je nachdem, wie alt ein Haus und wie gut seine Dämmung ist, verbraucht man in einer Heizperiode zwischen zwei und acht Tonnen Pellets.“ Der kommenden Heizperiode sieht er wegen der neuen Lagerhalle nun völlig entspannt entgegen.