4. Aktionsabend Berufsorientierung an der Realschule Mengen

Clemens Sproll und Mechtild Kniele helfen bei der Berufsorientierung. FOTO: NICOLE FRICK
4. Aktionsabend Berufsorientierung an der Realschule Mengen. Wieder über 35 angemeldete Teilnehmer – wichtiger Baustein von BORS

MENGEN (kn) –Bereits zum 4. Mal organisieren die für die Berufsorientierung verantwortlichen Kollegen der Realschule Mengen gemeinsam mit Rektorin Mechtild Kniele einen Abend, wo sich vor allem Betriebe und Einrichtungen aus der Region präsentieren. Ein solcher Abend ist ein wichtiger Baustein in einer Reihe von Aktionen und Aufgaben im Lauf des 9. Schuljahrs, die den Schülerinnen und Schülern den Einstieg ins Berufsleben erleichtern sollen. Der Realschule ist sehr wichtig, dass nicht nur Schüler an diesem Abend teilnehmen, sondern auch deren Eltern, denn sie sind ein wichtiger Entscheidungsträger, wenn es um die (berufliche) Zukunft Ihrer Kinder geht. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Eltern dieses Angebot mit großem Interesse aufgenommen und diese kleine Bildungsmesse gemeinsam mit ihren Kindern besucht haben.

Hier werden die Weichen gesetellt

Bereits in der Klasse 8, wo das Thema Berufswahl bislang noch nicht im Lehrplan verankert ist, werden erste Weichen gestellt und die Schüler sollten sich auch hier bereits Gedanken machen über ihre Zukunft und über mögliche Ausbildungsmöglichkeiten. So haben die Schüler der Klassen 8 und der Klassen 9 von ihren EWG-Lehrern die Aufgabe bekommen, sich intensiv auf diesen Abend vorzubereiten. Sie haben sich ganz gezielte Fragen überlegt, die sie den vielen anwesenden Personalchefs, Auszubildenden und Behördenvertretern stellen wollen. Das Angebot an diesem Abend ist breit gefächert und vorgestellt werden sehr viele ganz unterschiedliche Ausbildungsberufe im Bereich von Dienstleistung, Handwerk und Industrie. Auch viele weiterführende Schulen sind vor Ort und zeigen die vielfältigen Möglichkeiten einer schulischen Ausbildung auf. Zahlreiche Informationsbroschüren der Aussteller, aber vor allem auch viele Gespräche zeigen den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, wie breit gefächert das Angebot ist. Die Tatsache, dass an diesem Abend sehr viele Auszubildende ebenfalls Rede und Antwort stehen, macht es vor allem den Schülerinnen und Schülern leichter, ins Gespräch zu kommen, denn mit Gleichaltrigen redet es sich leichter. Worüber sich die Realschule Mengen als Veranstalter auch sehr freut, ist die Tatsache, dass viele ehemalige Schüler vor Ort sind, die entweder eine Ausbildung machen oder diese bereits vor Jahren absolviert haben und bereits Personalverantwortung tragen. „In dem Zimmer habe ich auch schon Unterricht gehabt“ oder „Kennen Sie mich überhaupt noch?“ sind einige der meistgenannten Äußerungen von Ehemaligen, die den Schülern häufig mit auf den Weg geben, dass man an der Realschule Mengen ein hervorragendes Rüstzeug mitbekommt für einen guten Ausbildungsplatz oder für den Besuch einer weiterführenden Schule.

Eingeladen zu diesem Abend sind selbstverständlich alle Schüler der Mengener Schulen sowie interessierte Eltern, die sich bequem vor Ort informieren können.

Zollern

Was meinst Du?

Simon Stark
Simon Stark
Ludwig Schaut
Ludwig Schaut
Simon Stark 9A

Was erwarte ich mir vom Aktionsabend ,,BORS‘‘?

Ich hoffe in die verschiedenen Betriebe einen Einblick zu bekommen, durch viele unterschiedliche Gespräche mit Personalleitern oder Azubis. Auch erwarte ich, dass die Betriebe uns gut informieren und sich für mich und meine Eltern Zeit nehmen können.

Bei meinem Praktikum bei der Firma Claas in Bad Saulgau im Berufsbild ,,Industriemechaniker‘‘ habe ich einen guten Einblick in die dortige Ausbildung und in das spätere Arbeitsleben bekommen.

Ludwig Schaut 9A

Inwiefern hat mir ein Praktikum bei meiner Berufs bzw. Schulwahl geholfen?

Durch das den BORS Unterricht und mein Praktikum habe ich viele neue Informationen gewonnen, die mir gezeigt haben, dass ich im handwerklichen Bereich tätig werden möchte. Am Aktionsabend möchte ich mit diesem Wissen zu mit Betrieben in Kontakt kommen.

Christoph Heinzle
Christoph Heinzle
Kai Kern
Kai Kern
Christoph Heinzle 9A

Inwiefern hat mir ein Praktikum bei meiner Berufs bzw. Schulwahl geholfen?

Die Praktika die ich gemacht habe, haben mir mehr als geholfen. Ich hatte davor noch keine Ahnung wie es in den Berufen so läuft, aber nach den Praktika habe ich gewusst, ob der jeweilige Beruf etwas für mich ist, oder nicht. Jetzt will ich mich am Aktionsabend BORS mit Unternehmen unterhalten, die diese Berufe ausbilden.

Kai Kern 9A

Was erwarte ich mir vom Aktionsabend ,,BORS‘‘?

Dass ich Kontakte mit Firmen und deren Angestellten knüpfen kann, dass ich mein Wissen durch konkrete Fragen zu den Betrieben vergrößern kann.

Durch das Praktikum habe ich einen realistischen Einblick bekommen, wie der Alltag in meinem Traumberuf abläuft. Ich konnte meine Fähigkeiten auf die Probe stellen, um zu sehen, ob ich für diesen Beruf geeignet bin.

Niklas Boes 9A

Was erwarte ich mir vom Aktionsabend ,,BORS‘‘?

Ich erwarte vom Aktionsabend, dass ich einen Betrieb finde, in dem ich meine Ausbildung mache. Ich hoffe es ist ein Betrieb dabei für meinen Berufswunsch. Außerdem kann ich die Azubis befragen und erfahren wie eine Ausbildung im jeweiligen Betrieb abläuft.

Inwiefern hat mir ein Praktikum bei meiner Berufs bzw. Schulwahl geholfen?

Ich konnte im Praktikum erfahren ob ich geeignet für den Beruf bin oder nicht. Ich konnte in den Arbeitsalltag der Arbeiter Einblicken und so erfahren, ob sie sich wohl fühlen, oder ob ich in den Beruf passe.

Niklas Boes
Niklas Boes
Cylja Weber FOTOS 6): NICOLE FRICK
Cylja Weber FOTOS 6): NICOLE FRICK
Egzona Vlashi 9A (Ohne Foto)

Was erwarte ich mir vom Aktionsabend ,,BORS‘‘?

Ich erwarte von dem Aktionsabend, dass ich danach mehrere Informationen über verschiedene Berufe habe. Ich erwarte auch, dass ich nach diesem Abend vielleicht weiß wo ich meine Ausbildung anfange oder wo ich ein weiteres Praktikum machen möchte.

Cylja Weber 9A

Was erwarte ich mir vom Aktionsabend ,,BORS‘‘?

Ich erwarte, dass mir die Firmen Auskunft über die Ausbildung als Industriekauffrau in ihrem Betrieb geben können. Wie das mit der Ausbildung insgesamt funktioniert, wie viele Auszubildende genommen werden und wie die Chancen sind, in diesem Betrieb genommen zu werden.

Heinz-Dieter SCHUNK GmbH & Co. Spanntechnik KG

Orientierung ist wichtig!

BORS heißt das themenorientierte Projekt in Klasse 9 und hinter diesem Kürzel verbergen sich die Worte „Berufsorientierung an der Realschule“.

MENGEN (kn) Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt auch der neue Bildungsplan, der seit 2016 Zug um Zug an allen Schulen Baden-Württembergs umgesetzt wird dies ab Klasse 7 mit dem neuen Fach „Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung“, das seit diesem Schuljahr in den Schulen der Sekundarstufen in Klasse 7 unterrichtet wird.

In der Realschule Mengen wird Berufsorientierung schon eit vielen Jahren sehr ernst genommen und neben dem üblichen einwöchigen Praktikum im November gibt es nach den Halbjahresinformationen Anfang Februar sogenannte Berufsfindungsgespräche. Hier treffen sich ein Vertreter der Arbeitsagentur, ein Ausbildungsleiter eines Betriebs bzw. einer Behörde, ein Lehrer, der die Schüler unterrichtet, sowie der betroffene Schüler und dessen Eltern an einem „runden Tisch“, um den beruflichen Werdegang zu besprechen. Im Mittelpunkt dieses ca. 45 Minuten dauernden Gesprächs steht der Schüler/die Schülerin und im Verlauf des Gespräches wird auch geprüft, inwiefern der Berufswunsch zu den vorhandenen Noten und zur derzeitigen Ausbildungssituation passt und es werden andere Berufe bzw. Berufswege besprochen. Die Schüler werden somit bestärkt in ihrem Berufswunsch oder es werden Alternativen zum ursprünglichen Wunsch aufgezeigt. Die Aufgabe der Schüler ist nun, weitere Praktika zu absolvieren und sich kundig machen über möglichst viele Alternativberufe. Aus diesem Grund kommt für die Schülerinnen und Schüler so ein Abend total gelegen, denn hier bekommen sie und auch ihre Eltern einen hervorragenden Überblick über das Angebot in der Region.

Der Informationsabend zur Berufsorientierung, der 2015 zum ersten Mal in dieser Form stattgefunden hat, dient auch dazu, den Schülerinnen und Schülern das breite Ausbildungsangebot zu erläutern, welches Betriebe, Behörden und auch Schulen der Region anbieten. Auch hier legt die Realschule als Veranstalter großen Wert darauf, dass die Eltern der Schülerinnen und Schüler ebenfalls anwesend sind. Diese Tatsache ist im vergangenen Jahr bei den teilnehmenden Betrieben auf ein sehr positives Echo gestoßen: „Es kam zu sehr interessanten und wichtigen Gesprächen mit den Eltern“, sagten viele Aussteller. Auch den Schülern wurde bescheinigt, dass diese sehr gut vorbereitet waren auf den Aktionsabend.

Mit Hilfe eines allgemeinen Fragenkatalogs, der im Rahmen des Unterrichts entwickelt wurde und eigener Fragen ist es auch den Realschülern gut gelungen, mit den Ausstellungsteilnehmern ins Gespräch zu kommen. „Schön ist auch, dass die Betriebe und Behörden ihre Auszubildenden mitbringen und häufig sind dies ehemalige Schülerinnen und Schüler der Realschule, die über ihren eingeschlagenen Weg erzählen und gerne bereit sind Fragen zu beantworten“, sagt Schulleiterin Mechtild Kniele, die gemeinsam mit dem BORS-Beauftragten Clemens Sproll diesen Informationsabend 2015 aus der Taufe gehoben hat.

Ausbildungsbotschafter Dirk Reiner

Dirk Reiner FOTO: KNOL
Dirk Reiner FOTO: KNOL
MENGEN (kn) - Die IHK Bodensee-Oberschwaben schult zur ergänzenden Berufsorientierung an Schulen-Ausbildungsbotschafter und Senior-Ausbildungsbotschafter. Diese bringen eine ausreichende persönliche und fachliche Eignung mit, um Schüler und Eltern authentische Einblicke in ihre Berufe zu geben, sowie Chancen und Möglichkeiten der dualen Ausbildung aufzuzeigen. Zwei dieser geschulten Ausbildungsbotschafter werden am Aktionsabend Berufsorientierung vor Ort sein um über ihre Berufe zu informieren und auch aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, nach einer Ausbildung im dualen System sich weiterzubilden und Karriere zu machen. In seinem Vortrag um 17.30 Uhr wird Dirk Reiner, Personalverantwortlicher der Firma Knoll seinen Schwerpunkt auf berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten legen.

Die Vorträge von Seniorbotschaftern richten sich auch an Eltern, die eine große Rolle spielen im Prozess der Berufsorientierung.