Tag der Blasmusik – Unterwaldhauser Frühlingsfest

Josef Schweizer (mit Urkunde) wird Ehrenmitglied des Kreismusikverbands Ravensburg, Die Vorsitzenden des Musikvereins Unterwaldhausen, Manfred Schlagenhauf (l.), Josef Rauch (2.v.r.) und Carina Hartl gratulieren ihrem Musikkameraden, der nun beim Frühlingsfest in den Ruhestand verabschiedet wird. FOTO: MV UNTERWALDHAUSEN
Die Tage drei und vier des Unterwaldhauser Frühlingsfestes, Sonntag 22. und Montag, 23. April sind ganz der Blasmusik gewidmet und stehen dementsprechend unter dem Motto „Tag der Blasmusik“. In diesem Rahmen wird es eine Ehrung für einen verdienten Musiker und sonstigen Unterstützer des Musikvereins Unterwaldhausen geben. Und die Jugendkapelle des MV Unterwaldhausen hat ihren letzten Auftritt.

Der Sonntag, 22. April startet mit dem Festgottesdienst um 10 Uhr im Festzelt. Danach steht ab 11 Uhr der traditionelle Frühschoppen auf dem Programm, umrahmt vom Musikverein Berg.

Der Musikverein Unterwaldhausen lädt wieder zu seinem viertägigen Frühlingsfest ein. FOTO: FRICK
Der Musikverein Unterwaldhausen lädt wieder zu seinem viertägigen Frühlingsfest ein. FOTO: FRICK
Wer Hunger hat, muss nicht lange warten. Ab 11.30 Uhr kommt traditionelles schwäbisches Essen auf den Mittagstisch, speziell Kasselerbraten, Spezialitäten vom Grill und Spätzle.

Ab 13.15 Uhr ist Nachmittagsunterhaltung mit dem Musikverein Berg angesagt.

Ab 15.30 Uhr hat dann die Jugendkapelle des Musikvereins Unterwaldhausen ihren letzten Auftritt in dieser Zusammensetzung. Künftig tritt die Jugendkapelle dann gemeinsam mit dem Nachwuchs aus Fronhofen und Ebenweiler auf. Diese Fusion war notwendig geworden, weil die Unterwaldhauser Jugendkapelle nur noch über 13 Jungmusikanten verfügt, erzählt MV-Vorsitzender Josef Rauch. Und davon spielen auch schon drei in der aktiven Kapelle mit.

Die Stimmung wird wieder sensationell. FOTO: BAUR
Die Stimmung wird wieder sensationell. FOTO: BAUR
Das Frühlingsfest bietet zudem genau den richtigen Rahmen, um den langjährigen Musikanten und Funktionär Josef Schweizer in den musikalischen Ruhestand zu verabschieden. Über 50 Jahre war Josef Schweizer Tubist mit Leib und Seele. Auch als Festwirt hat er 38 Jahre lang gemacht, sowie zehn Jahre lang den stellvertretenden Vorsitzenden. Mit dieser Verabschiedung verliert Josef Schweizer den Musikverein aber nicht aus den Augen. „Er unterstützt uns nach wie vor“, sagt Josef Rauch.

Am Montag, 23. April biegt das diesjährige Frühlingsfest dann schon wieder auf die Zielgerade ein. Ab 18.30 Uhr ist Feierabendhock im Festzelt angesagt. Wie immer gibt es den beliebten Wurstsalat zum Vesper. Der Musikverein Bermatingen sorgt für den musikalischen Rahmen. CHRISTIAN SCHWARZ


Vier Bands werden extra eingeflogen

moskovSKAya – der Name ist Programm und die Band aus Oberschwaben längst Kult. Seit über 25 Jahren haben sich die acht Musiker dem Ska verschrieben. „moskovSKAya“ präsentieren ihren Ska schnell, melodiös und ehrlich. Abtanzen ist angesagt, wo immer der temporeiche Off-Beat Bewegung provoziert, ob in Klubs oder bei großen Open Airs, ob quer durch Deutschland oder im europäischen Ausland. Bei unzähligen Auftritten, auch als Support von Bob Geldof, Manfred Mann, The Specials und anderen haben sich „moskovSKAya“ mit markanten Bläserriffs und eingängigen Texten an der Spitze der deutschen Ska-Szene etabliert. Seit 2010 ist die „20 Jahre“-EP auf ANR erschienen. Die neue CD knüpft zum einen an den typischen temporeichen „moskovSKAya“-Stil der vergangenen Jahre an, bringt aber mit dem neuen Sänger Ralf auch andere Facetten ans Tageslicht. FOTO: PR
moskovSKAya – der Name ist Programm und die Band aus Oberschwaben längst Kult. Seit über 25 Jahren haben sich die acht Musiker dem Ska verschrieben. „moskovSKAya“ präsentieren ihren Ska schnell, melodiös und ehrlich. Abtanzen ist angesagt, wo immer der temporeiche Off-Beat Bewegung provoziert, ob in Klubs oder bei großen Open Airs, ob quer durch Deutschland oder im europäischen Ausland. Bei unzähligen Auftritten, auch als Support von Bob Geldof, Manfred Mann, The Specials und anderen haben sich „moskovSKAya“ mit markanten Bläserriffs und eingängigen Texten an der Spitze der deutschen Ska-Szene etabliert. Seit 2010 ist die „20 Jahre“-EP auf ANR erschienen. Die neue CD knüpft zum einen an den typischen temporeichen „moskovSKAya“-Stil der vergangenen Jahre an, bringt aber mit dem neuen Sänger Ralf auch andere Facetten ans Tageslicht. FOTO: PR
Den Aufgalopp zum Frühlingsfest in Unterwaldhausen macht seit vielen Jahren das Querbeat-Festival, in das gleichzeitig das Ska-Festival integriert ist. Wie bitte? Wir kommen gleich drauf und machen das Ganze transparenter. Insgesamt 17 Bands aus der Ska- und Independent-Szene bestreiten dieses Jahr das 12. Querbeat-Festival am 20. und 21. April, das sich mit dem 25. Ska-Festival überschneidet. Interessant: Gleich vier der Bands lassen die Veranstalter dabei aus dem Ausland einfliegen!

UNTERWALDHAUSEN - Vor einem Vierteljahrhundert sprachen Jungmusiker des Musikvereins Unterwaldhausen beim Vorstand vor. Tenor: Können wir beim Frühlingsfest nicht auch mal ein bisschen was anderes als nur Blasmusik machen?

Ema Yazurlo aus Argentinien war jahrelang erfolgreich mit der Band La Zurda unterwegs. Nun startet er sein eigenes Projekt „Ema Yazurlo & Quilombo Sonora“. Sein neues Album „Music y Amor“ präsentiert er in diesem Zuge erstmals auch in Deutschland. Ein wilder Mix aus südamerikanischen Rhythmen, zwischen Weltmusik, Cumbia, Reggae, HipHop, Rap und Electro Swing dargeboten mit teilweise südamerikanischen Instrumenten wie der Charango oder Quatro erwarten das Publikum. FOTO: PR
Ema Yazurlo aus Argentinien war jahrelang erfolgreich mit der Band La Zurda unterwegs. Nun startet er sein eigenes Projekt „Ema Yazurlo & Quilombo Sonora“. Sein neues Album „Music y Amor“ präsentiert er in diesem Zuge erstmals auch in Deutschland. Ein wilder Mix aus südamerikanischen Rhythmen, zwischen Weltmusik, Cumbia, Reggae, HipHop, Rap und Electro Swing dargeboten mit teilweise südamerikanischen Instrumenten wie der Charango oder Quatro erwarten das Publikum. FOTO: PR
Die Freiburger Band Johnny Reggae Rub Foundation vereint auf wirklich beeindruckende Weise Early Reggae, Rocksteady und Ska zu einem modernen „Urban 2-tone“-Sound. Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Arrangement, tighter Musik, Gesang und High Class Vibes steht der Sound der „Foundation“ dabei ganz im Zeichen ihrer musikalischen Vorbilder Derrick Morgan, Roy Ellis, The Specials, The Selecter, The Slackers oder The Aggrolites. Klassiche Offbeat-Gitarren, traditionelle Orgelklänge, tiefe Reggae-Bässe und eine unverwechselbare Kombination aus dem Soul jamaikanischer Musik und eigenem Sonwriting verleihen der Musik dabei etwas ganz Besonderes. FOTO: WWW.ARMIN-ZEDLER.DE
Die Freiburger Band Johnny Reggae Rub Foundation vereint auf wirklich beeindruckende Weise Early Reggae, Rocksteady und Ska zu einem modernen „Urban 2-tone“-Sound. Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Arrangement, tighter Musik, Gesang und High Class Vibes steht der Sound der „Foundation“ dabei ganz im Zeichen ihrer musikalischen Vorbilder Derrick Morgan, Roy Ellis, The Specials, The Selecter, The Slackers oder The Aggrolites. Klassiche Offbeat-Gitarren, traditionelle Orgelklänge, tiefe Reggae-Bässe und eine unverwechselbare Kombination aus dem Soul jamaikanischer Musik und eigenem Sonwriting verleihen der Musik dabei etwas ganz Besonderes. 
FOTO: WWW.ARMIN-ZEDLER.DE
Einer dieser musikalischen Querdenker war Manfred Schlagenhauf, der gleichzeitig bei der Ska-Band „moskovSKAya“ spielte. Der Vorstand war aufgeschlossen und so gab es im Rahmen des Unterwaldhauser Frühlingsfests vor 25 Jahren zum ersten Mal ein eintägiges Ska-Festival.

„Das hat immer gut funktioniert“, erzählt Manfred Schlagenhauf. „Vor dreizehn Jahren haben wir dann das Festival auf zwei Tage erweitert und andere Independent-Musikstile reingenommen, von Reggae bis Punk, hauptsächlich aber Letzteres.“ Auch wenn das Festival jetzt offiziell als Querbeat firmierte, blieb das Ska-Festival sozusagen als Festival im Festival erhalten. Ein Tag Ska, ein Tag Punk.

COR ist nicht nur eine Band. COR ist ein Lebensstil. Kompromisslos, gradlinig, eigen. Kein Verstecken hinter Metaphern und Pathos. Kein Einheitssound oder auf Kraft massenkompatibel produziert. Kein in Stellung gebrachter Nachfolger für die Chartbreaker von heute. Hier gibt es für den Mainstream ein Kontra. Politisch engagiert und dem DIY-Gedanken zugetan. Musik aus Liebe zu einem selbstbestimmten Leben. Für die vier Jungs aus dem hohen Norden Deutschlands ist Rock'n'Roll mehr als dicke Eier, Show und Rockstar sein. Rock'n'Roll ist auch gelebte Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg! FOTO: CHRISTIAN THIELE
COR ist nicht nur eine Band. COR ist ein Lebensstil. Kompromisslos, gradlinig, eigen. Kein Verstecken hinter Metaphern und Pathos. Kein Einheitssound oder auf Kraft massenkompatibel produziert. Kein in Stellung gebrachter Nachfolger für die Chartbreaker von heute. Hier gibt es für den Mainstream ein Kontra. Politisch engagiert und dem DIY-Gedanken zugetan. Musik aus Liebe zu einem selbstbestimmten Leben. Für die vier Jungs aus dem hohen Norden Deutschlands ist Rock'n'Roll mehr als dicke Eier, Show und Rockstar sein. Rock'n'Roll ist auch gelebte Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg! FOTO: CHRISTIAN THIELE
Saudia Young ist eine in Berlin lebende US-Sängerin aus New York City, mit einer begnadeten und gleichzeitig knurrenden, souligen Stimme. In Kombination mit ihrer kick ass „Noir-Rockabilly-Band“ vermischt sie seit 2014 gekonnt Rhythm & Blues und Rockabilly & Swing FOTO: PR
Saudia Young ist eine in Berlin lebende US-Sängerin aus New York City, mit einer begnadeten und gleichzeitig knurrenden, souligen Stimme. In Kombination mit ihrer kick ass „Noir-Rockabilly-Band“ vermischt sie seit 2014 gekonnt Rhythm & Blues und Rockabilly & Swing FOTO: PR
„Es ist, als würde man mit einer Träne in den Augen und einem Sturm im Herzen aufwachsen“, sinniert Frontmann Frankie McLaughlin über das musikalische Erbe der australischen Band The Rumjacks. „Wir wurden mit der schottischen und irischen Musik in unserer Eltern-Plattensammlung aufgezogen, bevor wir frontal mit Punkrock kollidierten, als wir älter wurden und dachten, wir wüssten alles.“ Seit der Gründung Ende 2008 in Sydney hat „The Rumjacks“ Millionen von YouTube-Aufrufen gesammelt, mit über 24 Millionen allein für ihren bahnbrechenden Track „An Irish Pub Song“. FOTO: PR
„Es ist, als würde man mit einer Träne in den Augen und einem Sturm im Herzen aufwachsen“, sinniert Frontmann Frankie McLaughlin über das musikalische Erbe der australischen Band The Rumjacks. „Wir wurden mit der schottischen und irischen Musik in unserer Eltern-Plattensammlung aufgezogen, bevor wir frontal mit Punkrock kollidierten, als wir älter wurden und dachten, wir wüssten alles.“ Seit der Gründung Ende 2008 in Sydney hat „The Rumjacks“ Millionen von YouTube-Aufrufen gesammelt, mit über 24 Millionen allein für ihren bahnbrechenden Track „An Irish Pub Song“. FOTO: PR
Zwischenzeitlich bietet das Querbeat-Festival durchaus auch mal Hochkaräter der Independent-Szene an. „Drei bis vier Bands lassen wir sogar einfliegen“, sagt Manfred Schlagenhauf. Das funktioniere deshalb ganz gut, weil man dabei seit einigen Jahren mit dem Freedom Sound Festival in Köln zusammenarbeite. „Wir teilen uns die eingeflogenen Bands und tragen die Kosten gemeinsam.“

Dieses Jahr sind das die Briten von „Maroon Town“, die anschließend noch eine Tournee anhängen, die „Debonaires“ aus Kalifornien, die Jamaikanerin Susan Cadogan, die mit den „Debonaires“ zusammen auftreten wird und „The Trojans“ aus England.

Aber auch die lokale oberschwäbische Band „moskovSKAya“, seit über 25 Jahren unterwegs, ist längst Kult und hat sich an der Spitze der deutschen Ska-Szene etabliert. Natürlich ist sie fester Bestandteil des Querbeat-Festivals, ebenso wie „Bad Shakyn“ aus Süddeutschland, die ebenfalls zur Creme de la Creme des deutschen Ska gehören und mit Alexander Werner einen an der Orgel sitzen haben, der seinerzeit ebenfalls zu den jungen musikalischen Querdenkern des MV Unterwaldhausen gehörte. CHRISTIAN SCHWARZ

Im Netz

Ticketvorverkauf, Gruppen-Infos und Auftrittszeiten finden Sie unter
www.querbeat-festival.de