In den Garten, fertig, los!

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist auch ein Hingucker im Beet: Die Pflanze blüht ab Mai. FOTO: ANDREA WARNECKE
Die Ärmel hochkrempeln, Gummistiefel anziehen und dann ab nach draußen: Hobbygärtner können es kaum erwarten, mit den ersten warmen Tagen des Jahres die neue Saison in ihrem Freiluftwohnzimmer einzuläuten und den Garten auf Vordermann zu bringen.

REGION (djd) - Vier wichtige Tipps für den Frühjahrsputz im Garten.

- Über die Wintermonate haben sich kleine Astabschnitte, Laub und mehr auf Rasenflächen und Beeten angesammelt. Diese Überbleibsel sollten jetzt entfernt werden, damit das erwachende Grün genug Licht und Luft bekommt, um gut zu gedeihen. Zugleich können Gartenbesitzer den Boden etwas auflockern und so die Beete auf eine neue Bepflanzung vorbereiten.

- Bäume, Sträucher und Hecken benötigen einen frischen Fassonschnitt. Frühstarter sollten erst geblüht haben, bevor sie ihren Rückschnitt erhalten. - Dem Wildwuchs entlang von Zäunen und Hecken oder an Bäumen können Gartenbesitzer mit einem Freischneider zu Leibe rücken.

- Nach dem Aufräumen und Großreinemachen kann sich der Gartenbesitzer um neue Farbtupfer im Garten kümmern. Sobald der Boden frostfrei ist, lassen sich Steckpflanzen setzen, wenige Wochen später sind dann Knollengewächse wie Dahlien an der Reihe - mit anderen Worten: Jetzt an den Herbst denken!

Vom richtigen Maß beim Rasenmähen

Ein Rasenmäher tut’s aber auch... FOTO: DJD
Ein Rasenmäher tut’s aber auch... FOTO: DJD
Für einen gesunden Rasen ist regelmäßiges Mähen wichtig. Wie oft gemäht wird, hängt vom Wetter und dem Graswachstum ab.

KREIS TUTTLINGEN (sf) - Ein gesunder Rasen braucht im Frühsommer meist wöchentlich einen Schnitt. Wer das Gras zu lange wachsen lässt, muss anschließend braune Stellen in Kauf nehmen. Bei langen Halmen wird beim Mähen der grüne obere Teil abgeschnitten und es bleibt nur der trockene untere Bereich stehen.

Beim Einstellen der Schnitthöhe darf man sich allerdings nicht von den Angaben auf dem Rasenmäher irritieren lassen. Bei manchen Modellen sind nicht die Zentimeter, sondern lediglich Stufen regelbar. Wer nicht sicher ist, sollte in einer schattigen Ecke testen und nachmessen.

Auch ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – besonders in Trockenzeiten. Um den Rasen grundsätzlich besser vor dem Austrocknen zu schützen, sollte er nicht zu kurz geschnitten werden, zumal wenn es länger nicht geregnet hat. Wenn das Gras auf zwei Zentimeter oder weniger zurückgeschnitten wird, können die dabei freigelegten Wurzeln leiden. Außerdem verbrennt ein sehr kurz geschnittener Rasen bei starker Sonneneinstrahlung leicht und wird braun.

In den dabei entstehenden Kahlstellen siedelt sich dann vermehrt Unkraut wie Hornklee an. Eine Halmlänge von drei bis vier Zentimetern ist ok. Spätestens, wenn die Halme doppelt so lang sind, sollte man zum Rasenmäher greifen. Bei Grünflächen im Schatten darf man das Gras etwa einen Zentimeter länger lassen, damit die Halme genügend Sonne bekommen.

Längere abgeschnittene Grashalme müssen nach dem Mähen unbedingt entfernt werden. Sonst erstickt der Rasen. Die Grasreste rauben dem stehen gebliebenen Rasen Sauerstoff.

Frühjahrsputz auf der Terrasse

Der Frühjahrsputz sollte nicht nur im Haus stattfinden, sondern auch draußen. FOTO: KÄRCHER
Der Frühjahrsputz sollte nicht nur im Haus stattfinden, sondern auch draußen. FOTO: KÄRCHER
Es ist Frühling - endlich Zeit für sonnige Stunden auf der Terrasse. Doch die ist nach dem Winter oft durch Schmutz und grünen Belag verunstaltet. Meist hilft nur ein Frühjahrsputz.

KREIS TUTTLINGEN (leu) - Viele Terrassenbesitzer greifen zum Hochdruckreiniger, vor allem wegen der schnellen und wirksamen Reinigung. So lässt sich auch hartnäckiger Schmutz entfernen. Verzichtet man auf den Zusatz eines Reinigungsmittels, gelangen keine belastenden Substanzen in die Umwelt.

Hausmittel wie grüne Seife, Soda und Essigreiniger gelten als umweltfreundlicher und sind günstiger als Grünbelagentferner, dafür aber mit viel Arbeit verbunden. Die Terrasse wird Stück für Stück mit einer Bürste abgeschrubbt. Das kann ganz schön lange dauern. Und nicht für jede Terrasse sind die Hausmittel geeignet:

• Essig kann den Stein angreifen und die Terrasse fleckig machen.
• Sodalösung kann Natursteine angreifen. Damit Pflanzen in unmittelbarer Nähe der Terrasse keinen Schaden nehmen, sollte man sie nach dem Reinigen mit reichlich Wasser abspülen.
• Die Platten auf Balkon, Terrasse und Wegen vor dem Haus sind ständig der Witterung ausgesetzt. Dabei entstehen oft unliebsame Verunreinigungen. Moose, Flechten und Grünbelag lassen sich gründlich und in kurzer Zeit mit dem Hochdruckreiniger entfernen.
• Wirken eisenhaltige Gegenstände wie Gartenmöbel oder Leuchten längere Zeit feucht auf die Bodenplatten ein, entwickeln sich häufig Rostflecken. Säurefeste Steine wie Granit oder Schiefer können mit Zitronensäure bearbeitet werden. Bei säureempfindlichen Steinen wie Marmor bedarf es einem säurefreien Spezial-Rost-Entferner.
• Die verstauten Gartenmöbel sollten nach dem Winter mit Wasser und Spülmittel abgewischt werden, um sie von Schmutz und Staub zu befreien. Schneller geht’s mit Hochdruck. Dabei empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung eines Reinigungsmittels, das eine pflegende Wirkung bietet.