10 Jahre Vakuum-Härtetechnik Schwer

Christian, Hanspeter und Christoph Schwer (v.l.) führen gemeinsam die Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH in Tuningen. FOTO: HEINIG
Im April 2008 hat Hanspeter Schwer den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und in der Gewerbestraße in Tuningen die Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH in Betrieb genommen.

TUNINGEN (bn) - Inzwischen teilt er sich die Betriebsleitung mit seinen Söhnen Christoph und Christian. Was mit vier Mitarbeitern, fünf Aushilfen, zwei Fahrzeugen, einem Vakuum- und vier Anlassöfen begann, hat sich inzwischen zu einem Unternehmen entwickelt, an dem man in Sachen Metallveredelung in den Branchen Medizintechnik (70%), Werkzeug(20%) und Maschinenbau (10%) nicht mehr vorbeikommt.

„Hohe Qualität und absolute Zuverlässigkeit“

Mehr als 1050 Kunden, darunter namhafte Unternehmen und in zehn Jahren 298 000 abgewickelte Aufträge sind Zahlen, die sich der Firmengründer damals kaum hat träumen lassen. Aktuell werden im Dreischichtbetrieb wöchentlich bis zu 1150 Aufträge bearbeitet mit einem Materialvolumen von bis zu 15 Tonnen.

Zweimal täglich – in einer Vormittags- und einer Nachmittagstour – werden die zu bearbeitenden Werkstücke, von millimetergroßem Schüttgut bis zur 550 Kilogramm schweren Edelstahlplatte, mit zehn eigenen Fahrzeugen direkt bei den Kunden im Umkreis von bis zu 60 Kilometern abgeholt und wieder geliefert.
Fertigungsleiter Thomas Heinzmann bestückt einen Anlass-Ofen. FOTO: SCHWER
Fertigungsleiter Thomas Heinzmann bestückt einen Anlass-Ofen. FOTO: SCHWER
Hanspeter Schwers Erfolgskonzept hört sich einfach an: „Hohe Qualität, absolute Zuverlässigkeit und schnelle Reaktionszeiten sind die Grundpfeiler unseres Unternehmens“, sagt Schwer senior. Mit inzwischen 56 Mitarbeitern ist der Mechanikermeister mit langjähriger Branchenerfahrung in der Lage, dieses Konzept umzusetzen. Dabei stehen die Profis im Bereich Härten ihren Kunden schon in der Konstruktionsphase bei der Auswahl des geeigneten Werkstoffes hilfreich zur Seite.

Wie richtig man liegt, beweisen „viele zufriedene Kunden“, die vor allem die schnelle Auftragsbearbeitung schätzen. „Mit vier Vakuum- und 15 Anlassöfen sind wir in der Lage, versprochene Termine einzuhalten“, sagt Schwer. Seit 2013 ist man zudem mit einer Plasmanitrier-Anlage ausgerüstet. Die Fehlerquote bei allen Metallhärtungsarten liegt bei sensationellen 0,4 Prozent.

Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH

Für die Zukunft weiter gerüstet

Die Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH adressiert seit 2012 in der Neuen Wiesen 2 in Tuningen. FOTO: SCHWER 
Die Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH adressiert seit 2012 in der Neuen Wiesen 2 in Tuningen. FOTO: SCHWER 
2012 wurde es dem 2008 gegründeten Unternehmen Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH in der Gewerbestraße zu eng.

TUNINGEN (bn) - Die aufstrebende Firma errichtete im Tuninger Gewerbegebiet „Neue Wiesen“ für 2,3 Millionen Euro einen Neubau mit 1750 Quadratmetern Büro- und Produktionsfläche. Und auch dort stößt die Vakuum-Härterei Schwer GmbH schon wieder an räumliche Grenzen.
Zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens gibt es für jeden der 56 Mitarbeiter ein Firmen-T-Shirt und einen Tankgutschein. FOTO: HEINIG
Zum zehnjährigen Bestehen des Unternehmens gibt es für jeden der 56 Mitarbeiter ein Firmen-T-Shirt und einen Tankgutschein.
FOTO: HEINIG
VH Christian Schwer steht vor einem der vier Vakuum-Härteöfen. Foto: SchwerSchwer FOTO: ROLAND SIGWART
VH Christian Schwer steht vor einem der vier Vakuum-Härteöfen. Foto: SchwerSchwer
FOTO: ROLAND SIGWART
Im vergangenen Jahr erwarb Schwer das 2800 Quadratmeter große Grundstück gleich gegenüber. Baubeginn für eine neue Produktionshalle sowie Mitarbeiterparkplätze ist hier im Herbst 2018. „Damit sind wir baulich für die geplanten Erweiterungen und damit für die Zukunft gerüstet“, sagt Hanspeter Schwer.

Zum Ende des Jahres werde man zudem mit dem Gas-Nitrieren ein weiteres Härteverfahren für Metalloberflächen anbieten können.

Seit 2009 ist das Unternehmen ISO-zertifiziert und besitzt das aktuelle Gütesiegel DIN EN ISO 9001:2015 und kann ein Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001:2011 vorweisen. Zudem werden alle Öfen sowie die unterschiedlichen Härteprozesse regelmäßig validiert.

Auch um seine Nachfolge braucht es dem 60-Jährigen nicht bange zu sein. Sein Sohn Christoph ist als technischer, Sohn Christian als kaufmännischer Betriebsleiter in den väterlichen Betrieb eingestiegen. Alle drei Schwers teilen sich ein Büro. „Die Vakuum-Härtetechnik Schwer GmbH ist damit bestens aufgestellt“, freut sich ihr Gründer.