So starten Sie sicher in den Autofrühling

Zum Reifenwechsel geht man am besten zu einem Fachbetrieb. FOTO: HANS EDER, FOTOLIA/OH
Zum Start in den Frühling stehen wichtige Sicherheits- und Schönheitsaufgaben am Auto an. Dabei gibt es einiges zu beachten. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen bei diesen Aufgaben helfen.

REGION - Bei stark verschmutzten Felgen sollte unter Umständen eine Felgenaufbereitung durchgeführt werden. Auch die Reifen sollten regelmäßig auf Beschädigungen und Fremdkörper kontrolliert werden. Den anstehenden Reifenwechsel in der Werkstatt sollten Autofahrer unbedingt für einen Felgencheck nutzen. Das Thema Reifen verdient ein besonderes Augenmerk. Hier gibt es die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Aus Verkehrssicherheitsgründen empfehlen Hersteller und Händler jedoch ein Mindestmaß von drei Millimetern.

Viele wechseln ihre Reifen noch selbst. Eine Möglichkeit, doch nicht die allerbeste. Denn für den Gang in die Fachwerkstatt gibt es gute Gründe. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat fünf davon aufgelistet: In der Fachwerkstatt werden die Reifen nicht nur gewechselt, sondern auch intensiv geprüft. Dazu zählen der Check der Profiltiefe und die Untersuchung auf Risse, Beulen oder Einfahrschäden. Außerdem wird der optimale Reifendruck eingestellt, damit das Auto sicher vom Hof rollen kann. Denn neben der Profiltiefe muss auch der Reifenfülldruck stimmen. Einmal aus Gründen der Sicherheit, aber auch, um nicht unnötig den Kraftstoffverbrauch in die Höhe zu treiben. Ein Unterdruck von 0,3 bar verkürzt die Lebensdauer des Reifens bereits um bis zu 25 Prozent.

Fachleute sorgen dafür, dass die Radmuttern mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Wichtig: Die Radmuttern müssen nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt nochmals mit dem richtigen Drehmoment nachgezogen werden. Fachwerkstätten ziehen die Radschrauben kostenlos nach.

Fachbetriebe entfernen zudem Rost, der sich häufig zwischen Felge und Radachse bildet, professionell. So wird verhindert, dass sich der Rost während des Betriebs auflöst und das Rad sich löst. Räder, die monatelang im Betrieb unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt waren, verändern sich. Es können Unwuchten entstehen, die zu Vibrationen und erhöhtem Verschleiß führen und mit Gegengewichten ausgewuchtet werden. Das richtige Auswuchten der Räder sorgt dafür, dass die gewaltigen Kräfte gerade bei hohen Geschwindigkeiten nicht am Fahrzeug zerren. Ohne fachgerechtes Auswuchten entstehen im Laufe der Zeit gravierende Beschädigungen an Fahrwerks- und Lenkungsteilen.

Wichtig ist ein gleichmäßiges Abriebsbild der Reifen. Ein ungleichmäßiger Abrieb könnte auf Fahrwerksmängel oder eine verstellte Achsgeometrie hinweisen. Die meisten Fachwerkstätten bieten eine Fahrwerksvermessung sowie die nötigen Einstellungsarbeiten an. (lan/cs)

Autohaus Ströbele GmbH

Der große ADAC Sommerreifentest

Zweitmarken gleichauf mit Premiumprodukten. Das ist eine Erkenntnis aus dem Sommerreifentest 2018 des ADAC. Das bedeutet, dass es gute Ableger von Markenreifen in der Golfund Fiesta-Dimension gibt. Wichtige Kaufkriterien sind der Verschleiß und das Bremsverhalten bei Nässe.

MÜNCHEN - Was beim ADAC Winterreifentest erstmals auffiel, setzt sich im aktuellen Sommerreifentest fort: Preisgünstige Zweitmarken erzielen gleich oder ähnlich gute Ergebnisse wie die Konzernmütter. In der Golf-Dimension 205/55 R 16 erreicht der Bridgestone-Ableger Firestone mit dem Roadhawk die identische Gesamtnote 2,3. Die Conti-Tochter Semperit mit dem Speed-Life kommt auf ein nur ein Zehntel schlechteres Ergebnis (2,4). In der Fiesta-Größe 175/ 65 R 14 wird der Falken, ein Ableger des Japaners Sumitomo, sogar Testsieger (Note 2,3), zusammen mit der erneut „guten“ Conti-Zweitmarke Semperit (2,4).
Auf die Laufleistung kommt’s an

Sparen kann auch, wer auf die Verschleißwerte eines Reifens achtet. Für den Test wurde die Laufleistung jedes Reifens auf rund 15.000 Kilometern, davon etwa 60 Prozent Landstraße und rund 40 Prozent Autobahn, ermittelt. Als Testfahrzeug diente dem ADAC ein VW Golf VII 2.0 TDI mit halber Zuladung. So fährt der Testsieger Michelin Primacy 3 mit mehr als 45.000 Kilometern fast 20.000 Kilometer weiter als der mit „ausreichend“ bewertete Infinity Ecosis.

Im Nassen scheiden sich die Geister

Auffällig beim diesjährigen Sommerreifentest sind laut ADAC auch die Unterschiede im Nassbremsen: So hat in der 175er-Größe der Continental PremiumContact 5 einen um nahezu zehn Meter kürzeren Bremsweg (42,7 Meter aus 80 km/h auf nasser Fahrbahn) als der Letztplatzierte, der Sava Perfecta, mit 52,2 Metern.

Vergleichen kann sich lohnen


Dr. Reinhard Kolke, Leiter des ADAC Technikzentrums, erklärt: „Wir empfehlen den Autofahrern schon immer, Preise für den gewählten Reifen bei mehreren Händlern zu vergleichen. Vor allem ein Blick auf Zweitmarken kann sich lohnen, aber auch auf Einzelkategorien. Denn für Vielfahrer rechnet sich ein etwas höherer Anschaffungspreis durch niedrige Verschleißkosten.“ (adac/cs)
Weitere Infos gibt’s im Netz 

Einen Film zum Sommerreifentest 2018 steht unter
www.youtube.com/adac

Wer wissen möchte, wie getestet wurde oder wer Vergleichstabellen sucht, schaut unter folgender Adresse vorbei:
www.adac.de/rund-umsfahrzeug/reifen/sommerreifentest-2018
Reifen Wohnhas - Autos & Zubehör

Professionelle Autoaufbereitung für den perfekten Look

Ein gründlicher Fahrzeugcheck sollte im Frühjahr gemacht werden. Dabei können Fachwerkstätten auch kleinere Schäden gleich mitbeheben. FOTO: FOTOLIA
Ein gründlicher Fahrzeugcheck sollte im Frühjahr gemacht werden. Dabei können Fachwerkstätten auch kleinere Schäden gleich mitbeheben. FOTO: FOTOLIA
Zum Frühling hin hat das Auto eine umfassende Pflege nötig. Um es in einen tadellosen Zustand zu versetzen, ist eine kompetent durchgeführte Autoaufbereitung das ideale Mittel. Die Fachwerkstatt steht mit dem nötigen Know-how für jegliche professionelle Aufbereitung bereit.

REGION - Kleine Mängel an Lack und Polstern können sich schnell zu teuren Schäden ausweiten. Deshalb sollten Autobesitzer Dellen, Kratzer oder Flecken möglichst rasch beseitigen lassen. Zudem wird der Wert eines Fahrzeugs nicht zuletzt durch den optischen Eindruck bestimmt. Eine fachgerechte Autoaufbereitung gewährleistet beides: die nachhaltige Fahrzeugpflege und ein tadelloses Aussehen.

Eine umfassende Autoaufbereitung beinhaltet folgende Bereiche: die Beseitigung von Dellen und Beulen, die Aufbereitung und Pflege des Lacks, die Fahrzeugreinigung innen und außen, die Pflege von Polstern, Armaturen und Kunststoffteilen, Geruchsbehandlung. Kratzer, Kerben und Dellen im Lack fallen nicht nur unschön ins Auge, sie begünstigen auch das Eindringen von Feuchtigkeit und die Bildung von Roststellen.

Für eine fachgerechte Innenreinigung gibt es spezielle Reinigungsmittel für die jeweiligen Oberflächen wie Polster, Armaturen, Leder oder Scheiben. Zuvor sollte das Fahrzeug ausgesaugt werden. Für die Beseitigung kleinerer Lackschäden ist das sogenannte Smart-Repair-Verfahren zu empfehlen. Es kann schnell und kostengünstig angewandt werden.

Es empfiehlt sich die Fahrt in eine textile Waschanlage. Hier entstehen durch rotierende Textillappen weniger Kratzer im Lack als in einer herkömmlichen Bürstenwaschanlage. Wichtig ist auch eine Unterbodenwäsche, bei der das Streusalz entfernt wird. (lan/cs)

Ohne so ein RDKS geht’s nicht mehr

FOTO: LUMU/OH
FOTO: LUMU/OH
Alle seit 1. November 2014 neu auf den Markt gekommenen Fahrzeugtypen müssen mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Das Prinzip: In jedem Pneu ist ein Funksensor montiert, der den aktuellen Reifendruck an die Bordelektronik des Fahrzeugs übermittelt. Wenn das eigene Fahrzeug ein direkt messendes RDKS besitzt, sollte man beim Reifenwechsel unbedingt beim Profi vorstellig werden. In der Fachwerkstatt werden die Sensoren überprüft, die den aktuellen Luftdruck an den Bordcomputer übermitteln. (lan/cs)