Bald ist es Zeit für den Reifentausch!

Nicht nur eine Sache des Profils: Auch die Gummimischung unterscheidet Sommer- von Winterreifen. FOTO: ARCHOV
Es ist wieder soweit: Laut Faustformel „Von O(ktober) bis O(stern)“ ist es bald Zeit für den Wechsel auf Sommerreifen. Das Wetter wird bestimmt demnächst frühlingshaft...

KREIS TUTTLINGEN (leu) - In den vergangenen Wochen sind in den Kfz-Werkstätten die Telefone heißgelaufen, und die ersten Autofbesitzer haben vielleicht schon umbereift. Für viele Fahrer ist dabei die Wahl der Werkstatt für den Reifenkauf, die Montage und die Einlagerung Vertrauenssache, denn schließlich sind Reifen das Einzige, was die Straße mit dem Fahrzeug verbindet.

„Die Auflagefläche eines Reifens ist gerade einmal so groß wie die einer Postkarte – umso wichtiger ist es deshalb, dass die Reifen ausreichend Profil besitzen, sich im tadellosen Zustand befinden und fachmännisch montiert sind“, weiß Alec Reiff, Geschäftsführer Reiff Reifen und Autotechnik GmbH.

Die meisten Autofahrer lassen ihre Räder beim Reifenhändler tauschen (und die gerade nicht benötigten dort einlagern). Bei steigenden Temperaturen ist der Wechsel nur vernünftig: Sommerreifen rollen leichter, sparen Kraftstoff. Sie leben länger, lassen die Lenkung präziser ansprechen. Vor allem greifen sie bei Wärme besser, sie sorgen im Ernstfall für kürzere Bremswege. Keine Frage, dass Sommer- wie Winterreifen auf eigenen Felgen aufgezogen sein sollten. Jeweilige Ummontage kostet samt Auswuchten auf die Dauer mehr als ein Satz Räder.

Vor dem Abnehmen empfiehlt sich ein Blick auf die M+S-Profile. Mit vier Millimetern oder weniger taugen sie nur noch bedingt für Eis und Schnee. Sparsame Naturen brauchen sie jetzt vollends auf. Gesetzliches Minimum sind 1,6 mm an der dünnsten Stelle. Ab drei, spätestens zweieinhalb Millimetern sollten alle Reifen aber besser ausgemustert werden.

Acht Tipps für die Checkliste

Nach dem Winter gehört unbedingt ein Blick unter das Fahrzeug zum Check. FOTO: DJD
Nach dem Winter gehört unbedingt ein Blick unter das Fahrzeug zum Check. FOTO: DJD
Wer sorgenfrei fahren will, checkt im Frühjahr sein Heilixblechle gründlich durch. Acht Programmpunkte im Auto-Spa im Überblick:

Auto waschen: Die Wäsche beginnt mit einer gründlichen Vorreinigung mit dem Hochdruckreiniger. Die erste Wäsche nach dem Winter sollte eine Unterbodenwäsche beinhalten, damit Streusalz, Split oder Sand umfassend entfernt werden.

Lack kontrollieren:
Ist der Wagen sauber, steht eine gründliche Lackkontrolle an. Denn Split und Salz könnten die Außenhaut bei hohem Tempo beschädigt haben. Lackschäden sollten nie unbehandelt bleiben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Rostnester bilden.

Bremsen prüfen: Der Räderwechsel ist auch eine gute Möglichkeit, die Bremsen in Augenschein zu nehmen. Zusätzlich sollten die unter dem Auto verlaufenden Bremsleitungen einer Sichtprüfung unterzogen werden.

Motorraum checken:
Unter der Motorhaube kann sich einiges angesammelt haben. Oft sammelt sich Laub an, wodurch sich schnell eine schleimige Schicht bilden kann. Außerdem sollten die Füllstände von Motoröl, Bremsflüssigkeit und Scheibenwischwasser geprüft werden. Ein Batterietester klärt den Ladezustand der Batterie, Pol-Spray schützt vor Korrosion.

Wischergummis erneuern: Durch den Schmutz und das Salz auf der Scheibe sind die Wischerblätter meistens schon ziemlich abgenutzt, früher oder später fangen sie also an zu schmieren. Dabei auch die Dichtungsgummis der Türen auf Risse oder poröse Stellen prüfen. Mit etwas warmem Wasser und Dichtungs- oder Silikonfett lassen sich die Gummis wieder auf Vordermann bringen.

Innenraum putzen: Dazu gehört auch, Winterutensilien wie Eiskratzer auszusortieren und vor allem die Windschutzscheibe von innen zu putzen.

Innenraumfilter tauschen: Im Innenraumfilter lagern sich Staub, Ruß und Pollen ab. Ein sauberer Filter verringert die Verbreitung von Keimen und das Sicherheitsrisiko beschlagener Scheiben. Spätestens nach 15000 Kilometern sollte man ihn tauschen.

Fahrwerk checken: Das Fahrwerk sollte sich ein Fachmann ansehen. Das gilt besonders dann, wenn man viele Schlaglöcher erwischt hat - denn dann wurden auch die Stoßdämpfer stark beansprucht, was wiederum den Bremsweg verlängern kann. Auch Querlenker, Federbeine oder Spurstangen können in Mitleidenschaft gezogen worden sein.