Auto-Technik Tipp - Reifen und Felgen

In der Fachwerkstatt werden die Reifen intensiv geprüft Foto: Alfred Hofer

Das Thema Reifen verdient ein besonderes Augenmerk. Hier gibt es die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern. Aus Verkehrssicherheitsgründen empfehlen Hersteller und Händler jedoch ein Mindestmaß von drei Millimetern.

Viele wechseln ihre Reifen noch selbst. Eine Möglichkeit, doch nicht die allerbeste. Denn für den Gang in die Fachwerkstatt gibt es gute Gründe.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat fünf davon aufgelistet: In der Fachwerkstatt werden die Reifen nicht nur gewechselt, sondern auch intensiv geprüft. Dazu zählen der Check der Profiltiefe und die Untersuchung auf Risse, Beulen oder Einfahrschäden. Außerdem wird der optimale Reifendruck eingestellt, damit das Auto sicher vom Hof rollen kann. Denn neben der Profiltiefe muss auch der Reifenfülldruck stimmen. Einmal aus Gründen der Sicherheit, aber auch, um nicht unnötig den Kraftstoffverbrauch in die Höhe zu treiben. Ein Unterdruck von 0,3 bar verkürzt die Lebensdauer des Reifens bereits um bis zu 25 Prozent. Fachleute sorgen dafür, dass die Radmuttern mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden.

Wichtig: Die Radmuttern müssen nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt nochmals mit dem richtigen Drehmoment nachgezogen werden. Fachwerkstätten ziehen die Radschrauben kostenlos nach. Fachbetriebe entfernen zudem Rost, der sich häufig zwischen Felge und Radachse bildet, professionell. So wird verhindert, dass sich der Rost während des Betriebs auflöst und das Rad sich löst. Räder, die monatelang im Betrieb unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt waren, verändern sich. Es können Unwuchten entstehen, die zu Vibrationen und erhöhtem Verschleiß führen und mit Gegengewichten ausgewuchtet werden. Das richtige Auswuchten der Räder sorgt dafür, dass die gewaltigen Kräfte gerade bei hohen Geschwindigkeiten nicht am Fahrzeug zerren. Ohne fachgerechtes Auswuchten entstehen im Laufe der Zeit gravierende Beschädigungen an Fahrwerks- und Lenkungsteilen.

Wichtig ist ein gleichmäßiges Abriebsbild der Reifen. Ein ungleichmäßiger Abrieb könnte auf Fahrwerksmängel oder eine verstellte Axgeometrie hinweisen. Die meisten Fachwerkstätten bieten eine Fahrwerksvermessung sowie die nötigen Einstellungsarbeiten an.

Reifendruckkontrollsystem - RDKS

Alle seit 1. November 2014 neu auf den Markt gekommenen Fahrzeugtypen müssen mit einem RDKS ausgestattet sein. Das Prinzip: In jedem Pneu ist ein Funksensor montiert, der den aktuellen Reifendruck an die Bordelektronik des Fahrzeugs übermittelt.

Wenn das eigene Fahrzeug ein direkt messendes RDKS besitzt, sollte man beim Reifenwechsel unbedingt beim Profi vorstellig werden. In der Fachwerkstatt werden die Sensoren überprüft, die den aktuellen Luftdruck an den Bordcomputer übermitteln.