Rathaus-Nebengebäude fertig saniert

Tuttlingens Pressesprecher Arno Specht führt durch die Räumlichkeiten im Rathaus-Nebengebäude (Bild 1-3). Die unterschiedlichen Gebäudeniveaus (Bild 5) werden mittels moderner Fahrstuhltechnik (Bild 4) ausgeglichen. FOTOS: VAL
Der Fachbereich Finanzen sowie der Fachbereich Schulen, Sport und Kultur haben eine neue Heimat: Rund 50 Mitarbeiter ziehen derzeit in das Rathaus-Nebengebäude in der Waaghausstraße 10 in Tuttlingen um. 2,2 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet, bei der vor allem auf Barrierefreiheit und Brandschutz geachtet wurde.

TUTTlLINGEN - Über ein Jahr lang wurde saniert, und während der Sanierungsarbeiten mussten die Fachbereiche ihre Büros räumen. Eine provisorische Unterkunft hatten sie in den oberen Stockwerken des Kreissparkassen- Gebäudes am Marktplatz gefunden.
Brandschutz und die Barrierefreiheit zu gewährleisten, war die schwierigste Aufgabe in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert. Ein Aufzug wurde eingepasst, der die Zwischengeschosse des Gebäudes Rathausstraße 6 mit dem Gebäude an der Waaghausstraße 10 verbindet - ein kompliziertes Unterfangen, da die Etagen- Niveaus bislang nicht zusammengepasst haben.

Dieses Problem wurde mittels moderner Aufzugtechnik nun gelöst. Beide Treppenhäuser wurden erhalten, sie bieten weitere Fluchtwege. Nun gibt es aber in jeder Etage Durchgänge von einem Haus ins andere.

Da in die Büros von der Waaghausstraße aus Treppen führen, wird der barrierefreie Eingang durch die Rathausstraße ermöglicht. Nach der Sanierung der Fußgängerzone wird dann der Zutritt ohne Schwelle möglich sein.

Wegen des Brandschutzes musste das alte, hölzerne Treppenhaus entfernt werden und die Holzdecken und teilweise Holzwände mit Brandschutzdecken verkleidet werden. Eine moderne Brandmeldeanlage wurde eingebaut samt Feuermelder in jedem Raum. Ein Alarm läuft im Notfall direkt in der Leitstelle ein.

Der historische Gewölbekeller, der im Krieg als Luftschutzkeller diente, wurde mit einem Ziegelboden versehen. Erhalten geblieben sind bis heute die Durchgänge in die Nachbarhäuser – falls das Gebäude durch einen Treffer zerstört worden wäre.

Im ersten Untergeschoss, ist der Verkehrsrechner untergebracht. Er soll bis Ende des Jahres durch ein neues, zeitgemäßes Modell ersetzt werden. Passend zur frisch sanierten Umgebung, die übrigens durchgehend mit LED-Leuchten ausgestattet ist. (VAL)


F.E.G.E.R B.A.U GmbH
Patrick Dörfling - Diener
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