Neue Maßstäbe in der Badgestaltung

Barrierefreie Duschen sind auch schon bei jungen Leuten beliebt. Cäcilia Bentele zeigt Fliesen, mit denen die Dusche modern wird. FOTO: LAR
Der Planung des Bades als Wohlfühloase daheim kommt eine immer größere Bedeutung zu. Schon jetzt denken auch jungen Leute an die Zukunft und wünschen sich ein barrierefreies Bad. Für eine stilvolle Gestaltung spielen auch die richigen Fliesen eine Rolle. Mit der neuen Anschaffung von Fliesen Gaissmaier in Tettnang - einer Virtual-Reality (VR) Brille - bekommen Kunden schnell einen Einblick ins neue Badezimmer.

TETTNANG - Eine ebenerdige Dusche ist zentraler Bestandteil eines jeden barrierefreien Badezimmers - und das nicht nur wegen ihres Komforts. Eine schwellenlose Duschfläche lässt den Raum außerdem großzügiger und offener wirken. Designroste für die Ablaufrinnen setzen darüber hinaus stilvolle Akzente im Bad, während ein normgerechtes Abdichtungssystem für Sicherheit sorgt.

Sobald diese Raumaufteilung geklärt ist, geht es an die Gestaltung mit Fliesen: „Es ist immer noch unerlässlich, die Fliese in Echt zu sehen und anfassen zu können“, erklärt Inhaber Peter Gaissmaier. „Aber mit der VR-Brille haben unsere Kunden zusätzlich ein möglichst realistisches Bad vor Augen.“

Sieht aus wie das Original: Die 3D-Planung mit der VR-Brille FOTO: FA. GAISSMAIER
Sieht aus wie das Original: Die 3D-Planung mit der VR-Brille FOTO: FA. GAISSMAIER
Früher waren mehrere Kojen auf der Ausstellungsfläche aufgebaut. Darin wurden die neuen Fliesen präsentiert. So war aber „kein sauberer Vergleich zwischen den Produkten möglich“, meint der Inhaber. Ohne die Kojen hat er mehr Platz, um unterschiedliche Modelle zu zeigen. „Wir haben alles von puristisch bis verspielt“, sagt Gaissmaier. Dazu gehören auch Fliesen in Übergröße - drei auf anderthalb Meter messen sie. Gaissmaier: „Es sind über 1000 Fliesen hier. Andere Größen oder Farben können wir problemlos nachbestellen.“

Und dank der VR-Brille sehen seine Kunden nun sofort, wie die gewünschte Fliese in ihrem Bad wirkt. Wenn sie den Grundriss ihres Bads mitbringen, kann der Raum am Computer „nachgebaut“ werden und erscheint zunächst auf dem großen Bildschirm im Laden.

Dann kommt die Brille zum Einsatz und die Kunden bewegen sich in dem 3D Bad. „Der Raum wird sogar im Spiegel reflektiert“, erklärt Peter Gaissmaier. Ebenso kann die Zimmer- oder Duschtür geöffnet werden. So werden Unstimmigkeiten sofort deutlich. „Nur mit dem Architektenplan können es sich viele einfach nicht vorstellen.“, meint Gaissmaier.

„Das Besondere ist, dass wir jetzt die Kombination aus haptischem Erlebnis und Visualisierung bieten“, freut er sich. Gerade bei Fliesen mit Holzoptik sei das ein entscheidender Faktor: „Viele dieser Fliesen gleichen Holz nicht nur optisch, sondern auch vom Gefühl.“

„Mittlerweile gehört das bei uns zum Standard. Wir planen knapp 80 Prozent der Bäder mit der 3D-Visualisierung“, erzählt Inhaber Peter Gaissmaier. Vergleicht man die Pläne später mit Fotos vom echten Bad lassen sich kaum Unterschiede erkennen. Die Vorteile der neuen Technik kommen bei der Kundschaft gut an: „Die VR-Brille ist altersunabhängig. Bis jetzt waren alle begeistert“, so Gaissmaier. Mit einer App fürs Tablet kann der Plan aufs eigene Gerät übernommen und daheim überdacht werden. lar/djd