Beim Regionalen Ausbildunsgtag in Munderkingen nehmen sich die Unternehmen viel Zeit, um Jugendliche und ihre Eltern über Ausbildungsberufe zu informieren. FOTOS: KHB

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: AUSBILDUNGSTAG MUNDERKINGEN 2018

22.01.2017 (Aktualisiert 12:30 Uhr)
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Hilfreiche Tipps - Siebter Regionaler Ausbildungstag in Munderkingen

Unternehmen, Schulen und Verbände bieten in Munderkingen wieder viel Information für Berufseinsteiger in der Donauhalle sowie im Gymnastikraum.

MUNDERKINGEN – Zum siebten Mal steigt am Freitag, 26. Januar, in Munderkingen der „Regionale Ausbildungstag“. Zwischen 9 Uhr und 15.30 Uhr können sich Schüler, Schulabgänger, Eltern und Interessierte wieder über die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe und die verschiedensten beruflichen Werdegänge informieren. 49 Aussteller, darunter Handwerks- und Industriebetriebe sowie Berufsverbände und weiterführende Schulen aus der Region, beteiligen sich in diesem Jahr am „7. Regionalen Ausbildungstag“ und werden an ihren Ständen alle Fragen der Besucher beantworten. „Der ‚Regionale Ausbildungstag‘ in unserer Raumschaft Munderkingen leistet einen wichtigen Beitrag dazu, jungen Menschen einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen“, sagt Waldemar Schalt. Seit sieben Jahren wird der Ausbildungstag von dem Munderkinger Stadtrat und Initiator der Ausbildungsmesse mit einem Organisationsteam jedes Jahr vorbereitet. 
49 Aussteller bieten Stellen an
In dieser Zeit hat sich der Regionale Ausbildungstag für Schüler, regionale Unternehmen und Schulen, aber auch für die Eltern und Lehrer zu einer festen und attraktiven Berufsinformationsplattform in der Region Munderkingen entwickelt. „Die Berufsbildung ist die Zukunft unserer heimischen Wirtschaft im ländlichen Raum. Denn Ausbildung ist das Fundament der beruflichen Karriere“, sagt Waldemar Schalt. Veranstaltet wird der „Regionale Ausbildungstag“ seit sieben Jahren von der Stadt Munderkingen unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Lohner.

Ausprobieren und selber Hand anlegen ist beim Regionalen Ausbildungstag angesagt. 
Ausprobieren und selber Hand anlegen ist beim Regionalen Ausbildungstag angesagt. 
Die Änderung des Schulgesetzes in Baden-Württemberg bedeute, dass der Schulstandort Munderkingen mit dem Erhalt einer Realschule und einer Gemeinschaftsschule auf einem guten Weg zum Lern- und Lebensraum für Kinder sei, betont der Bürgermeister.

„Das ist eine wichtige Entscheidung und Stärkung für die Zukunftsentwicklung des Schulstandorts Munderkingen“, so Bürgermeister Lohner. „Die Schulträger, die Schulen und die Eltern, können jetzt mit gutem Gewissen verlässlich planen und können somit die richtigen Weichen für die Schulbildung der Kinder in der Region Munderkingen stellen“. Bürgermeister Lohner betont, dass Veränderungen in der Schule nur dann erfolgreich seien, wenn alle Beteiligten gemeinsam bedarfsgerechte Lösungen entwickeln und diese als Team mit Begeisterung und Wertschätzung weitertragen werden. „Die Sympathie und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen ist dabei elementar“, sagt Lohner. Karl-H. Burghart
IHK Ulm

Da kommen Jugendliche und Betriebe ins Gespräch

An vielen Ständen gibt’s Informationen von Auszubildenden für die interessierten Jugendlichen. FOTOS: ARC
An vielen Ständen gibt’s Informationen von Auszubildenden für die interessierten Jugendlichen. FOTOS: ARC
Bereits zum siebten Mal bietet der Regionale Ausbildungstag in Munderkingen eine Plattform, auf der sich Jugendliche und Unternehmen begegnen und ins Gepräch kommen.

MUNDERKINGEN - Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner und Waldemar Schalt, Hauptorganisator des Regionalen Ausbildungstags, freuen sich wieder auf und über großes Interesse am Regionalen Ausbildungstag und auf die rege Teilnahme der Betriebe, Institutionen und weiterführenden Schulen. „Eben so wie in den vergangenen Jahren“, sagt Schalt.

Die hohe Akzeptanz des Regionalen Ausbildungstags von Seiten der Aussteller zeige die Wichtigkeit der Berufsausbildung, so Schalt. „Der Ausbildungstag bietet gerade auch für kleinere Unternehmen die Chance sich zu präsentieren und mit den Schülern, Jugendlichen und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen“. Waldemar Schalt, der Organisator des Regionalen Ausbildungstags ist sich sicher, dass es eine wichtige Aufgabe und ein wichtiges Ziel für alle Beteiligten in der ländlichen Region sein werde, die duale Ausbildung zu stärken und zu erhalten.

„Die Unternehmen brauchen auch für die Zukunft gut qualifizierte junge Menschen, die aus wertgeschätzten und stabilen Schulen kommen. Gute allgemeinbildende Schulen sind das Fundament für einen erfolgreichen Start in die Berufsausbildung“, sagt er.

Betriebe, Institutionen und Verbände sind beim Regionalen Ausbildungstag vor Ort. 
Betriebe, Institutionen und Verbände sind beim Regionalen Ausbildungstag vor Ort. 
Und Waldemar Schalt weiter: „Für die jungen Menschen gibt es heutzutage Startchancen in die Berufsausbildung wie selten zuvor. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftebedarfs sind in vielen Bereichen die Nachwuchskräfte der Wirtschaft gefragter denn je. Meine Überzeugung ist, dass die klassische Berufsausbildung eine gute Basis für das Berufsleben der Jugendlichen bietet und in unserer ländlichen Region, in der doch sehr viele kleine Betriebe angesiedelt sind, ein wichtiger Grundstein für die zukünftige Fachkräftesicherung in den Unternehmen ist“

In diesem Jahr werden sich 49 Betriebe und weiterführende Schulen aus der Region um Munderkingen an der Ausbildungsmesse beteiligen und umfangreiche Informationen rund um die Berufsausbildung liefern. Außerdem können sich die Besucher des Ausbildungstags bei Institutionen, wie der Polizeidirektion Ulm, der Agentur für Arbeit, der Bundeswehr oder dem Landratsamt des Alb-Donau-Kreises ausführlich über deren Ausbildungsangebote informieren. Auch die Industrie- und Handelskammer Ulm und die Handwerkskammer Ulm werden nach Munderkingen kommen. Zum ersten Mal beim Regionalen Ausbildungstag in Munderkingen dabei sind die ADK GmbH für Gesundheit und Soziales, die Firma Brotbeck GmbH & Co.KG, Sappi Ehingen GmbH und die Viehzentrale Südwest.

Auf dem Parkplatz vor der Donauhalle werden am Regionalen Ausbildungstag der „M+E Info-Truck“ des Arbeitgeberverbands „Südwestmetall“, der Bau-Bus der baden-württembergischen Bauwirtschaft und der „Truck“ der Viehzentrale Südwest stehen und auf interessierte Besucher warten.

Damit sich die Jugendlichen und ihre Eltern beim Ausbildungstag gut zurechtfinden, wurden auch in diesem Jahr wieder Flyer gedruckt und an die Schulen im Raum Munderkingen verteilt. Außerdem sind alle Informationen über das Munderkinger Ausbildungsportal im Internet unter „www.munderkingen-ausbildung.de“ zu finden. „Dort gibt’s für Schüler und Berufsanfänger nicht nur Tipps zum Berufsstart, sondern auch eine Liste aller denkbaren Ausbildungsberufe in Industrie und Handwerk im Raum Munderkingen, sowie alle wichtigen Informationen, betont Waldemar Schalt. Karl-H.Burghart

www.munderkingen-ausbildung.de

Information

Der „7. Regionale Ausbildungstag in Munderkingen“ steigt am Freitag, 26. Januar, zwischen 9 Uhr und 15.30 Uhr in der Donauhalle und im Gymnasitikraum. Informationen sind im Internet zu finden unter
www.munderkingen-ausbildung.de

„Der Weg in die Arbeitswelt ist für alle Jugendlichen eine große Herausforderung“

Waldemar Schalt hat der Regionalen Ausbildungstag bereits sieben Mal organisiert. FOTO: KHB
Waldemar Schalt hat der Regionalen Ausbildungstag bereits sieben Mal organisiert. FOTO: KHB
Waldemar Schalt, Stadtrat in Munderkingen und seit sieben Jahren Hauptorganisator des „Regionalen Ausbildungstags“ in Munderkingen, spricht im Interview über die Wichtigkeit der Berufsausbildung sowie über den Anteil der Eltern an der Berufsfindung ihrer Kinder.

Herr Schalt, was brauchen junge Menschen auf den Weg zur Arbeitswelt?

Der Weg in die Arbeitswelt ist für junge Menschen eine große Herausforderung. Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ist eine entscheidende Schlüsselstelle für die gesellschaftliche Integration von Jugendlichen. Berufliche Perspektiven sind entscheidend für die persönliche Entwicklung eines jungen Menschen. Daher ist es sehr wichtig die Jugendlichen und die Schüler fördernd auf den Weg in die Berufswelt zu begleiten. Negative Auswirkungen eines misslungenen Starts in das Berufsleben sind dann meist verbunden mit sozialen Problemen.

Warum ist die Kooperation zwischen Betrieben und Schulen wichtig?

Der Übergang von der Schule in das Berufs- und Arbeitsleben ist für alle Schüler und Jugendlichen eine entscheidende Phase, die tiefe Auswirkungen auf ihre berufliche Zukunft hat. Für Schüler mit schulischen Problemen ist diese Hürde besonders hoch. Daher ist die Zusammenarbeit der Schule und den Betrieben sehr wichtig. Eine abgestimmte Kooperation hilft den Jugendlichen, erfolgreich von der Schule in die Ausbildung zu wechseln. Gleichzeitig ergeben sich aber auch Vorteile in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben.

An vielen Schulen gehört der Besuch von Ausbildungsmessen zum Standardprogramm. Wie stehen Sie dazu?

Die Schülerinnen und Schüler sind nach dem Besuch einer Ausbildungsmesse oder des Ausbildungstags bestimmt schlauer als vorher. Wenn sie den Besuch richtig angehen. Gerade bei großen Messen besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen von der Fülle der Informationen und Angebote überwältigt werden. Ohne zielgerichtete Vorbereitung macht ein Besuch in den meisten Fällen aber wenig Sinn.

Was bringt der Ausbildungstag den Jugendlichen bei der Berufsorientierung?


Nach meiner Ansicht sehr viel. Zunächst gibt er den Jugendlichen einen schnellen Einblick in die unterschiedlichen Berufsfelder und über die weiterführenden Schulen. Die Schüler und ihre Eltern haben an diesem Tag die Gelegenheit sich in einer zwanglosen Atmosphäre mit den Verantwortlichen verschiedener Unternehmen, Schulen und Verbänden zu unterhalten. Ich denke, dass sie dort wichtige Anregungen und Informationen für die richtige Entscheidung zum Start in den Berufsweg bekommen.

Was für Anregungen zum Berufsstart meinen Sie?

Am meisten können die Jugendlichen von einem Messebesuch profitieren, wenn sie sich in der Phase der intensiven Berufsorientierung befinden. Wenn sie also konkret nach Ausbildungsstellen oder weiterführende Schulen, aber auch nach Praktikumstellen suchen und dazu genaue Informationen wollen. Deshalb mein Tipp: Immer gut vorbereitet zum Ausbildungstag kommen. Also im Vorfeld darüber Gedanken machen, in welcher Richtung es gehen könnte, aber sich auch mit alternativen Möglichkeiten auseinandersetzen. Dabei können die Eltern auf jeden Fall unterstützend mithelfen.

Wie können Eltern ihr Kinder bei der Berufswahl noch unterstützen?

Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder und sollten das Thema der Berufswahl offen mit ihnen anzusprechen. Der Satz: „Das musst Du selbst entscheiden", ist zwar im Grundsatz richtig, aber vermittelt den Kindern das Gefühl, dass sie mit ihren Fragen und Problemen alleingelassen werden. Eltern können Anregungen geben, Vorschläge machen, Fragen stellen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit den Kindern auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten. In diesen Gesprächen ist es wichtig, den Kindern keine Wünsche auszureden, ihnen aber ein realistisches Bild vom Berufsleben zu vermitteln. Auch die Begleitung der Kinder zum Ausbildungstag wird für die Jugendlichen sicher eine große Unterstützung sein. Karl-Heinz Burghart

M+E-Berufe im Info-Truck kennenlernen

Ab 9 Uhr wird der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie vor der Munderkinger Donauhalle stehen. FOTO: OH
Ab 9 Uhr wird der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie vor der Munderkinger Donauhalle stehen. FOTO: OH
Der Info-Truck der Metallund Elektroindustrie kommt am 26. Januar zum Regionalen Ausbildungstag nach Munderkingen und ist von 9 Uhr bis 15.30 Uhr vor der Donauhalle für alle Interessierten offen.

MUNDERKINGEN - Auf beiden Ebenen des Trucks können sich Besucherinnen und Besucher über die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) umfassend informieren.

„Gute Nachwuchskräfte werden in unseren Betrieben immer gesucht“, sagt Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. Umfassende Information sei bei der Berufswahl wichtig, so Maier „Und die kann der Info-Truck geben“.

Mittels technischer Experimentierstationen und neuester Multimediaanwendungen kann der „M+E-Info-Truck“ Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in die Berufswelt vermitteln. Ein „Berufe-Scout“ auf dem Touch-Monitor erklärt den Inhalt verschiedener M+E-Berufe und auf einem 1,5 Quadratmeter großen Multitouch-Table können Nutzer eine interaktive Erkundungsreise durch einen virtuellen M+E Betrieb unternehmen. Ein langjährig erfahrenes Beraterteam steht den Jugendlichen im Truck zur Seite und kann auch allgemeine Bewerbungstipps geben.

„Eine duale Ausbildung in der M+E-Industrie hat viele Vorteile“, sagt Götz Maier. Sie biete Praxisnähe von Anfang an. Der Auszubildende lerne nicht nur Fachwissen, sondern übernehme schon früh Verantwortung oder lerne auch im Team zu arbeiten.

Und die Ausbildungsvergü- tungen starten bei 994 Euro und liegen bei einer 3,5-jährigen Ausbildung im vierten Ausbildungsjahr bei 1.211,50 Euro.

Die Metall- und Elektroindustrie im Raum Ehingen erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von knapp 1,5 Milliarden Euro. Derzeit sind in Ehingen und Umgebung in den Mitgliedsbetrieben von Südwestmetall 5334 Mitarbeiter beschäftigt. Darunter sind 289 Auszubildende.

Auch für Mädchen und Frauen werden technische Berufe zunehmend interessanter. Dank modernster Technik kommt es heute nicht mehr auf körperliche Kraft an. Vielmehr sind geistige Fähigkeiten gefragt, genauso wie Kreativität, Selbstständigkeit, Genauigkeit und Kommunikationsfähigkeit.