Kurz nach der Geburt wird das Hörvermögen zum ersten Mal getestet FOTO: PIXABAY

SONDERVERÖFFENTLICHUNG:  GUT SEHEN - BESSER HÖREN

28.01.2018 (Aktualisiert 20:00 Uhr)
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Gesundheitliches Vorsorgeprogramm mit regelmäßigen Hörtests

Der regelmäßige Hörtest ist nur etwas für ältere Semester? Nein, denn Hörminderungen können in jedem Alter auftreten. Sie können ganz unterschiedliche Ursachen haben - in der Regel haben sie aber eines gemeinsam: Sie bleiben oft zu lange unbemerkt. Schon bei den Kleinsten lohnt es sich deshalb, genau zu beobachten, wie gut ihr Hören funktioniert.

REGION - Zu den gesetzlichen Kassenleistungen gehört das sogenannte Hör-Screening für Neugeborene. Kurz nach der Geburt wird im Krankenhaus oder beim Ohrenarzt geprüft, ob die Sinneszellen im Ohr auf akustische Reize reagieren. Dieser Test ist absolut schmerzfrei und sehr präzise, wenn es darum geht, angeborene Hörfehler auszuschließen.

Das ist sehr wichtig. Denn: "Kinder, die nicht richtig hören, können auch nicht richtig sprechen lernen", erklärt Nazan Yakar, Leiterin der Abteilung Pädakustik des Hörgeräte-Herstellers Phonak. Bei kleinen Kindern sind es vor allem häufige Erkältungen und Mittelohrentzündungen, die das Hörvermögen einschränken. "Hier sollten Eltern sehr aufmerksam sein", rät Nazan Yakar.
Regelmäßig testen lassen
In einem lauten Klassenzimmer konzentriert mitzuarbeiten, ist bereits bei gesundem Gehör eine Leistung. Kinder mit einer Hörminderung haben es noch schwerer, sich bei unruhiger Geräuschkulisse auf das Gesagte zu konzentrieren. So macht Lernen keinen Spaß. "Bei Schulschwierigkeiten ist ein Test beim Hörakustiker deshalb sinnvoll", so die Expertin.

Smartphone und MP3-Player gehören bei Teenagern heute zu den Hauptursachen für Hörminderungen. Durch die Dauerbeschallung über Kopfhörer kann es an den Haarsinneszellen zu bleibenden Schäden kommen. Maximal 15 Minuten am Stück und nicht zu laut sollte über Kopfhörer Musik gehört werden.

Das Hörvermögen nimmt mit dem Alter natürlicherweise ab. Deshalb sollte bereits ab 40 Jahren ein jährlicher Hörtest zum normalen Vorsorgeprogramm gehören. Stress, Durchblutungsstörungen oder ein zu hoher Blutdruck können sich ebenfalls negativ aufs Gehör auswirken. Je eher die Ursachen erkannt werden, desto besser lässt sich gegensteuern. djd

Mehr Informationen finden Sie unter

www.phonak.de

Vom Lesestein zum Accessoire

Die Brille ist heutzutage mehr als „nur“ eine Sehhilfe FOTO: DJD/RODENSTOCK
Die Brille ist heutzutage mehr als „nur“ eine Sehhilfe 
FOTO: DJD/RODENSTOCK
Heute sind wir es gewohnt, beim Optiker aus unzähligen Brillenfassungen aussuchen zu können, auch bei den Gläsern hat man die Qual der Wahl. Bis dahin war es allerdings ein langer Weg.

REGION - Der Lesestein gehört zu den Anfängen der Brille. Er stammt aus mittelalterlichen Werkstätten, in denen Quarze, Bergkristalle und Edelsteine geschliffen wurden, um damit Schreine, Kreuze und Reliquien zu verzieren. Per Zufall entdeckten Handwerker den Vergrößerungseffekt und nutzten diese "Lupen" für die Betrachtung kleiner Schriften.

Was Hersteller und Nutzer von Brillen schon immer interessierte, war die Positionierung und Fixierung von Sehhilfen vor dem Auge. Den entscheidenden Schritt zur Brille markierte die sogenannte Nietbrille, die zwei Gläser miteinander verband. Bis ins 16. Jahrhundert waren diese vor die Augen gehaltenen Fassungen unter Gelehrten und in höfischen Kreisen der letzte Schrei. Ohne beweglichen Steg wurden die Gläser dann bei der Bügelbrille zusammengehalten. So oder so war die Brille im Mittelalter ein Luxusprodukt. Zum Massenprodukt wurde sie erst viel später - etwa durch die Patentierung der ersten modernen, eingefassten Brille durch Josef Rodenstock im Jahre 1879.

Die Entwicklung von Kunststoffen für den Einsatz bei Brillengestellen nahm im Übrigen erst nach dem zweiten Weltkrieg Fahrt auf. Die Ersatzstoffe aus dem Chemielabor erweitern die entsprechenden Optionen extrem. In den wilden 1960er-Jahren wird die Brille dann zum Lieblingsobjekt der Designer und Stilikonen, auch die gute alte Nickelbrille erfährt eine Renaissance. Die Brillenmode in den 1970er-Jahren war farbenfroh und von Experimentiergeist geprägt. In den 1980er-Jahren rückte dann der Glam-Look an die Stelle des Hippie-Styles, Titanfassungen galten als echte Revolution dieser Zeit. Wieder anders dann der Trend in den 1990er-Jahren: Nun musste alles möglichst cool sein, das galt auch für die Brille.

Heute gilt in der Brillenmode: Erlaubt ist, was gefällt. So sind gerade Materialkombinationen zwischen Acetat und Metall besonders angesagt. Aber auch Brillen mit dünnem Metallrand sind gefragt, denn sie stellen den Träger in den Vordergrund. djd