SONDERVERÖFFENTLICHUNG: WOHLIGE WÄRME

06.02.2018 (Aktualisiert 14:00 Uhr)
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Moderner Klassiker - Der Kachelofen

Nach einem langen, anstrengendem Tag ist es schön, sich abends vor dem Kachel- oder dem Kaminofen zu wärmen. Seit Generationen erfüllen die Öfen Wohnräume mit Wärme und sorgen für ein behagliches Ambiente.

REGION - Zwar hat der Vormarsch der Zentralheizung viele Ofen aus dem Wohnzimmern vertrieben, seit einigen Jahren werden die Kamin- und Kachelofen aber immer beliebter Aber was ist geeigneter: Kamin oder Kachelofen? Oft werden die beiden Öfen auf die selbe Stufe gestellt, dabei unterscheiden sie sich nicht nur optisch .

Die ersten Kachelöfen gab es bereits im 9. Jahrhundert. Damals waren das aber eher ummauerte Feuerstellen. Ein guter Kachelofen speichert lange seine Wärme. So reicht es je nach Konstruktion, nur alle acht bis zwölf Stunden Brennstoff nachzulegen. Natürlich sollte man nicht alles als Brennstoff verwenden. Besonders gut eignet sich natürlich Holz. Aber auch Briketts, Öl, Gas oder Briketts kommen in Frage.

Um die wohlige Wärme des prasselnden Feuers genießen zu können, hat der Gesetzgeber aber einige Vorschriften auf Lager. Zuerst muss eine Genehmigung für den Kachelofen eingeholt werden. Dazu sollte man sich an den Schornsteinfeger des jeweiligen Bezirks wenden. Dieser entscheidet im Endeffekt dann auch über die Endabnahme. Außerdem prüft er, ob die Brandschutzverordnung eingehalten wurde.

Altmodisch? Von wegen!


Trotz allem ist Kachelofen nicht gleich Kachelofen. Ein ganz besonders bekannter Vertreter ist der verkachelte Ofen, der mit seinen prunkvollen Verkachelungen bereits in früheren Zeiten die Wohnräume des Adels schmückte.

Im Laufe der Zeit veränderte sich aber die Optik der Öfen. Sie wurden schlichter und auch die Ofenkacheln wurden zu einer glatten Fläche.Heutzutage sind Kachelöfen längst nicht mehr altmodisch. Viele Hersteller bieten Öfen an, die sich perfekt in einen modernen Wohnbereich einfügen.

Alternativ zum Kachelofen gibt es den Kaminofen. Der ist in der Regel aus Metall und besitzt eine eingearbeitete Glasscheibe. Der Kachelofen hingegen verfügt nicht zwingend über ein Fenster.

Ein Kachelofen ist zudem meist ein festes, gemauertes Element, das oft schon während der Hausbauphase berücksichtigt wurde. Ein Kaminofen kann hingegen noch nachträglich in die Wohnräume eingebaut werden. Während bei den Kachelöfen die Kacheln als Wärmespeicher dienen, sind sie beim Kaminofen meist nur Zierde.

Kaminofen als Blickfang


Generell sollte man auch bei der Anschaffung eines Kamins einige Dinge beachten. Fest steht: Jeder Kamin braucht einen Abzug. Wie der Abzug auszusehen hat, entscheidet in der Regel der zuständige Schornsteinfeger. Auch eine Türe, die das Feuer im Kamin hält, ist Pflicht.

Oft sind Kaminöfen in verschiedenen Farben und Formen erhältlich, sodass für jeden Geschmack und jede Wohnsituation das passende Objekt dabei ist.

Wer das knisternde Feuer genießen will, der sollte bei seinem Kaminofen auf ein möglichst großes Fenster achten. Oft sind deshalb auch an drei Seiten des Ofens Fenster eingearbeitet.

Neue Verordnung seit 2018

Seit Jahresbeginn erfüllen Kamin- und Kachelöfen, die älter als 33 Jahre sind nicht mehr die aktuellen Anforderungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Die alten Modelle müssen stillgelegt oder ausgetauscht werden.

Nachprüfen kann man das Ganze an dem Prüfdatum auf dem Typenschild. Wenn der Ofen vor dem 31.12.1984 geprüft wurde, muss er stillgelegt werden. Oft lohnt sich ein Austausch sowieso, auch weil die neuen Öfen nicht so viel Brennstoff benötigen wie die alten. LIS