In Äpfingen sind die Narren los

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: FASNET ÄPFINGEN 2018

07.02.2018 (Aktualisiert 08:00 Uhr)
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In Äpfingen sind die Narren los

Zu den Masken der NZ Äpfingen gehören die Saubachhexen (l.) und die Weckafresser (r.). FOTOS: NZ ÄPFINGEN
ÄPFINGEN (cs/Urbansky) - Der Beginn der 5. Jahreszeit findet in Äpfingen schon am 11.11. um 11.11 Uhr am Dorfplatz, mit dem „Ausschreia“ der Fasnet und dem Verlesen der 11 Gebote statt. Anschließend bewegt sich der kleine Umzug durchs Dorf zur Zunftstube, in der sich der Tag mit der Gardeparty abrundet. Ab dem Glombigen geht’s aber so richtig ab im Ort.

Mit dem ersten Freitag nach Dreikönig beginnt die offizielle 5. Jahreszeit mit dem Fasnetsauftakt des Alemannischen Narrenrings (ANR). Ab diesem Tag füllt sich jedes Wochenende mit Besuchen vieler Umzüge in Oberschwaben, im Alb- und Bodenseeraum. Doch groß geschrieben werden die eigenen Veranstaltungen der Narrenzunft Äpfingen im Ort. Für die kleinen Gäste veranstaltet die Narrenzunft jedes Jahr die Kinderfasnet, wo die Kleinen wieder die Größten sind.
"Wir sind Spitze"
Am letzten Wochenende der Fasnet beginnt in der Hochburg Äpfingen ab dem Glombigen Donnerstag ein reges Treiben im Dorf. Der Tag beginnt für die Weckafresser, Saubachhexen, Büttel, Zunfträte, sowie Kleine und Große Garde mit der Schülermesse und dem anschließenden Besuch im Kindergarten und der Äpfinger Grundschule. Hierbei können die Kinder die vielen Fragen zum Verein und der Fasnet stellen. Der Nachwuchs wird somit schon frühzeitig mit der Äpfinger Fasnet vertraut gemacht. Fast ohne Pause geht es am Samstag auch schon wieder weiter. Und zwar mit dem Weckafresserball, der nur alle zwei Jahre stattfindet. Dieser verspricht ein abwechslungsreiches Programm, wie Auftritte der eigenen Tanzgruppen sowie anderer Zünfte. Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Beim Narrensprung geben die jüngeren und auch die älteren Mitglieder der NZ Äpfingen alles. 
Beim Narrensprung geben die jüngeren und auch die älteren Mitglieder der NZ Äpfingen alles. 
Am Fasnetssonntag beginnt für die ganze Ortschaft Äpfingen ein großer Tag. Los geht es bereits um 6 Uhr, wenn der Spielmannszug Äpfingen zur Tagwacht durch das Dorf zieht. Zum Zunftmeisterempfang werden die ersten Maskenträger um 10 Uhr in Äpfingen eintreffen. Erwartet werden insgesamt 65 Gruppen und rund 2500 Maskenträger. Für gute Stimmung während des Umzugs werden wieder die Musikkapellen, Schalmeien, Spielmanns- und Fanfarenzüge sorgen. Als Besonderheit gelten wieder die Umzugswägen der „Äpfinger“, die sich nur für diesen einen Tag unheimlich viel Mühe machen. Vor und nach dem Umzug herrscht närrisches Treiben in der Mehrzweckhalle und Zunftstube mit Kaffee und Kuchen sowie Party in zwei Zelten (Ü18-Zelt und U18+Ü18) an der Mehrzweckhalle. Ab dem Nachmittag werden die Ausweise kontrolliert.

Jede Menge Infos rund um die NZ 

14 Wecka und zwei Halbe steht auf dem Wagen. FOTOS: NZ ÄPFINGEN
14 Wecka und zwei Halbe steht auf dem Wagen. FOTOS: NZ ÄPFINGEN
Wer
Die Symbolfigur „Weckafresser“ stammt aus der Zeit, in der die Bauern der Umgebung nach Biberach auf den Jahrmarkt gingen, um ihre Einkäufe zu tätigen. Nach den Strapazen des Marktlebens war es üblich, zum Einkehren zu gehen. So tat dies auch ein Äpfinger Bauersmann. Er trank Bier und aß die auf dem Tisch stehenden Knauzenwecken. Als es ans Zahlen ging, wurde ihm klar: Er hatte zwei Halbe Bier getrunken und dazu 14 Knauzen konsumiert. Er schämte sich dafür, und bezahlte deshalb 14 Halbe und 2 Knauzen, in der Hoffnung, niemand habe es bemerkt. Da aber der Wirtin und den anderen Gästen sehr wohl dieses Schauspiel aufgefallen war, haben sie den Wohnort des Bauern ermittelt. Seitdem sind die Äpfinger die Weckafresser.

Aus diesem Grund zieren zwei Halbe Bier und 14 Knauzenwecken das Häs, wobei ein Knauzen noch im Mund der Holzmaske steckt. Das Gewand des hungrigen Bauern war die Vorlage des Zunftratshäs. Die Narrenzunft „Weckafresser“ wurde 1975 gegründet.

Die Äpfinger Hexe wurde nach dem Saubach benannt, der durch unseren Ort fließt. Sie hat ihren Ursprung aus den früheren Spinn- und Hochstuben. Diese waren private Bauernstuben, wo man sich an langen Winterabenden traf. Hier entstanden die tollsten Geschichten. Es gab auch den Mann oder die Frau mit dem bösen Blick. Leuchteten diese Blicke in den Stall, so wurde das Vieh unruhig oder die Pferde krank.

Sie ist ein verschmitzt lä- chelndes altes Kräuterweiblein, in schlichtem Häs mit Blumen und Kräutern bedruckter Schürze und Kopftuch. Nicht zuletzt wegen ihrer urigen Art ist sie immer für eine Überraschung gut. Die Figur der Saubachhexe gibt es seit 1979. Der Narrenruf der NZ Äpfingen lautet folgendermaßen: „Schelli. Schello!“

Wann
Samstag, 10. Februar, Weckafresserball in der MZH, ab 20 Uhr
Sonntag, 11. Februar, Umzug ab 14 Uhr

Kontakt
NZ „Weckafresser“ Äpfingen Zunftmeisterin Petra Denz
Hauptstraße 69
88437 Äpfingen
info@weckafresser.de
www.weckafresser.de
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