Zur Fastenzeit bieten Restaurants leichte Kost an. FOTO: NICOLE FRICK

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: ASCHERMITTWOCHSPEZIALITÄTEN

07.02.2018 (Aktualisiert 09:00 Uhr)
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Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit

Am Aschermittwoch ist noch nicht alles vorbei. Für die Gastronomie geht´s erst richtig los, wenn die Fastenzeit beginnt Viele Restaurants bieten spezielle Aschermittwochsspezialitäten an.

REGION (red) - Mit dem traditionellen Schnecken- oder Fischessen läuten Restaurants am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit, die bis zum Karfreitag dauert, ein. Um sich den Übergang vom ausgelassenen Feiern in der Fasnetszeit hin zu Umkehr, Einschränkung und Neubeginn leichter zu machen, sind viele Menschen dazu übergegangen, den ersten Tag der Fastenzeit mit zwar „fleischlosen“, aber umso feineren kulinarischen Genüssen zu begehen. Und so suchen sie dafür gerne eines der vielen Restaurants in Stadt und Land auf, die mit speziellen Aschermittwochs-Gerichten ihre Gäste zu verwöhnen wissen. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen beispielsweise der Hering klassische Fastenspeise war. Wenngleich der Aschermittwoch in einigen Gegenden Deutschlands noch immer seinen Namen trägt: Neben den typischen Fisch- und Schneckengerichten am Aschermittwoch stehen häufig auch leckere Kässpätzle und saure Kutteln auf der Speisekarte der Genießer. Nach den tollen närrischen Fasnetstagen gilt Fisch als Muntermacher Nummer eins. Wegen seines hohen Nährstoffgehalts kann Fisch dem vom vielen Feiern stark ausgepowerten Körper das zurückgeben, woran es ihm am meisten mangelt: Vitamine, Spurenelemente und Eiweiß.

Strenge Sitten

Im Mittelalter waren die Fastenbräuche streng: Man durfte täglich nur drei Bissen Brot und drei Schluck Bier oder Wasser zu sich nehmen. 1486 erlaubte der Papst auch Milchprodukte in der Fastenzeit. Ab Aschermittwoch sollen Christen traditionell 40 Tage lang weder Alkohol noch Fleisch konsumieren. Eine erlaubte Alternative ist Fisch, da er nicht blutet. Der Hering als traditionelle Fastenspeisen hat seinen Sinn darin, dass der Körper nach dem oft übermäßigen Genuss im Fasching entschlackt.

Schnaps und Bier dürfen nach alter Sitte am Aschermittwoch nochmals getrunken werden. Denn das Bier soll für gutes Gedeihen der Gerste sorgen, der Schnaps die Mücken vertreiben. Tipp: Wer am Aschermittwoch zum Essen gehen möchte, sollte sicherheitshalber einen Tisch im auserwählten Restaurant reservieren.