Der Valentinstag spielt bei Paaren, die sich lieben eine große Rolle. FOTO: ARCHIV

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: Valentinstag

07.02.2018 (Aktualisiert 10:00 Uhr)
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Valentinstag in Sigmaringen

Am 14. Februar haben Paare wieder Gelegenheit, ihrem Partner eine Freude zu machen und ihm die eigenen Gefühle zu zeigen.

REGION - Seit Jahrtausenden ist die Blume in nahezu allen Kulturen ein Symbol für Liebe, Freundschaft und Zuneigung. Deshalb liegt man(n) mit einem blumigen Arrangement an Valentin immer richtig. Floristen haben zu diesem Anlass Blumen und Gestecke in allen Formen, Farben und Variationen bereit.

Wer zu besonderen Anlässen Blumen verschenken will, sollte sich vertrauensvoll an den Fachhandel wenden. Hier sind individuell gestaltete, persönliche Blumengrüße garantiert, an denen die Beschenkten lange Freude haben werden.

Die beliebteste Schnittblume an Valentin ist die Rose. Mehr als eine Milliarde Rosen werden jährlich nach Deutschland importiert. Auf Qualität und faire Produktion können sich die Konsumenten bei diesen Blumen verlassen. Denn in Europa gelten strenge Schutzbestimmungen für Mensch und Umwelt in der Schnittblumenproduktion.

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, seinen Partner mit einem kleinen Geschenk zu erfreuen. Sei es etwa eine Einladung zu einem Candlelight-Dinner, eine Überraschung aus der Unterhaltungselektronik oder vom Juwelier oder einem spontan geplanten Kurzurlaub.

Rund um den Valentinstag entstanden aber auch noch ganz andere Bräuche und Traditionen. So sagt man, dass ein Mädchen den Mann heiraten wird, den es am Valentinstag als erstes sieht.

Die Kaufleute und Seefahrer feierten im Mittelalter mit einem Freundschaftsmahl, während Franzosen, Belgier und Engländer für ein Jahr Valentin( s) und Valentine(n) auslosen, die dann als verlobt gelten. In Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf, abgeschaut von den Amerikanern. Für Amerikaner, Briten und Franzosen, zunehmend aber auch für uns Deutsche, ist der Valentinstag Pflichttermin für eine Liebeserklärung, die meist in Form von dekorativen Blumensträußen dargebracht wird. Auch die Japaner übernahmen den Valentinstag, erfanden aber ganz andere Bräuche. So schenken in Japan an diesem Tag die weiblichen Angestellten ihren Vorgesetzten Schokolade. Na, dann doch lieber Schokolade und Blumen selber bekommen.

Auch Valentinspartys erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Aber so manch eine/r entdeckt auch seine/ihre romantische Ader, schreibt Liebesgedichte oder macht dem/der Angebeteten gar einen Antrag. Am Valentinstag können wir all den Menschen danken, die uns ihre Zuneigung schenken – das muss nicht unbedingt der Partner sein.

Auch einer guten Freundin kann man an diesem Tag sagen, dass sie das Leben ein wenig schöner macht. Schließlich können wir Zuneigung und Freundschaft weder kaufen noch einfordern. red

Die Bräuche am Valentinstag weltweit

Vorhängeschloss mit den Initialen der Liebespärchens. FOTO: ARC
Vorhängeschloss mit den Initialen der Liebespärchens. FOTO: ARC
Der Valentinstag wird fast auf der ganzen Welt gefeiert. So entstanden verschiedene Bräuche rund um den Erdball.

Am beliebtesten ist der Tag in den USA. Im amerikanischen Bundesstaat Colorado gibt es eine Stadt namens Loveland, in der zum Valentinstag die Liebespost beantwortet und handgestempelt an die Absender zurückgeschickt wird. Jedes Jahr werden weltweit etwa eine Billion Valentins-Karten verschickt. Der Tag gehört ganz den Paaren, die romantisch essen gehen und sich gegenseitig Geschenke überreichen. Etwa neun Millionen Amerikaner kaufen am Valentinstag Geschenke für ihre Haustiere.

Pärchen in Italien und Ungarn schenken sich gegenseitig am Valentinstag ein Vorhängeschloss, auf das sie ihre Initialen schreiben. Anschließend sperren sie die Schlösser an einem Brückengeländer ab und werfen die Schlüssel in den Fluss – als Symbol für ewige Liebe. Für Briten und Franzosen, zunehmend aber auch für uns Deutsche, ist der Valentinstag Pflichttermin für eine Liebeserklärung, die meist in Form von dekorativen Blumensträußen dargebracht wird.

„Amore, amore“ - klar, wie soll es auch anders sein: In Italien ist der 14. Februar der Tag der Verliebten. In der Heimatstadt des Bischofs Valentin, in Terni, wird deshalb viel gefeiert. Beispielsweise erneuern verlobte Paare ihr Heiratsversprechen. In Japan beschenken die Frauen am 14. Februar die Männer, aber nicht nur ihre Partner, sondern auch die Vorgesetzten, Freunde oder Familie. Die Schokolade ist Ausdruck der Sympathie. Die Japanerinnen freuen sich exakt einen Monat später, dann revanchieren sich die Männer am „White Day“ mit weißer Schokolade.

Anonym geht es in Finnland zu. Am Tag der Freundschaft werden kleine Geschenke und Karten verschickt. Dabei muss der Absender nicht unbedingt bekannt sein.

Im Mittelalter brauchten die Valentinspärchen Starthilfe. Ein Los oder eine Versteigerung entschied, wer mit wem zusammen zu sein hat. Heute gibt es auch eher Liebesbriefe oder kleine Gedichte.

In Kolumbien wird der Valentinstag erst am dritten Samstag im September gefeiert. red

Valentin ist Namensgeber

Nach einer Überlieferung soll Namensgeber ein Bischof sein, der im 3. Jahrhundert in Terni (Umbrien) gelebt und dort unerlaubter Weise Soldaten und Sklaven, die eigentlich unverheiratet bleiben mussten, getraut haben soll.

Natürlich ist auch überliefert, dass die so gestifteten Ehen besonders glücklich gewesen sein sollen. Dem Geistlichen selbst brachten seine Taten jedoch wenig Glück, denn er wurde am 14. Februar 269 (?) hingerichtet und anschließend als Märtyrer verehrt. Die historischen Quellen für die Existenz dieses Heiligen Valentin (es gibt noch einige andere Heilige dieses Namens) sind allerdings derart unübersichtlich, dass er im offiziellen kirchlichen Kalender nicht mehr geführt wird.

Darüber hinaus wurden um die Mitte des Monats Februar im antiken Rom von jeher die so genannten Lupercalien gefeiert, bei denen es vornehmlich um Reinigungs-, Sühne- und Fruchtbarkeitsriten ging. Und am 14. Februar wurde das Fest der Göttin Juno als Beschützerin von Ehe und Familie mit aufwendigen Blumenopfern begangen und sie um ein Orakel für die richtige Partnerwahl angefleht.

Weitere Wurzeln des Brauchtums finden sich im 14./15. Jahrhundert in England und den von England beeinflussten Regionen auf der kontinentalen Seite des Ärmelkanals. Der 14. Februar wurde nach einem Vers bei Chaucer als der Beginn der Paarungszeit bei Vögeln angesehen, und so konnte sich an diesem Tag auch jeder „Valentin“ seine „Valentine“ suchen. Entschieden wurde dabei wohl entweder in Form einer Versteigerung (!), durch Los oder auch danach, welchen jungn Burschen das Mädchen zuerst am Morgen des Tages sah.

Mit der Besiedlung Nordamerikas durch die Engländer gelangte der Brauch in die USA und von dort nach dem Ende des 2. Weltkrieges durch amerikanische Soldaten nach Deutschland, die 1950 in Nürnberg den ersten „Valentinsball“ veranstalteten. red