Fasnet in Ehingen
Mit „Kügele Hoi“ grüßen Kügele, Muckenspritzer und alle anderen Ehinger Narren. FOTO: BURGHART

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: EHINGER FASNET

07.02.2018 (Aktualisiert 12:30 Uhr)
           ANZEIGE

Fasnet in Ehingen

Mit Riesenschritten steuert Kügeleshausen und die Ehinger Narrenzunft „Spritzenmuck“ auf das lange Fasnetswochenende zu. Der Narrenball ist zwar bereits Fasnetsgeschichte, aber auf die Kügeleshauser Narren und ihre Gäste warten noch jede Menge närrischer Höhepunkte.

EHINGEN – Mit lautstarken „Kügele Hoi“-Rufen wird vom Glombigen Doschtig bis zum Fasnetsdienstag in Ehingen die Kügeleshausener Fasnet gefeiert. Wie in jedem Jahr, wird der Glombige Doschtig wieder die gesamte, bunte Vielfalt der Ehinger Fasnet zeigen. Und wenn es wieder heißt „Fuirio s´brennt“, werden die Ehinger Narren auf ihre ureigene Art die närrische Macht in der Stadt an sich reißen, um ihrem Fasnets-Brauchtum freien Lauf zu lassen.

Traditionell beginnt der Glombige Doschtig mit dem Schulaustreiben am Morgen und am Nachmittag wartet die beliebte Kinder-Fasnet in der Lindenhalle auf die jüngsten Narren sowie den am Morgen befreiten Narrensamen. Die Ehinger Büttel werden wieder zum Landratsamt ziehen, um ihre Dixies anzumelden. Und dort dürfen die Narren gespannt sein, welche Überraschung Landrat Heiner Scheffold in diesem Jahr für die bereit hält. „Auf Heller und Pfennig“ wollen die Büttel anschließend beim Finanzamt ihre fälligen Steuern entrichten, um danach in der Stadt die beliebt-berüchtigten Strafzettel unters Volk zu bringen.

„Fuirio s‘brennt“ heißt es ab 17.30 Uhr wieder am Ochsenberg, wenn die Narren das Spektakel rund um die Muckenspritzer-Sage für die Zuschauer erlebbar machen. Auch der Kügelestanz auf dem Marktplatz, die Ausgrabung des Groggadäler am Groggensee und die Schlüsselübergabe gehören zu den Bräuchen am frühen Abend des Glombigen, die jedes Jahr mit närrischem Brimborium gefeiert werden. Und bevor die große Narrenparty in der Innenstadt steigt, bieten sich den Zuschauern beim Sprung der Wilden Weiber über den lodernden Scheiterhaufen wieder schaurigschöne Bilder.
„Fuirio s’brennt“ wieder am Glombigen
Nachdem Narrenball am vergangenen Samstag lädt die Narrenzunft „Spritzenmuck“ am Fasnets-Wochenende zu drei Bällen ein. Am Samstag, 10. Februar steigt ab 20 Uhr der Bürgerball in der Lindenhalle. Am Sonntag, 11. Februar, geht dort ab 19.30 Uhr der Nostalgieball über die Bühne und am Fasnetsmontag, 12. Februar, kann wieder ab 20 Uhr bei der Redoute gefeiert werden. An allen drei Abenden warten ein buntes Programm und lange Fasnetsnächte auf die Ballgäste. Absoluter Höhepunkt der Kügeleshauser Fasnet wird der große Narrensprung am Fasnetsdienstag sein, der wieder viele Narren und Zuschauer in die Stadt locken wird. Pünktlich um 14 Uhr wird sich der bunte Gaudiwurm in Bewegung setzen, um kreuz und quer durch die Stadt zum Kügeleshauser Alexanderplatz zu ziehen.

Angeführt wird der Ehinger Fasnetdienstag-Umzug traditionell von den Narrenbütteln und dem Spielmannszug. Ihnen folgen der Spritzenmuck mit seinen Muckenspritzern, die natürlich das Modell der Liebfrauenkirche durch die Gassen und Straßen ziehen werden. Unter den Klängen der Musikkapelle aus Kirchbierlingen werden die Narren aus Obermarchtal an den Zuschauern vorbeiziehen und mit „Narro-Hee“ wird sich die Trommgesellenzunft aus Munderkingen ankündigen.

Neben der Ehinger Stadtkapelle werden die Musikvereine aus Mundingen, Frankenhofen, Dä- chingen und Emerkingen im Umzug für flotte närrische Musik sorgen. Und zwischen den zahlreichen Gruppen der närrischen Gäste wird dem Ehinger Narrenvolk immer wieder ein kräftiges „Kügele Hoi“ zugerufen. Dann ziehen die verschiedenen Gruppen der Ehinger Narrenzunft vorbei. In närrischen Scharen werden Kügele, Wilde Weiber, Krettenweiber und Dämonen mit dem närrischen Publikum ihren Schabernack treiben. „Dr Pfannamate“ wird seine Kügele verteilen und die Matekapelle sorgt für die nötige Narrenmusik. Kügele werden ihre Kügeleskuche bei sich haben, die Wilden Weiber werden die Käthera-Kuche mitbringen und die Dämonen ziehen ihren Marterpfahl durch die Straßen.

Mit dabei sind wie immer auch die Laufgruppen der Ehinger Narren. Im Umzug werden sich die Muckenspritzer um „Popcorn“ kümmern, Kügele widmen sich dem „gestiefelten Kater“ und stellen fest, dass die „Eh’gner Fasnet jetzt reif für’s Museum“ ist und die Dämonen interessieren sich für die „Ausgrabungen im Volksbank-Areal“. Die Wilden Weiber wollen im Umzug die „Basketball-Stadt Ehingen“ besuchen und mit der Frage „Kunst oder Braut“ sorgen sich die Dämonen um eine weibliche Begleitung für den Groggadäler. Gäste des Fasnetsdienstags-Umzug sind auch die Grashüpfer aus Kirchen und die Griechische Gemeinde aus Ehingen.

Wenn das närrische Spektakel am späten Nachmittag vorbei ist, bleiben den Narren noch ein paar Stunden, um ausgelassen die Ehinger Fasnet zu feiern. Aber um 21 Uhr wird das Ausheina am Marktplatz-Brunnen das unwiderrufliche Ende der Ehinger Fasnet 2018 einläuten. Dann bleibt den Narren und ihrem närrischen Publikum nur noch die Gewissheit: „Über´s Johr isch wieder so“. Karl-Heinz Burghart