KGO Nachtumzug 2018

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: 47. NACHTUMZUG KGO OCHSENHAUSEN

07.02.2018 (Aktualisiert 21:00 Uhr)
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KGO Nachtumzug 2018

Karnevalgesellschaft-Narrenzunft Ochsenhausen e.V. präsentiert buntes Programm

Die beiden Prinzenpaare der KGO. 
OCHSENHAUSEN (red) - „Steampunk, Zukunft und Vergangenheit – die KGO reist durch die Zeit“ lautet das diesjährige Fasnetsmotto der KG-NZ Ochsenhausen e.V. Präsident „Stefan der Steuernde“ und seine „Minister“ können wieder ein hochklassiges Programm präsentieren.

Am Gompigen Donnerstag, 8. Februar, wird der beliebte Kinderumzug am Busbahnhof bereit stehen. Ein bunter Umzug, beteiligt sind unter anderem auch die örtlichen Kindergärten, wird sich um 14.31 Uhr Richtung Marktplatz und Rathaus bewegen. Mit dabei ist neben dem „großen“ Andreas II. (Andreas Ludwig) und Prinzessin Anne-Kathrin I. (Anne-Kathrin Ludwig) auch das kleine Prinzenpaar Jan I. (Jan Stalder) und Lilly I. (Lilly Bär). Kappenbrüder, Rankenweible und Roale verköstigen die Bevölkerung mit Fasnetsküchla und Glühwein auf dem Marktplatz.

Am Aufstellungsplatz beim Nachtumzug herrscht schon tolle Stimmung. FOTOS: DIDI DIETRICH
Am Aufstellungsplatz beim Nachtumzug herrscht schon tolle Stimmung. FOTOS: DIDI DIETRICH
Mit der Rathausübergabe von Präsidentäsident „Stefan der Steuernde“ übernimmt das Narrenvolk bis Aschermittwoch die Regierungsgeschäfte in Kuhhausen. Am Abend erwartet um 19.11 Uhr die KG-NZ Ochsenhausen ihre Gäste zur zweiten Prunksitzung in der Narrhalla „Kapf“.

Am Rußigen Freitag, 9. Februar, findet um 19.31 Uhr der traditionelle und wohl bekannteste Nachtumzug in Land statt. Bunte Wagen, Musik- und Fußgruppen aller Art sowie tausende von Maskenträger ziehen durch die Kuhhauser Straßen. Alle Zuschauer und Maskenträger werden durch die örtliche Gastronomie sowie durch die vielen Zelt- und Standbetreiber bestens versorgt.

Auch die Feuerwehr in ihrem Gerätehaus sowie die Roale Disco und die Vereine freu -Disco und die Vereine freuen sich auf die vielen Besucher. Die KG-NZ Ochsenhausen wünscht allen Besuchern und Mitwirkenden viel Spaß bei der „Nacht der Nächte in Kuhhausen“ – das Original.

Viele Garden sind auch dabei.
Viele Garden sind auch dabei.
Die dritte Große Prunksitzung findet am Samstag, 10. Februar, um 19.11 Uhr, in der Narrhalla „Kapf“ statt. Karten können wiederum bei der Firma Ziesel zu den üblichen blichen Geschäftszeiten oder direkt an der Abendkasse erworben werden. Am Fasnetssonntag, 11. Februar,, wird um 19 Uhr in der Klosterkirche in Ochsenhausen eine Messe für Hästräger abgehalten.

Kinderminister Joa Ensinger lädt Kinder und Jugendliche zur Kinderprunksitzung am Rosenmontag, 12. Februar, ein. Ein absolutes High Light in n. Ein absolutes High-Lightin der Ochsenhauser Fasnet! Beginn der Kinderfasnet ist um 14.01 Uhr.

Die Fasnet in Kuhhausen

Eine kleine Chronik

Der Sterngucker FOTO: DIETMAR H.DIETRICH
Der Sterngucker FOTO: DIETMAR H.DIETRICH
Der älteste urkundliche Nachweis der Fasnet in Kuhhausen (Ochsenhausen) ist ein Verbot derselben. In einer klösterlichen Schrift aus dem Jahr 1616 ist nachzulesen: „Die Fasnachtsnarren mit ihren Rösslen, Gaukelwerk, Reimen und Planetenlesen sollen abgeschafft sein; am eschrigen Mittwochen alle Fasnachtspiel und Kurzweil verboten, am weißen Sonntag keine Funkenfeuer brennen.“ Felix Michelberger, Oberlehrer in Ochsenhausen und Komponist des dortigen Narrenliedes, entdeckte dieses Verbot von 1616 in dem Buch von Anton Birlinger „Aus Schwaben“. Michelberger illustrierte 1938 das klösterliche Verbot, das der Autor Birlinger seinerseits dem Werk „Eggman’s Illertal“ entnommen hatte.

Im Jahre 1903 versuchte »das Narrencomitee« nach »langer Zeit eine größere Fastnacht-Aufführung« zu Stande zu bringen. Es wurde ein Umzug organisiert, unter dem Motto „Des Welt-Circus Wulf aus Amerika“. Im Anschluss an den Umzug kamen laut »Cirkus- Direktion« im »Posthofe Ochsenhausens« verschiedene Programmnummern zur Aufführung. Das »Narrencomitee« bestand aus zehn Personen mit den heute noch bekannten Familiennamen wie zum Beispiel Baumann zur „Bierhalle“, Eh, Föhr, Huchler, Mundbrod, Schmid, Unold, Wiest zum „Schloß“, Wohnhaas und Pinens. Im Kreisarchiv in Biberach kann man den hiesigen Rottumboten einsehen. Es wurden Artikel und Anzeigen gefunden, die beweisen, dass um 1900 herum die „fünfte Jahreszeit“ ihren festen Platz im Geschehen des „Marktfleckens“ Ochsenhausens hatte.

Am 28. November 1927 rief Wilhelm Sartorius zusammen mit „umtriebigen“ Geschäftsleuten in Ochsenhausen eine Karnevalgesellschaft ins Leben. Der aus Gießen stammende Vereinsgründer konnte sich wie es hieß, „mit dem Fastnachtstreiben hier zu Lande nicht so recht anfreunden. Er war die federführende Kraft, die es immer wieder verstand, die Fastnacht in geordnete Bahnen zu lenken.“

In den Reihen dieser Karnevalgesellschaft, die sich der schwäbisch-alemannischen Fasnet verbunden fühlte, wurde 1970 der Entschluss gefasst, eine Narrenzunft zu gründen. Außerdem wollten die Narren dem Alemannischen Narrenring beitreten, um das heimatliche Fasnetsbrauchtum möglichst unverfälscht weiter zu pflegen.

Somit wurde also in den Jahren 1970 bis 1971 die Narrenzunft geboren. Seither findet immer am Rueßigen Freitag der weitbekannte Kuhhauser Nachtumzug statt. Zu dem Rankenweible und dem Roale gesellte sich 1986 der Sterngucker.