Rohstoffknappheit

Kaum noch Corona-Effekt am Arbeitsmarkt

Wirtschaft in der Region / Lesedauer: 2 min

Die Kurzarbeit ist zuletzt weiter zurückgegangen. Inwieweit sich der russische Überfall auf die Ukraine auswirken wird, ist noch unklar.
Veröffentlicht:02.03.2022, 09:59

Von:
  • Schwäbische.de
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Die Corona-Pandemie hinterlässt nur noch wenig Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Allein in der Industrie habe es keinen Zuwachs gegeben, was unter anderem auf den Strukturwandel und Rohstoffknappheit zurückzuführen sei.

Der Stichtag für die aktuellen Daten war der 14. Februar - also noch vor dem russischen Angriff auf die Ukraine . Dessen Auswirkungen könnten sich deshalb erst in der nächsten Monatsstatistik zeigen, erläuterte Scheele. Fachleute erwarten, dass der Krieg im Osten Europas die sich erholende Konjunktur in Deutschland ausbremsen wird.

Die Folgen der Sanktionen gegen Russland seien schwer abzuschätzen, sagte Scheele. Es könnte zum Beispiel zu Versorgungsengpässen bei Rohstoffen wie seltenen Erden und Aluminium kommen, was aber einzelne Branchen treffen werde. Es werde kein flächendeckendes Problem wie während der Corona-Pandemie oder der Finanzkrise. «Diesen Firmen können wir mit dem Kurzarbeitergeld helfen», sagte Scheele. «Wir hoffen, dass sich das innerhalb weniger Monate relativiert.»

Jobcenter und Arbeitsagenturen vorbereitet

Die Kurzarbeit in Deutschland war zuletzt weiter zurückgegangen. Nach den vorläufigen hochgerechneten Daten wurde im Dezember für 614.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Vom 1. bis zum 24. Februar meldeten Unternehmen dieses für 201.000 Menschen an.

Diese Zahlen werden sich nach Einschätzung der Behörde noch bis Monatsende erhöhen, dürften aber unter dem Niveau von Januar liegen, als es Anzeigen für 327.000 Menschen gab. Erfahrungsgemäß nehmen jedoch weniger Unternehmen die Kurzarbeit in Anspruch als angezeigt.

Offen ist nach Angaben von Scheele zurzeit, welche Unterstützung die Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland erhalten sollen - ob sie Grundsicherung oder Asylbewerberleistungen erhalten. Bisher seien kaum Menschen aus der Ukraine in Deutschland angekommen, sagte Scheele. Die Jobcenter und Arbeitsagenturen seien aber vorbereitet und könnten auf die Erfahrungen aus der Flüchtlingswelle in den Jahren 2015 und 2016 aufbauen.

Presseinformationen Bundesagentur für Arbeit