Aufgespießt

Warum Friedrichshafen immerhin bei einer Sache seiner Zeit voraus ist

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Im bissigen Wochenrückblick thematisieren die Spießgesellen den Jahresempfang der Stadt. Und blicken mit gemischten Gefühlen auf den Ausgang des Erntehelfer-Prozesses.
Veröffentlicht:21.01.2023, 08:00

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Voll war’s, nett war’s, aber irgendwie hat dann doch was gefehlt beim Jahresempfang der Stadt im GZH: der Festredner nämlich. Dass der OB aufs kommunale Geschehen zurück- und vorausblickt, ist gut und richtig. Aber bissle über den Tellerrand gucken wäre schon auch fein bei der Gelegenheit. Oder?

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Gewundert haben sich einige Spießgesellen über die Blumendeko beim Jahresempfang. War schon schön. Aber Osterglocken? Im Januar? Zwei Erklärungen liegen bislang vor. 1. Der Klimawandel ist auch im Hafen angekommen. 2. Friedrichshafen ist seiner Zeit voraus. Sie dürfen sich die passende aussuchen...

Ziemlich viel Gas gibt der neue VfB-Präsident Jochen Benz: ambitionierte Ziele, hohe Schlagzahl, kein Blatt vor dem Mund. Am Ende wird auch er an den Taten gemessen. Dass er das Licht des VfB nicht unter den Scheffel stellt, das gefällt uns.

Wegweisendes Urteil bleibt aus

Dass er alleine all das nicht stemmen kann, was sich das Präsidium vorgenommen hat, ist klar. Der Plan geht nur auf, wenn die VfBler und alle, die es gut meinen mit dem Verein, mitziehen.

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Aus der Berufung im Erntehelfer-Prozess wird nichts. Die 18 georgischen Saisonkräfte und der Obstbauer haben sich per Vergleich geeinigt. Dass die Georgier jetzt zumindest ein wenig Geld bekommen, ist gut.

Trotzdem: Ein eindeutiges Urteil in der Sache wäre durchaus wegweisend gewesen – und hätte eine abschreckende Wirkung auf die vereinzelten „schwarzen Schafe“ in der Landwirtschaft haben können.

Ein Appell an die Hilfsbereitschaft

Zahlreiche Kinder, die ohne erwachsene Begleitung aus ihrer Heimat geflüchtet sind, leben derzeit im Bodenseekreis. Es sind mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Das Jugendamt schlug diese Woche Alarm: Gebraucht und gesucht werden Unterkünfte und Gastfamilien.

Wir können den Appell, sich wieder mehr einzubringen, nur bestärken. Wenn nicht in Zeiten wie diesen – und wenn es um die Jüngsten geht – mit anpacken, wann dann?