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Gastro-Serie: Aufgegabelt

Was beim Pizza–Ofen für zu Hause unbedingt beachtet werden sollte

Service / Lesedauer: 3 min

Die Hitze im Ofen ist entscheidend für die Qualität einer Pizza. Unser Gastro–Kritiker hat sich umgeschaut, was Pizza-Öfen für den Hausgebrauch wirklich können.
Veröffentlicht:17.06.2023, 05:00

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Für viele Genießer ist das Wort Italien gleichbedeutend mit Pizza. Gerade so, als wären die Italiener die ersten gewesen, die auf die Idee gekommen sind, einen Fladen vor dem Backen mit allerhand Zutaten zu belegen.

Doch egal, wer die Pizza erfunden hat — eine gewisse Perfektion in der Zubereitung kann man Italien keinesfalls absprechen. Wobei sich dabei grob zwei Grundarten unterscheiden lassen: die römische und die neapolitanische Pizza.

Die bei uns noch klar dominierende Variante ist die römische Pizza. Sie hat einen eher schmalen und niedrigen Rand und ist insgesamt knuspriger und dünner als die neapolitanische Schwester. Diese wiederum hat einen sehr hohen und luftigen Rand. Sie ist nur an den Teigoberflächen und am Boden knusprig. Ihr Belag bleibt eher weich und saftig. Die neapolitanische Pizza findet immer mehr Anhänger.

Mindestens 450 Grad

Doch egal, welche Variante man bevorzugt: Um eine wirklich gute Pizza hinzubekommen, braucht es einen Ofen, der sehr hohe Temperaturen schafft. Mindestens 450 Grad. Ein gewöhnlicher Haushaltsbackofen erreicht das nicht. Warum eine echte Pizza eine solche Hitze braucht?

Bei solchen Temperaturen dauert das Backen nur etwa 90 Sekunden. Der Boden wird knusprig, der Rand geht hoch und bräunt stark, der Käse schmilzt an, ohne zu verbrutzeln. Das Ergebnis ist kross und saftig und bekommt dazu noch ein rustikales Röstaroma — während Pizzen im Haushaltsbackofen oft zu einer Art Hefekuchen werden, weil sie dort bei 220 Grad viel länger backen.

Nur fürs Freie zugelassen

Aber lässt sich mit einem Pizza–Heimofen das Ziel einer Pizza wie beim Italiener verwirklichen? Grundsätzlich ja — wobei viele Wege nach Rom, beziehungsweise Neapel führen. Marktführer für Pizzaöfen, die mit Gas oder Pellets beheizt werden, ist die Firma Ooni. Nachteil: Sie sind nur fürs Freie zugelassen. Die Geräte imitieren im Prinzip große Steinöfen.

Am Rande eines Pizzasteins sind die Brenner angeordnet. Der Backraum ist von einem Metallgehäuse umgeben. Ausführungen, die Holzpellets verbrennen, sind zudem mit einem kurzen, senkrechten Ofenrohr versehen. Diese kompakten Geräte schaffen bis zu 500 Grad und lassen sich nach Einklappen der Beine gut verstauen. Kostenpunkt: ab 349 Euro.

Ein Ferrari für den Garten

Nicht ganz so heiß geht es bei mit Strom betriebenen Geräten für den Innenraum zu. Immerhin 400 Grad sind drin, etwa bei den Modellen von „G3Ferrari“. Sie werden elektrisch betrieben, wobei Boden und aufklappbare Haube mit Heizstäben versehen sind. Auch mit ihr gelingt eine gute Pizza in etwa drei Minuten. Ein solches Gerät ist bereits für unter 100 Euro zu haben.

Im Bereich ab 550 Euro bewegen sich elektrische Pizzaöfen von Effeuno. Der italienische Hersteller liefert Modelle unterschiedlicher Größe und Leistung mit einer Hitze ab 450 Grad. Ein integrierter Pizzastein sorgt dabei für Steinofen–Feeling. Alle Pizza–Heimöfen brauchen grundsätzlich ihre Zeit, bis sie vorgeheizt sind. Und das Einschließen der Pizza mit einem Schieber braucht anfangs etwas Übung. Und natürlich einen gut gereiften Teig. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.